<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><atom:link href="https://naju.antragsgruen.de/naju/feedmotions" rel="self" type="application/rss+xml" />
            <title>Deli: Anträge</title>
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                <title>Deli: Anträge</title>
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                        <title>A10: Positionspapier der NAJU zum Schutz der Alpen</title>
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                        <author>Deli (dort beschlossen am: 20.09.2025)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Positionspapier der NAJU zum Schutz der Alpen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Alpen sind neben dem Wattenmeer der größte zusammenhängende Naturraum Europas, der verhältnismäßig unzerschnitten und gering beeinflusst ist. Obwohl sie nur 2 % der Fläche des Kontinents bedecken, beherbergen sie rund 40 % der Pflanzen- und Tierarten Europas [1]. Darunter sind viele an die Standortbedingungen im Hochgebirge speziell angepasste Arten. Mindestens 450 Pflanzenarten und noch viel mehr Tierarten sind sogar (sub)endemisch, d. h. sie kommen (fast) ausschließlich in den Alpen vor [2], was die europaweite Bedeutung der Alpen für die biologische Vielfalt unterstreicht [4]. Rund ein Drittel des deutschen Anteils der Alpen steht in Form von sogenannten Natura-2000-Gebieten<a href="#_ftn1">[1]</a> unter europarechtlichem Schutz. Die Zone „C“ des „Bayerischen Alpenplans“, ein seit 1972 gültiges landesplanerisches Instrument, umfasst etwa 43 % des deutschen Alpenanteils und schützt somit zusätzliche 10 % Fläche vor Eingriffen durch u. a. Bauvorhaben [5].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die vielen verschiedenen natürlichen Ökosysteme sowie Landnutzungssysteme im Alpenraum erbringen zahlreiche wertvolle Ökosystemleistungen, darunter die Regulierung von Klima und Wasserhaushalt, die Bindung von Kohlendioxid in Böden, Mooren und Wäldern, der Schutz vor alpinen Naturgefahren<a href="#_ftn2">[2]</a> und die Bereitstellung von natürlichen Ressourcen wie Holz und hochwertigem Trinkwasser. Was die Alpen jedoch zu einem der bekanntesten Gebirge der Welt macht, sind ihre zugänglichen und ästhetisch reizvollen Natur- und Kulturlandschaften, die einzigartige Naturerlebnisse ermöglichen und von hohem Wert für menschliche Gesundheit, Wohlbefinden, Erholungs- und Freizeitnutzung sind – die Basis für vielfältige Tourismusangebote. Aus den Ökosystemleistungen ziehen sowohl die Gesellschaft allgemein als auch unterschiedliche wirtschaftliche Sektoren wie Tourismus, Forst- und Landwirtschaft sowie Energie und Transport Nutzen, und das nicht nur im Alpenraum und dessen Vorland, sondern auch in weit entfernten Regionen in Europa [6].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der hohen Bedeutung der Alpen für den Naturschutz und für die natürlichen Ressourcenkreisläufe stehen vielfältige, durch menschliche Aktivitäten bedingte Nutzungsansprüche, Belastungen und Bedrohungen gegenüber: Durch die kontinuierliche Ausweitung von Verkehrswegen, Siedlungs- und Gewerbegebieten sowie von großtechnischer Infrastruktur für Tourismus, Energieproduktion und - transport und durch ungezügelten Verbrauch natürlicher Ressourcen gehen naturbelassene Landschafts- und Naturräume zusehends und unwiederbringlich verloren oder werden wesentlich beeinträchtigt. Folgende Zahlen und Fakten zur Verdeutlichung:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Bevölkerungszahl im Alpenraum hat sich seit 1900 von 8,5 Millionen auf aktuell rund 14 Millionen vergrößert, dazu kommen jährlich rund 95 Millionen Mehrtagesgäste und 60 Millionen Tagesgäste für Erholung, Freizeit und Sport hinzu [7]. Entsprechend ist seit vielen Jahren ein unstillbarer Hunger nach bebaubarer Fläche zur Errichtung von Wohnraum, Gewerbebauten, Infrastruktur- sowie Ver- und Entsorgungsanlagen festzustellen [vgl. 8].</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Mindestens 3,5 % der Gebirgsfläche der Alpen sind in Wintersportgebiete umgewandelt worden [9]. Der schneegebundene Tourismus bzw. Sport erzeugt besonders große Eingriffe in und Belastungen für die Natur, u. a. durch den Bau und die Präparierung von Pisten (Geländeanpassungen und Beschneiung), sowie die Einrichtung der zugehörigen Infrastruktur (z. B. Speicherteiche, Leitungen, Aufstiegshilfen sowie Lawinenschutz) [vgl. 10]. Obendrein verschlingt der Betrieb Unmengen an Ressourcen: Alpenweit sind derzeit mehr als 80.000 Schneekanonen in Betrieb und beschneien knapp 100.000 Hektar Skipisten. Der jährliche Wasserverbrauch liegt bei rund 280 Millionen Kubikmetern, was der dreifachen Menge von München entspricht; und der Stromverbrauch erreicht rund 2.100 Gigawattstunden, so viel wie 500.000 Haushalte jährlich verbrauchen [11]. Damit sind die Alpen das am dichtesten erschlossene Gebirge der Welt, auf das mit jährlich rund 158 Mio. Skifahrtagen 45 Prozent des weltweiten Anteils am Skisport entfallen [12].</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Der Wintermassentourismus hat darüber hinaus einen wesentlichen Anteil an der Verkehrsproblematik: Denn eine Besonderheit der Alpenregion ist das hohe Aufkommen im Freizeit- und Reiseverkehr, das in den Hauptferienzeiten regelmäßig zu Verkehrsüberlastungen und Staus führt. Durchschnittlich 84 Prozent der Urlaubsreisen in die Alpen werden mit dem Auto unternommen [13]. Obendrein kommt der alpenquerende Transitgüterverkehr auf der Straße, dessen Transportaufkommen sich in den letzten Jahrzehnten vervielfacht hat: Von knapp 15 Millionen Tonnen im Jahr 1980 stieg dieses bis 2023 auf rund 158 Millionen Tonnen, welches sich auf mehr als 11 Millionen schwere Güterfahrzeuge verteilt [vgl. 14, 15].</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Tier- und Pflanzenarten in den Alpen sind jedoch nicht nur dem direkten Verlust an Lebensraum, sondern auch den von menschlichen Nutzungsformen (v. a. Freizeit und Sport) ausgehenden Stör- und Barrierewirkungen ausgesetzt, die den nutzbaren Anteil des geeigneten Lebensraums zusätzlich verringern und somit zu ihrer Verdrängung bis hin zu lokalem Aussterben führen [vgl. 9, 16, 17, 18].</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Zu den großen Landschaftsveränderungen zählt außerdem, dass im letzten Jahrhundert die meisten großen alpinen Flüsse eingedeicht und kanalisiert worden sind und bis heute große Mengen Wasser abgeleitet werden. Alpenweit sind 77 bzw. 42 % der Flüsse in ihrer Hydrologie bzw. Morphologie beeinträchtigt, nur 14 % in einem hervorragenden ökologischen Zustand [19].</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Schließlich zeigen sich die Auswirkungen der durch den Menschen verursachten Erderwärmung in den Alpen viel stärker als in niedrigeren Höhenlagen, etwa am rapiden Rückgang der Gletscher, dem Auftauen von Permafrostboden und der Verkürzung der Schneebedeckungsdauer [20]. Die vergleichsweise schnellen Veränderungen der Lebensräume und klimatischen Bedingungen sowie die daraus resultierenden Veränderungen der zwischenartlichen Konkurrenzverhältnisse setzen Arten unter Druck und veranlassen diese zu vertikalen Ausbreitungs- bzw. Rückzugsbewegungen [vgl. 21, 22]. Insbesondere für in der alpinen und nivalen Höhenstufe lebende (teils endemische) Arten wird das Gefährdungs- und Aussterberisiko durch den klimawandelbedingten Lebensraumverlust als besonders hoch eingeschätzt [23]. Modellrechnungen zufolge könnten zwischen 19 und 55% der alpinen, subalpinen und montanen Pflanzenarten bis 2100 mehr als 80 % des derzeit für sie noch geeigneten Lebensraums verlieren [24].</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In den Alpen zeigen sich allgemein gegenwärtige Trends in den Bereichen Verkehr, Flächenverbrauch und Ressourcennutzung teilweise stärker als in den übrigen Regionen Deutschlands; und aufgrund der hohen Sensibilität des Naturraums sind deren negativen Wirkungen auf den Naturhaushalt umso schwerer wiegend. Aus diesem Grund wird hiermit nicht nur auf die Forderungen der Positionspapiere zu Mobilitätswende, Verkehrspolitik sowie Biologischer Vielfalt verwiesen, sondern mit den folgenden Forderungen auch explizit die sektorspezifische Problemlage in den Alpen aufgegriffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>NAJU-Kernforderungen: </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Schutzgebietskulisse: Eine konsequente und kompromisslose Erhaltung und Erweiterung der Schutzgebietskulisse und Gewährleistung einer hohen Schutzqualität </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1.1. Die NAJU begrüßt die bisherigen Schritte und derzeitigen Bemühungen von Politik und Verwaltung der Bundesrepublik Deutschland und vom Freistaat Bayern rund um die Alpenkonvention und die Europäische Alpenstrategie (EUSALP), insbesondere auch die eingeführten Formate zur Beteiligung junger Menschen [25]. Zugleich erwartet die NAJU von den politischen Entscheidungsträger*innen in allen Gebietsebenen, dass sie bestehende gesetzliche Instrumente zum Schutz der Alpen – v. a. den bayerischen Alpenplan in seiner ursprünglichen Fassung [26] – ausnahmslos beachten und erhalten und sich für die Umsetzung sowie Weiterentwicklung und Stärkung der Alpenkonvention und der EUSALP einsetzen [27]. Die Ziele der Alpenkonvention und die ihrer Protokolle und Erklärungen [28, 29, 30] sind entsprechend vollständig in nationale Pläne und Programme zu übernehmen und zu konkretisieren [vgl. 3].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1.2. Die derzeitige Gebietskulisse zum Schutz von Lebensräumen und Arten deckt die aus Naturschutzsicht schutzwürdigen Teile der Alpen nicht vollständig ab [31]; daher sind im deutschen Anteil des Perimeters der Alpenkonvention zusätzliche Natura-2000-Gebiete und Naturschutzgebiete, mindestens ein strenges Naturreservat (IUCN-Kategorie Ia) oder Wildnisgebiet (IUCN-Kategorie Ib) sowie mindestens ein weiterer Alpen-Nationalpark und ein Biosphärengebiet auszuweisen (auch unter Berücksichtigung von infolge des Klimawandels stattfindenden bzw. zu erwartenden Arealverschiebungen von Arten) und zudem wichtige Wanderachsen zwischen Schutzgebieten bzw. für den Biotopverbund geeignete Flächen unter Schutz zu stellen, eigentumsrechtlich zu sichern und ggf. zu renaturieren [vgl. 3, 21, 22, 23, 31, 32]. Letzteres ist vor allem für die verbliebenen und ehemaligen Wildflusslandschaften sowie alpinen Moore anzustreben. Die Kernlebensräume störungsempfindlicher Tierarten (v. a. Haarwild, Greifvögel und Raufußhühner) sind als Ruhezonen mit entsprechenden gesetzlichen Regelungen und Sanktionsmöglichkeiten für Verstöße auszuweisen [vgl. 33].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1.3. Durch den fortwährenden Strukturwandel in der Landwirtschaft kommt es zum Rückzug der Grünlandnutzung in alpinen „Ungunstlagen“ (ertragsarme, steile und / oder hoch gelegene Standorte), während die Nutzung in „Gunstlagen“ (ertragreiche Standorte) tendenziell intensiviert wird [9]. Beides führt zum Verlust naturschutzfachlich wertvoller Offenland-Lebensräume und ihrer daran gebundenen Flora und Fauna. Daher kommt der finanziellen Förderung der Almbewirtschaftung nach naturschutzfachlichen Kriterien, inklusive aktiver Behirtung und Weideführung, eine wichtige Bedeutung zu [vgl. 4 und 29: Protokolle „Berglandwirtschaft“ sowie „Naturschutz und Landschaftspflege“ der Alpenkonvention]. Es gilt daher, einen möglichst großen Anteil der zahlreichen zugewachsenen Almen wieder beweidbar zu machen und ihre Offenhaltung dauerhaft zu sichern und außerdem überall, wo es aus naturschutzfachlicher Sicht sinnvoll ist und Schutzfunktionen des Waldes nicht beeinträchtigt werden, die bedrohte Nutzungsform Waldweide zu stärken [vgl. 34, 35].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1.4. Um innerhalb der Schutzgebietskulisse eine hohe Qualität der Ökosysteme und des Schutzstatus zu erreichen sowie dauerhaft und ohne Abstriche zu gewährleisten, müssen auf mehreren Ebenen folgende Maßnahmen konsequent umgesetzt werden:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1.4.1. Die Wissenslücken über die biologische Ausstattung sind durch entsprechende Kartierungen zu schließen und der Zustand der biologischen Vielfalt in einem mehrjährigen Intervall regelmäßig zu erfassen. Zudem ist es wichtig, die Auswirkungen von verschiedenen Arten der Freizeitnutzung und des Sports (insbesondere neu aufgekommene Trends) sowie des Klimawandels auf sensible Arten detailliert zu untersuchen, um auf solider Datengrundlage Schutzmaßnahmen ableiten zu können [vgl. 18, 23, 29: Protokoll „Naturschutz und Landschaftspflege“ der Alpenkonvention; 33].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1.4.2. Vorliegende naturschutzfachliche Planungen (z. B. Management- sowie Pflege- und Entwicklungspläne) und Programme (Artenhilfsprogramme, Arten- und Biotopschutzprogramm Bayern) sind zeitnah umzusetzen und auf Basis neu gewonnener Daten und Erfahrungen regelmäßig zu aktualisieren [vgl. 3].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1.4.3. Dem stark gestiegenen und weiter steigenden Nutzungsdruck für Freizeit, Sport und Erholung (an Land, auf Gewässern und in der Luft) muss mit Lenkungskonzepten bzw. Nutzungsvereinbarungen sowie personellem Ausbau, Entfristung und Verstärkung der Schutzgebietsbetreuung / Ranger*innen begegnet werden [vgl. 3, 18, 33, 36]. Wo es die Sensibilität der zu schützenden Lebensräume und Arten erfordert, sind bestimmte Nutzungsformen auch per Verordnung zeitlich und räumlich rechtlich wirksam einzuschränken oder komplett zu verbieten [vgl. 29: Protokoll „Tourismus“ der Alpenkonvention; 33]. Insbesondere in sensiblen Gebieten, in denen die Tragekapazität durch den Andrang der Besucher*innen mehrfach im Jahr ausgereizt oder überschritten wird und sanfte Lenkungskonzepte (Wegbegrenzung, Hinweisschilder, persönliche Aufklärung und Sensibilisierung durch Gebietsbetreuung, „Nudging“ etc.) mehrheitlich ignoriert und willentlich missachtet werden, müssen zusätzlich konsequente und wirksame Gegenmaßnahmen (z. B. Beschränkung der Personenanzahl pro Zeiteinheit oder monetäre Zugangshürden, Kameraüberwachung) ergriffen werden, um nachhaltige Störungen, Beeinträchtigungen und Zerstörungen der Schutzgüter zu unterbinden [vgl. 37, 38, 39, 40, 41]. Vor allem derartig schwere Fälle verdeutlichen die Notwendigkeit, die Vollzugsdefizite im hoheitlichen Naturschutz zügig zu beheben: In solchen übernutzten sensiblen Gebieten sind Verstöße gegen Schutzgebietsverordnungen sowie das allgemeine Naturschutz-, Artenschutz-, Tierschutz-, Jagd- und Umweltschadensrecht konsequent und ausnahmslos polizeilich und gerichtlich zu verfolgen, wofür entsprechende spezielle hauptamtliche Stellen sowie Einheiten / Strukturen zu schaffen sind. Zur Erhöhung der Abschreckungswirkung sind die Bußgeldsätze und Strafmaße entsprechend deutlich anzuheben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2. Raumplanung: Eine konsequente Berücksichtigung von Naturschutzinteressen bei der alpinen Raumplanung, insbesondere hinsichtlich der Infrastruktur zur Energieerzeugung und zum Schutz vor Naturgefahren </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>2.1. Die alpine Raumplanung muss einem Gesamtkonzept auf wissenschaftlichen, objektiven Grundsätzen folgen (vgl. Europäische Alpenstrategie). Dabei müssen Naturschutzinteressen an erster Stelle berücksichtigt werden und sind im Rahmen von Abwägungen hoch zu gewichten, denn die alpine Naturlandschaft ist weder kompensierbar noch erneuerbar [vgl. 9]. Die vielfach bestehenden Defizite bei der Überwachung naturschutzfachlicher Auflagen in Genehmigungsbescheiden einzelner Projekte und Maßnahmen sind durch entsprechende Ressourcen in den zuständigen Behörden (Personalstärke und Fachkompetenz) zu beheben [vgl. 3, 33].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>2.2. Nutzbarer Boden in den Alpen ist, bedingt durch die Topografie, mehr noch als in den tieferen Lagen ein kostbares Gut. Flächenverbrauch bzw. Bodenversieglung sind daher sowohl auf lokaler als auch auf regionaler Ebene durch rechtlich verankerte quantitative Vorgaben zu begrenzen sowie auch durch eine Priorisierung der Nutzungen nach qualitativen Aspekten („Bodenfunktionen“) räumlich zu steuern und zu minimieren. Die Umsetzung Flächen sparender Ansätze ist durch Anreize bzw. bessere rechtliche Rahmenbedingungen zu fördern [vgl. 29: Protokoll „Bodenschutz“ der Alpenkonvention; 42, 43].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>2.3. Die Errichtung von Wasserkraft- und Pumpspeicherkraftanlagen im Alpenraum ist vom überwiegenden öffentlichen Interesse auszunehmen. Die letzten verbliebenen Abschnitte von alpinen Wildflüssen sind unbedingt zu erhalten und vor Beeinträchtigungen durch Wasserkraftwerke und Ausleitungen für sonstige Zwecke zu bewahren bzw. zu renaturieren. Bei Ausleitungskraftwerken muss so viel Wasser im Fluss verbleiben, dass der gute ökologische Zustand des Gewässers erhalten oder erreicht wird. Neue Pumpspeicherkraftwerke in den Alpen sollten nur dort zulässig sein, wo bestehenden Stauseen genutzt werden können. Querungsbauwerke und andere Barrieren der Gewässerdurchgängigkeit, die keinen Zweck mehr erfüllen, sind rückzubauen [vgl. 44, 45].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>2.4. Zum Schutz vor alpinen Naturgefahren sind nach Möglichkeit naturbasierte Lösungen technischen Lösungen vorzuziehen. Um steigenden Risiken durch Massenbewegungen und Lawinen vorzubeugen, sollten die in den Waldfunktionsplänen als Boden- und Lawinenschutzwald ausgewiesenen Bereiche vollständig in die Zone C des „Bayerischen Alpenplans“ aufgenommen werden [vgl. 5].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3. Belastungen durch Tourismus, Sport und Freizeit verringern, Eingriffe für deren Infrastruktur verhindern </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3.1. Das Kapital des Tourismus in den Alpen ist die intakte und unzerschnittene Natur- und Kulturlandschaft. Der klimabedingte Anstieg der Schneefallgrenze und die verminderte Schneesicherheit dürfen nicht dazu führen, dass weitere Gletscher und noch unberührte Landschaftskammern mit neuen Wintersportgebieten erschlossen und für den Tourismus intensiv genutzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3.2. Die NAJU fordert vielmehr, Förderprogramme für Gemeinden und Regionen überwiegend anhand von Kriterien für – vor allem im ökologischen Sinne – nachhaltigen und sanften Tourismus umzugestalten und umweltschädliche Subventionen, z. B. für Skilifte und die Pisten-Beschneiung einzustellen [vgl. 11]. Überwiegend auf schneegebundenen Wintertourismus ausgerichtete Gemeinden, in denen der Weiterbetrieb der Wintersport-Infrastruktur ohne Subventionen und ohne Pistenbeschneiung im Zuge der Klimaerwärmung unrentabel ist oder dies absehbar wird, sind bei der Transformation zu sanften, Natur schonenden Tourismusangeboten (z. B. als zertifiziertes Bergsteigerdorf oder Mitglied im Netzwerk „Alpine Pearls“) zu unterstützen [vgl. 46]. Stillgelegte touristische Infrastrukturen sind zurückzubauen und zu entsiegeln, wo eine Umnutzung nicht möglich oder erwünscht ist [vgl. 9 und 29: Protokoll „Tourismus“ der Alpenkonvention].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>4. Mobilitätswende: Belastungen durch motorisierten Individualverkehr und Gütertransport im Rahmen einer konsequenten Verkehrswende verringern und ÖV-Angebot ausbauen </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>4.1. Um den Trend der zunehmenden Belastung durch den motorisierten Individualverkehr und Gütertransport in den Alpen zu stoppen und besser noch umzukehren, ist eine konsequente Mobilitätswende dringend erforderlich: Konzepte bzw. rechtliche bindende Abkommen zur Reduktion und Verlagerung auf umweltverträgliche Verkehrsträger sowie zur Dekarbonisierung [15 und 29: Protokoll „Verkehr“ der Alpenkonvention] sind umzusetzen und weiterzuentwickeln und Fachplanungen (z. B. der Bundesverkehrswegeplan) nach diesen auszurichten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>4.2. Infrastruktur und Transportangebot des Öffentlichen Personennahverkehrs und -fernverkehrs sowie Ausstattung und Beförderungskapazität der Fahrzeuge sind auszubauen bzw. zu verbessern und besser sowohl an die Bedürfnisse der einheimischen Bevölkerung als auch der Gäste anzupassen. Wo ein Ausbau nicht zielführend ist, sollen bedarfsgerechte „On-Demand“-Beförderungsmodelle wie Rufbusse angeboten werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>4.3. Zudem braucht es (mehr) attraktive grenz- / verbundübergreifende Ticket-Angebote für junge Menschen, mit denen bestenfalls im gesamten Alpenraum alle Bahnen und Busse genutzt werden können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5. Strategie für klimaneutrale und klimaresiliente Alpen konkretisieren und umsetzen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>5.1. Um die Treibhausgasemissionen im Alpenraum entsprechend den rechtlich verbindlichen Reduktionszielen bis 2050 zu verringern, sind in allen Sektoren Maßnahmen zur Energieeinsparung und Transformation hin zur Klimaneutralität erforderlich [vgl. 49], wobei diese jedoch nicht gegen Ziele des Naturschutzes ausgespielt werden dürfen (siehe Nr. 1 und 2). Um unerwünschte Auswirkungen auf empfindliche Alpenlandschaften und deren biologische Vielfalt zu vermeiden, sind somit eine gute Abstimmung und eine sorgfältige Abwägung von Zielkonflikten erforderlich [vgl. 50].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>5.2. Zugleich müssen die Risiken und Folgen des Klimawandels bei langfristigen Entscheidungen mitberücksichtigt werden, um die negativen Auswirkungen auf die Ökosysteme, die Gemeinschaften und die lokale und regionale Wirtschaft so gering wie möglich zu halten [49].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Zitierte Quellen: </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[1] Generaldirektion Umwelt der Europäische Kommission (2010): Natura 2000 in der alpinen Region. Herausgegeben vom Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften, Luxemburg, 16 S. URL: <a href="https://op.europa.eu/de/publication-detail/-/publication/9a738f76-c937-478d-b720-1562a53385e4">https://op.europa.eu/de/publication-detail/-/publication/9a738f76-c937-478d-b720-1562a53385e4</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[2] Ozenda, P., &amp; Borel, J. (2003): The Alpine Vegetation of the Alps. In: Nagy, L., Grabherr, G., Körner, C., &amp; Thompson, D. B. (Hrsg., 2012): Alpine biodiversity in Europe. Ecological studies 167: 53 – 64. Springer, Berlin.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[3] Wessely, H. &amp; Güthler, A. (2015): Alpenpolitik in Deutschland – Anspruch und Realität. Im Auftrag des Bundes Naturschutz in Bayern e.V., Nürnberg. Bund Naturschutz Forschung, Heft 8, 151 S. URL: <a href="https://www.bund-naturschutz.de/fileadmin/Bilder_und_Dokumente/Themen/Alpen/BN_Forschung_Alpenpolitik_in_Deutschland.pdf">https://www.bund-naturschutz.de/fileadmin/Bilder_und_Dokumente/Themen/Alpen/BN_Forschung_Alpenpol-de/fileadmin/Bilder_und_Dokumente/Themen/Alpen/BN_Forschung_Alpenpolde/fileadmin-/Bilder_und_Dokumente/Themen/Alpen/BN_Forschung_Alpenpolde/fileadmin/Bilder_und_-Dokumente/Themen/Alpen/BN_Forschung_Alpenpolde/fileadmin/Bilder_und_Dokumente/Th-emen/Alpen/BN_Forschung_Alpenpolde/fileadmin/Bilder_und_Dokumente/Themen/Alpen/B-N_Forschung_Alpenpolitik_in_Deutschland.pdf</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[4] Ringler, A. (2010): Nagoya Alpin – Biodiversitätsimpulse für die Alpen. Konsequenzen aus der Nagoya-Weltkonferenz und EU-Biodiversitätsstrategie. Jahrbuch des Vereins zum Schutz der Bergwelt (74/75): 71 – 210.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[5] Mayer, M., Strubelt, N., Kraus, F. &amp; Job, H. (2017): Der bayerische „Alpenplan“ – viele Stärken und wenige Schwächen – Jahrbuch des Vereins zum Schutz der Bergwelt (81/82): 177 – 218.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[6] Marzelli, S., Riedel, M., Savaşçı, G., Neumann, C. &amp; Szücs, L. (2018): Ökosystemleistungen – Ein Konzept für den Alpenraum. Studie im Rahmen des INTERREG-Projekts „Alpine Space – AlpES“. München, 51 S. URL: <a href="https://www.alpine-space.eu/wpcontent/uploads/2022/09/Alpine_ecosystem_services_concept.zip">https://www.alpine-space.eu/wpcontent/uploads/2022/09/Alpine_ecosystem_services_-eu/wpcontent/uploads/2022/09/Alpine_ecosystem_services_eu/wpcontent/uploads/2022-/09/Alpine_ecosystem_services_eu/wpcontent/uploads/2022/09/Alpine_ecosystem_serv-ices_eu/wpcontent/uploads/2022/09/Alpine_ecosystem_services_eu/wpcontent/uploads-/2022/09/Alpine_ecosystem_services_concept.zip</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[7] Bragin, L., &amp; Spiegel, L. (2021): Das Alpenbuch. Zahlen, Fakten und Geschichten in über 1000 Infografiken, Karten und Illustrationen. Marmota Maps, Hamburg, 290 S.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[8] Bätzing, W. (2017): Die Alpen – tiefgreifende Nutzungsveränderungen als Herausforderung für den Naturschutz. Natur und Landschaft 92(9/10), 389 – 406.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[9] Ringler, A. (2017): Skigebiete der Alpen: landschaftsökologische Bilanz, Perspektiven für die Renaturierung. Jahrbuch des Vereins zum Schutz der Bergwelt (81/82): 29 – 130.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[10] de Jong, C. (2020): Umweltauswirkungen der Kunstschneeproduktion in den Skigebieten der Alpen. Geographische Rundschau 72(6): 34 – 39.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[11] Hamberger, S. &amp; Doering, A. (2015): Der gekaufte Winter – Eine Bilanz der künstlichen Beschneiung in den Alpen. Gesellschaft für ökologische Forschung und BUND Naturschutz in Bayern, 123 S. URL: <a href="https://www.oekologische-forschung.de/veroeffentlichungen/paper/dergekaufte-winter/">https://www.oekologische-forschung.de/veroeffentlichungen/paper/dergekaufte-winter/</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[12] Roth, R., Schiefer, D., Siller, H. J., Beyer, J., Fehringer, A., Bosio, B., Pechlaner, H., Volgger, M. &amp; Erschbamer, G. (2016): The future of winter travelling in the Alps – Executive summary. Studie erarbeitet durch MCI Tourismus, Deutscher Sporthochschule Köln und EURAC Research im Auftrag von Future Mountain International. Innsbruck, 11 S. URL: <a href="https://www.researchgate.net/publication/340384893_The_Future_of_Winter_Travelling_in_the">https://www.researchgate.net/publication/340384893_The_Future_of_Winter_Travelli-net/publication/340384893_The_Future_of_Winter_Travellinet/publication/340384893-_The_Future_of_Winter_Travellinet/publication/340384893_The_Future_of_Winter_Tra-vellinet/publication/340384893_The_Future_of_Winter_Travellinet/publication/3403-84893_The_Future_of_Winter_Travelling_in_the</a> _Alps [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[13] Abegg, B. (2011): Tourismus im Klimawandel: Ein Hintergrundbericht der CIPRA. CIPRA compact No. 08/2011. Schaan, 32 S. URL: <a href="https://www.cipra.org/de/publikationen/4606">https://www.cipra.org/de/publikationen/4606</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[14] Puwein, W. (2007): Der alpenquerende Transitverkehr-das Problem und die Lösungsversuche. Zeitschrift für Verkehrswissenschaft, 68(1): 35 – 57. 11</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[15] Generaldirektion Mobilität und Verkehr (GD MOVE) der Europäischen Kommission &amp; Schweizerisches Bundesamt für Verkehr (Hrsg., 2024): Observation et analyse des flux de transports de marchandises transalpins. Rapport annuel 2023. 77 S. + Anhang. URL: <a href="https://www.bav.admin.ch/dam/bav/de/dokumente/themen/verlagerung/alpenobservatorium-2023.pdf.download.pdf/RA_2023_V2_0.pdf">https://www.bav.admin.ch/dam/bav/de/dokumente/themen/verlagerung/alpenobservator-ch/dam/bav/de/dokumente/themen/verlagerung/alpenobservatorch/dam/bav/de/dokument-e/themen/verlagerung/alpenobservatorch/dam/bav/de/dokumente/themen/verlagerung/a-lpenobservatorch/dam/bav/de/dokumente/themen/verlagerung/alpenobservatorch/dam/b-av/de/dokumente/themen/verlagerung/alpenobservatorium-2023.pdf.download.pdf/RA_2023_V2_0.pdf</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[16] Paul, I. (Hrsg., 2004): Freizeitaktivitäten im Lebensraum der Alpentiere – Konfliktbereiche zwischen Mensch und Tier. Mit einem Ratgeber für die Praxis. Haupt, Bern, 516 S.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[17] Thiel, D., Ménoni, E., Brenot, J.-F. &amp; Jenni, L. (2007): Effects of recreation and hunting on flushing distance of Capercaillie. Journal of Wildlife Management 71 (6): 1784 – 1792.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[18] Cremer-Schulte, D., Rehnus, M., Duparc, A., Perrin-Malterre, C. &amp; Arneodo, L. (2017): Wildlife disturbance and winter recreational activities in Alpine protected areas: recommendations for successful management. eco. mont-Journal on Protected Mountain Areas Research 9(2): 66 – 73.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[19] Muhar, S., Schinegger, R., Fleck, S., Schülting,L., Preis, S., Trautwein, C., Schmutz, S. (2013): Scientific foundations for identifying ecologically sensitive river stretches in the Alpine Arc. Studie im Auftrag von MAVA und WWF im Rahmen des Projekts „Save the Alpine Rivers“. Wien, 67 S.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[20] Task Force Schutzgebiete des Ständigen Sekretariats der Alpenkonvention (Hrsg., 2007): Die Alpen unter Druck. Vorbeugung und Anpassung der alpinen Schutzgebiete an den Klimawandel. Chambery, 12 S. URL: <a href="https://www.alparc.org/alpineresources/brochureclimatde">https://www.alparc.org/alpineresources/brochureclimatde</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[21] Erschbamer B. (2006): Klimawandel – Risiko für alpine Pflanzen? In: alpine space – man &amp; environment, vol. 1. Die Alpen im Jahr 2020: 15 – 22.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[22] Spehn, E. &amp; Körner, C. (2017): Auswirkungen des Klimawandels auf die Natur in den Alpen. Natur und Landschaft (9/10): 407 – 411.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[23] Streitberger, M., Ackermann, W., Fartmann, T., Kriegel, G., Ruff, A., Balzer, S., &amp; Nehring, S. (2017): Eckpunkte eines Handlungskonzepts für den Artenschutz in Deutschland unter Klimawandel: Zusammenfassung der Ergebnisse aus dem F+ E-Vorhaben „Strategie und Handlungskonzept für den Artenschutz in Deutschland unter Klimawandel“ (FKZ 3513 86 0800). BfN-Skripten 466: 1 – 71.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[24] Engler, R., Randin, C., Thuiller, W., Dullinger, S., Zimmermann, N., Araújo, M.B., Pearman, P., Le Lay, G., Piedallu, C., Albert, C., Choler, P., Coldea, G., De Lamo, X., Dirnböck, T., Gégout, J.-C., Gómez-García, D., Grytnes, J.-A., Heegaard, E., Høistad, F., Nogués-Bravo, D., Normand, S., Puşcaş, M., Sebastià, M.-T., Stanisci, A., Theurillat, J.-P., Trivedi, M., Vittoz, P. &amp; Guisan, A. (2011): 21st century climate change threatens mountain flora unequally across Europe. Global Change Biology 17 (7): 2330 – 2341.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[25] Jugendbeteiligung an der Europäische Strategie für den Alpenraum. URL: <a href="https://alpineregion.eu/alpine-youth/the-journey">https://alpineregion.eu/alpine-youth/the-journey</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[26] Verordnung über den Teilabschnitt „Erholungslandschaft Alpen“ des Landesentwicklungsprogramms vom 22.August 1972. Bayerisches Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 17/1972: 324 – 327.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[27] COM/2015/0366 final: Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen zu einer Strategie der Europäischen Union für den Alpenraum vom 28.07.2015. URL: <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/ALL/?uri=CELEX:52015DC0366">https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/ALL/?uri=CELEX:52015DC0366</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[28] Gesetz zu dem Übereinkommen vom 7. November 1991 zum Schutz der Alpen (Alpenkonvention) vom 29. September 1994. BGBl. 1994, Teil. II, Nr. 46 vom 08.10.1994: 2538 – 2564, in Kraft getreten am 06.03.1995.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[29] Gesetz zu den Protokollen zum Übereinkommen vom 7. November 1991 zum Schutz der Alpen (Alpenkonvention) vom 16. August 2002, BGBl. 2002, Teil II, Nr. 30: 1785 – 1864, in Kraft getreten am 18.12.2002. Protokolle zur Durchführung der Alpenkonvention von 1991 in den Bereichen − Raumplanung und nachhaltige Entwicklung − Naturschutz und Landschaftspflege − Berglandwirtschaft − Bergwald − Tourismus − Energie − Bodenschutz − Verkehr.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[30] Ständiges Sekretariat der Alpenkonvention (2018): Alpenkonvention – Textsammlung. Alpensignale – Serie 1, Innsbruck, 192 S. URL: <a href="https://www.alpconv.org/fileadmin/user_upload/Publications/AS/AS1_v3_DE.pdf">https://www.alpconv.org/fileadmin/user_upload/Publications/AS/AS1_v3_DE.pdf</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[31] Broggi, M. F., Jungmeier, M., Plassmann, G., Solar, M., &amp; Scherfose, V. (2017): Die Schutzgebiete im Alpenbogen und ihre Lücken. Natur und Landschaft 92(9/10): 432 – 439.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[32] Rosenthal, G., Mengel, A., Reif, A., Opitz, S., Schoof, N., Reppin, N. &amp; Gärtner, S. (2015): Umsetzung des 2-%-Ziels für Wildnisgebiete aus der Nationalen Biodiversitätsstrategie: Abschlussbericht des gleichnamigen F+ E-Vorhabens (FKZ 3512 85 0300 unter Integration von Zusatzauswertungen, FKZ 3515 85 0900). BfN-Skripten 422: 1 – 207. Bundesamt für Naturschutz, Bonn-Bad Godesberg.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[33] Stadler, K. (1996): Naturschutz und Erholung – Rechtsprobleme im Spannungsfeld zwischen Naturschutz und Erholung unter besonderer Berücksichtigung der bayerischen Rechtslage. Schriften zum Umweltrecht (72): 1 – 378 S. Duncker &amp; Humblot, Berlin.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[34] Sachteleben, J. (1995): Waldweide und Naturschutz – Vorschläge für die naturschutzfachliche Beurteilung der Trennung von Wald und Weide im bayerischen Alpenraum. Forstwissenschaftliches Centralblatt 11: 375 – 387.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[35] Königer, J., Schleicher, A. &amp; Mosandl, R. (2005): Die Waldweide im Bergwald des nördlichen Alpenraums: Interessenkonflikte, wissenschaftliche Erkenntnisse und Konfliktlösungsansätze. Jahrbuch des Vereins zum Schutz der Bergwelt 70: 151 – 176.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[36] Immoos, U. &amp; Hunziker, M. (2014): Wirkung von Lenkungsmaßnahmen auf das Verhalten von Freizeitaktiven: Theoretische Erkenntnisse und empirische Untersuchungen am Beispiel des Konflikts zwischen Wintersport und Wildtierschutz. Naturschutz und Landschaftsplanung 46 (1): 5 – 9.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[37] Hutter, L. (2020): Naturpark Ammergauer Alpen wehrt sich gegen Wildcamper – „Es bleibt nichts anderes übrig“. Online-Bericht vom 29. Juni 2020. URL: <a href="https://www.merkur.de/lokales/garmisch-partenkirchen/oberammergau-ort29187/ammertal-naturpark-ammergauer-alpen-camping-wandern-berg-instagram-natur-13812668.html">https://www.merkur.de/lokales/garmisch-partenkirchen/oberammergau-ort29187/ammertal-naturpark-ammergauer-alpen-camping-wandern-berg-instagram-natur-13812668.html</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025]. 13</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[38] Welte, J. &amp; Neumann, M. (2020): Königssee: Traumkulisse als Müllkippe – Zugang zu Instagram-Hotspot soll gesperrt werden – es gab bereits Todesfälle. Online-Bericht vom 7. Juni 2020, aktualisiert am 28. Juli 2020 und am 8. September 2020. URL: <a href="https://www.merkur.de/bayern/koenigssee-instagram-hotspot-wasserfall-influencer-foto-nationalpark-berchtesgaden-bayern-zr-13790172.html">https://www.merkur.de/bayern/koenigssee-instagram-hotspot-wasserfall-influencer-foto-nationalpark-berchtesgaden-bayern-zr-13790172.html</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[39] Masengarb, C. (2020): Am Spitzingsee: Mountainbiker rastet aus – er verprügelt Naturschutz-Beauftragten. Online-Bericht vom 2. Juli 2020. URL: <a href="https://www.merkur.de/lokales/region-miesbach/schliersee-ort29415/mountainbiker-spitzingsee-rotwandgebirge-ausfluegler-naturschutz-bayern-polizei-pruegel-13816597.html">https://www.merkur.de/lokales/region-miesbach/schliersee-ort29415/mountainbiker-spitzingsee-rotwandgebirge-ausfluegler-naturschutz-bayern-polizei-pruegel-13816597.html</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[40] Hank, S. (2020): Alpen-Touristen sorgen für Ärger: Lage droht zu eskalieren – Ranger sollen jetzt hart durchgreifen. Online-Bericht vom 26.10.2020. URL: <a href="https://www.merkur.de/lokales/region-miesbach/miesbach-ort29062/schliersee-tegernsee-alpen-tourismus-eskalation-kontrolle-ranger-aerger-90077745.html">https://www.merkur.de/lokales/region-miesbach/miesbach-ort29062/schliersee-tegernsee-alpen-tourismus-eskalation-kontrolle-ranger-aerger-90077745.html</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[41] Bohrer-Glas, D.; Parschan, A. &amp; Rehm, G. (2023): Sommer in den Bergen – Mangfallgebirge unter Druck. Reportage von BR24live am 29.06.2023 um 11:00 Uhr. URL: <a href="https://www.br.de/nachrichten/bayern/br24live-11-uhr-wandern-im-sommer-mangfallgebirgeunter-druck,TiGpIPL">https://www.br.de/nachrichten/bayern/br24live-11-uhr-wandern-im-sommer-mangfallgebirgeunter-druck,TiGpIPL</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[42] Ständiges Sekretariat der Alpenkonvention (2020): Vertiefte Prüfung des Überprüfungsausschusses der Alpenkonvention zum Thema „Flächensparende Bodennutzung“. Innsbruck, 19 S. URL: <a href="https://www.alpconv.org/de/startseite/news-publikationen/publikationen-multimedia/detail/vertiefte-pruefung-des-ueberpruefungsausschusses-der-alpenkonvention-zum-thema-flaechensparende-bodennutzung/">https://www.alpconv.org/de/startseite/news-publikationen/publikationen-multimedia/detail/vertiefte-pruefung-des-ueberpruefungsausschusses-der-alpenkonvention-zum-thema-flaechensparende-bodennutzung/</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[43] CIPRA International (Hrsg., 2022): Flächen sparen, Boden retten: Was brauchen wir für eine Trendwende im Umgang mit stadtnahen Gebieten? Schaan, 43 S. URL: <a href="https://www.ifuplan.de/aktuelles-neue-broschuere-zum-eureni-projekt-flaechen-sparen-veroeffentlicht/images/ifuplan/referenzen/Eureni_de_Flaechensparen.pdf">https://www.ifuplan.de/aktuelles-neue-broschuere-zum-eureni-projekt-flaechen-sparen-veroeffentlicht/images/ifuplan/referenzen/Eureni_de_Flaechensparen.pdf</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[44] Witty, S. (2013): Naturverträgliche Umsetzung der Energiewende in den bayerischen Alpen. Ein Positionspapier der deutschen Vertretung der Internationalen Alpenschutzkommission e. V. (CIPRA Deutschland). Eching am Ammersee, 20 S. URL: <a href="https://www.cipra.org/de/positionen/119/dateien/1149_de/download?inline=true">https://www.cipra.org/de/positionen/119/dateien/1149_de/download?inline=true</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[45] CIPRA International (Hrsg., 2021): Wasserläufe und Wasserkraft im Alpenraum – CIPRAPosition zur Nutzung der Alpenflüsse für die Wasserkraft. Schaan, 33 S. URL: <a href="https://www.cipra.org/de/positionen/wasserkraft-im-alpenraum/pdf/position-wasserkraft-cipraint-de-2021-korr.pdf">https://www.cipra.org/de/positionen/wasserkraft-im-alpenraum/pdf/position-wasserkraft-cipraint-de-2021-korr.pdf</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[46] Ständiges Sekretariat der Alpenkonvention (2013): Nachhaltiger Tourismus in den Alpen. Alpensignale – Serie 4, Innsbruck, 145 S. URL: <a href="https://www.alpconv.org/de/startseite/news-publikationen/publikationen-multimedia/detail/4-alpenzustandsbericht-nachhaltiger-tourismus-in-den-alpen/">https://www.alpconv.org/de/startseite/news-publikationen/publikationen-multimedia/detail/4-alpenzustandsbericht-nachhaltiger-tourismus-in-den-alpen/</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[47] Fickert, T. (2023): Sport und seine ökologischen Auswirkungen – ein Überblick. In: Gans, P., Horn, M. &amp; Zemann, Ch. (Hrsg.). Sportgeographie: Ökologische, ökonomische und soziale Perspektiven: 83 – 99. Springer Spektrum, Berlin.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[48] de Jong, C. (2023): Umweltauswirkungen von Skigebieten und Olympischen Winterspielen. In: Gans, P., Horn, M. &amp; Zemann, C. (Hrsg.). Sportgeographie: Ökologische, ökonomische und soziale Perspektiven: 101 – 117. Springer Spektrum, Berlin.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[49] Ständiges Sekretariat der Alpenkonvention (Hrsg., 2022): Klimaneutrale und klimaresiliente Alpen 2050 – Deklaration von Innsbruck. Alpines Klimazielsystem 2050. 7. Alpenzustandsbericht „Naturgefahren Risiko-Governance“. Innsbruck, 27 S. URL: [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[50] Ständiges Sekretariat der Alpenkonvention (Hrsg., 2022): MAP – Das mehrjährige Arbeitsprogramm der Alpenkonferenz 2023 – 2030. Innsbruck, 12 S. URL: <a href="https://www.alpconv.org/de/startseite/konvention/mehrjaehriges-arbeitsprogramm/">https://www.alpconv.org/de/startseite/konvention/mehrjaehriges-arbeitsprogramm/</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref1">[1]</a> „Natura 2000“ bezeichnet ein Netzwerk von Schutzgebieten innerhalb der Europäischen Union, das seit 1992 nach den Maßgaben der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und der Vogelschutzrichtlinie eingerichtet worden ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref2">[2]</a> Dazu zählen u. a. Lawinen, Hochwasser in Wildbächen, Muren, Schuttströme, Rutschungen, Steinschlag und Felsstürze.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref3">[3]</a> Bezeichnet hier eine auf eine bestimmte zeitliche Dauer beschränkte wasserrechtliche Zulassung zur Wasserkraftnutzung.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 20 Sep 2025 18:09:02 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A13: NAJU-Grundsatzprogramm | Kapitel Natur- und Umweltschutz | Abschnitt Hochgebirge Alpen</title>
                        <link>https://naju.antragsgruen.de/naju/NAJU-Grundsatzprogramm-Kapitel-Natur-und-Umweltschutz-Abschnitt-H-21937</link>
                        <author>Deli (dort beschlossen am: 20.09.2025)</author>
                        <guid>https://naju.antragsgruen.de/naju/NAJU-Grundsatzprogramm-Kapitel-Natur-und-Umweltschutz-Abschnitt-H-21937</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Alpen sind neben dem Wattenmeer der größte zusammenhängende Naturraum Europas, der verhältnismäßig unzerschnitten und gering beeinflusst ist. Obwohl sie nur 2 % der Fläche des Kontinents bedecken, beherbergen sie rund 40 % der Pflanzen- und Tierarten Europas [1]. Die vielen verschiedenen natürlichen Ökosysteme sowie Landnutzungssysteme im Alpenraum erbringen zahlreiche wertvolle Ökosystemleistungen, aus denen die Gesellschaft allgemein und wirtschaftliche Sektoren großen Nutzen ziehen – nicht nur im Alpenraum und dessen Vorland, sondern weit darüber hinaus [2]. Darunter zählen die Regulierung von Klima und Wasserhaushalt sowie die Bereitstellung von ästhetisch reizvollen Natur- und Kulturlandschaften, die einzigartige Naturerlebnisse ermöglichen und von hohem Wert für menschliche Gesundheit, Wohlbefinden, Erholungs- und Freizeitnutzung sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dieser hohen Bedeutung der Alpen stehen vielfältige, durch menschliche Aktivitäten bedingte, Nutzungsansprüche, Belastungen und Bedrohungen gegenüber. Durch ungezügelten Verbrauch natürlicher Ressourcen und die kontinuierliche Ausweitung der Infrastruktur für Siedlungen, Gewerbe, Tourismus, Energieproduktion und -transport, sowie durch stellenweise maßlose Übernutzung für Tourismus, Freizeit und Sport und nicht zuletzt durch den menschengemachten Klimawandel gehen naturbelassene Landschafts- und Naturräume in den Alpen zusehends und unwiederbringlich verloren oder werden wesentlich beeinträchtigt [3, 4, 5, 6]. Zwar sind deutschlandweit, wie auch alpenweit, immerhin knapp 30 % der Fläche unter gesetzlichen Schutz gestellt, dennoch bilden diese keinen uneingeschränkt sicheren Rückzugsort für die Natur, da auch hier menschliche Aktivitäten stattfinden, die nicht effektiv reguliert sind [7, 8].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>NAJU-Kernforderungen: </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Schutzgebietskulisse: Eine konsequente und kompromisslose Erhaltung und Erweiterung der Schutzgebietskulisse und Gewährleistung einer hohen Schutzqualität</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>- Bestehende gesetzliche Instrumente zum Schutz der Alpen sind ausnahmslos zu beachten und zu erhalten. Die Ziele der Alpenkonvention sowie die ihrer Durchführungsprotokolle und Erklärungen sind vollständig in nationale Pläne und Programme zu übernehmen und darin zu konkretisieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>- Die Lücken in der bestehenden Schutzgebietskulisse sind mit der Sicherung und Unterschutzstellung weiterer naturschutzfachlich wertvoller Gebiete zu schließen, u. a. mit den Kernlebensräumen störungsempfindlicher Tierarten und für den Biotopverbund geeigneten Flächen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>- Dem stark gestiegenen und weiter steigenden Nutzungsdruck für Freizeit, Sport und Erholung (an Land, auf Gewässern und in der Luft) muss mit zielgruppengerechten Sensibilisierungs- und Lenkungskonzepten bzw. Nutzungsvereinbarungen sowie personellem Ausbau, Entfristung und Verstärkung der Schutzgebietsbetreuung begegnet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2. Raumplanung: Eine Priorisierung von Naturschutzinteressen bei der alpinen Raumplanung, insbesondere hinsichtlich der Infrastruktur zur Energieerzeugung und zum Schutz vor Naturgefahren</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>− Die alpine Raumplanung muss einem Gesamtkonzept basierend auf wissenschaftlichen, objektiven Grundsätzen folgen. Dabei müssen Naturschutzinteressen an erster Stelle berücksichtigt werden und sind im Rahmen von Abwägungen hoch zu gewichten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>− Der Flächenverbrauch ist sowohl auf lokaler als auch auf regionaler Ebene durch rechtlich verankerte, quantitative Vorgaben zu begrenzen und die Umsetzung flächensparender Ansätze durch Anreize bzw. bessere rechtliche Rahmenbedingungen zu fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>− Die letzten verbliebenen Abschnitte von alpinen Wildflüssen sind unbedingt zu erhalten und vor Beeinträchtigungen durch Wasserkraftwerke und Ausleitungen für sonstige Zwecke zu bewahren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3. Belastungen durch Tourismus, Sport und Freizeit verringern, umweltschädliche Eingriffe für deren Infrastruktur verhindern </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>− Der klimabedingte Anstieg der Schneefallgrenze und die verminderte Schneesicherheit dürfen nicht dazu führen, dass weitere Gletscher und noch unberührte Landschaftskammern als neue Wintersportgebiete erschlossen und für den Tourismus intensiv genutzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>− Förderprogramme für Gemeinden und Regionen sind überwiegend anhand von Kriterien für, vor allem im ökologischen Sinne, nachhaltigen und sanften Tourismus umzugestalten, dabei sind insbesondere umweltschädliche Subventionen für, z. B. für Skilifte und die Pisten-Beschneiung einzustellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>4. Mobilitätswende: Belastungen durch motorisierten Individualverkehr und Gütertransport im Rahmen einer konsequenten Verkehrswende verringern und ÖV-Angebot ausbauen </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um den Trend der zunehmenden Belastung durch den motorisierten Individualverkehr und Gütertransport in den Alpen zu stoppen und besser noch umzukehren, ist eine konsequente Mobilitätswende dringend erforderlich. Infrastruktur, Transportangebot und -kapazität des öffentlichen Personennah- und -fernverkehrs im Alpenraum sind zu verbessern und entsprechend den Mobilitätsbedürfnissen von ansässiger Bevölkerung und von Gästen auszubauen. Insbesondere für junge Menschen sind attraktive grenz- / verbundübergreifende Ticket-Angebote zu schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5. Strategie für klimaneutrale und klimaresiliente Alpen konkretisieren und umsetzen </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zur Erreichung der rechtlich verbindlichen Emissionsreduktionsziele bis 2050 sind in allen Sektoren des Alpenraums Maßnahmen zur Energieeinsparung und Transformation hin zur Klimaneutralität nötig, wobei diese jedoch nicht gegen Ziele des Naturschutzes ausgespielt werden dürfen und somit gute Abstimmung und eine sorgfältige Abwägung von Zielkonflikten erforderlich sind. Zudem sind in allen Sektoren die Risiken und Folgen des Klimawandels bei langfristigen Entscheidungen mitzuberücksichtigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Zitierte Quellen: </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[1] Generaldirektion Umwelt der Europäische Kommission (2010): Natura 2000 in der alpinen Region. Herausgegeben vom Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften, Luxemburg, 16 S. URL: <a href="https://op.europa.eu/de/publication-detail/-/publication/9a738f76-">https://op.europa.eu/de/publication-detail/-/publication/9a738f76-</a> c937-478d-b720-1562a53385e4 [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[2] Marzelli, S., Riedel, M., Savaşçı, G., Neumann, C. &amp; Szücs, L. (2018): Ökosystemleistungen – Ein Konzept für den Alpenraum. Studie im Rahmen des INTERREG-Projekts „Alpine Space – AlpES“. München, 51 S. URL: <a href="https://www.alpine-space.eu/wp-content/uploads/2022/09/Alpine_ecosystem_services_concept.zip">https://www.alpine-space.eu/wp-content/uploads/2022/09/Alpine_ecosystem_services_concept.zip</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[3] Wessely, H. &amp; Güthler, A. (2015): Alpenpolitik in Deutschland – Anspruch und Realität. Im Auftrag des Bundes Naturschutz in Bayern e.V., Nürnberg. Bund Naturschutz Forschung, Heft 8, 151 S. URL: <a href="https://www.bund-naturschutz.de/fileadmin/Bilder_und_Dokumente/Themen/Alpen/BN_For">https://www.bund-naturschutz.de/fileadmin/Bilder_und_Dokumente/Themen/Alpen/BN_For</a> schung_Alpenpolitik_in_Deutschland.pdf [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[4] Ringler, A. (2017): Skigebiete der Alpen: landschaftsökologische Bilanz, Perspektiven für die Renaturierung. Jahrbuch des Vereins zum Schutz der Bergwelt (81/82): 29 – 130.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[5] Paul, I. (Hrsg., 2004): Freizeitaktivitäten im Lebensraum der Alpentiere – Konfliktbereiche zwischen Mensch und Tier. Mit einem Ratgeber für die Praxis. Haupt, Bern, 516 S.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[6] Spehn, E. &amp; Körner, C. (2017): Auswirkungen des Klimawandels auf die Natur in den Alpen. Natur und Landschaft (9/10): 407 – 411.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[7] Broggi, M., Jungmeier, M., Plassmann, G., Solar, M. &amp; Scherfose, V. (2017): Die Schutzgebiete im Alpenbogen und ihre Lücken. Natur und Landschaft 92 (9/10): 432 – 439.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[8] Stadler, K. (1996): Naturschutz und Erholung – Rechtsprobleme im Spannungsfeld zwischen Naturschutz und Erholung unter besonderer Berücksichtigung der bayerischen Rechtslage. Schriften zum Umweltrecht (72): 1 – 378 S. Duncker &amp; Humblot, Berlin.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 20 Sep 2025 18:08:30 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A10: Positionspapier der NAJU zum Schutz der Alpen</title>
                        <link>https://naju.antragsgruen.de/naju/motion/55561</link>
                        <author>Deli (dort beschlossen am: 20.09.2025)</author>
                        <guid>https://naju.antragsgruen.de/naju/motion/55561</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Positionspapier der NAJU zum Schutz der Alpen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Alpen sind neben dem Wattenmeer der größte zusammenhängende Naturraum Europas, der verhältnismäßig unzerschnitten und gering beeinflusst ist. Obwohl sie nur 2 % der Fläche des Kontinents bedecken, beherbergen sie rund 40 % der Pflanzen- und Tierarten Europas [1]. Darunter sind viele an die Standortbedingungen im Hochgebirge speziell angepasste Arten. Mindestens 450 Pflanzenarten und noch viel mehr Tierarten sind sogar (sub)endemisch, d. h. sie kommen (fast) ausschließlich in den Alpen vor [2], was die europaweite Bedeutung der Alpen für die biologische Vielfalt unterstreicht [4]. Rund ein Drittel des deutschen Anteils der Alpen steht in Form von sogenannten Natura-2000-Gebieten<a href="#_ftn1">[1]</a> unter europarechtlichem Schutz. Die Zone „C“ des „Bayerischen Alpenplans“, ein seit 1972 gültiges landesplanerisches Instrument, umfasst etwa 43 % des deutschen Alpenanteils und schützt somit zusätzliche 10 % Fläche vor Eingriffen durch u. a. Bauvorhaben [5].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die vielen verschiedenen natürlichen Ökosysteme sowie Landnutzungssysteme im Alpenraum erbringen zahlreiche wertvolle Ökosystemleistungen, darunter die Regulierung von Klima und Wasserhaushalt, die Bindung von Kohlendioxid in Böden, Mooren und Wäldern, der Schutz vor alpinen Naturgefahren<a href="#_ftn2">[2]</a> und die Bereitstellung von natürlichen Ressourcen wie Holz und hochwertigem Trinkwasser. Was die Alpen jedoch zu einem der bekanntesten Gebirge der Welt macht, sind ihre zugänglichen und ästhetisch reizvollen Natur- und Kulturlandschaften, die einzigartige Naturerlebnisse ermöglichen und von hohem Wert für menschliche Gesundheit, Wohlbefinden, Erholungs- und Freizeitnutzung sind – die Basis für vielfältige Tourismusangebote. Aus den Ökosystemleistungen ziehen sowohl die Gesellschaft allgemein als auch unterschiedliche wirtschaftliche Sektoren wie Tourismus, Forst- und Landwirtschaft sowie Energie und Transport Nutzen, und das nicht nur im Alpenraum und dessen Vorland, sondern auch in weit entfernten Regionen in Europa [6].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der hohen Bedeutung der Alpen für den Naturschutz und für die natürlichen Ressourcenkreisläufe stehen vielfältige, durch menschliche Aktivitäten bedingte Nutzungsansprüche, Belastungen und Bedrohungen gegenüber: Durch die kontinuierliche Ausweitung von Verkehrswegen, Siedlungs- und Gewerbegebieten sowie von großtechnischer Infrastruktur für Tourismus, Energieproduktion und - transport und durch ungezügelten Verbrauch natürlicher Ressourcen gehen naturbelassene Landschafts- und Naturräume zusehends und unwiederbringlich verloren oder werden wesentlich beeinträchtigt. Folgende Zahlen und Fakten zur Verdeutlichung:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Bevölkerungszahl im Alpenraum hat sich seit 1900 von 8,5 Millionen auf aktuell rund 14 Millionen vergrößert, dazu kommen jährlich rund 95 Millionen Mehrtagesgäste und 60 Millionen Tagesgäste für Erholung, Freizeit und Sport hinzu [7]. Entsprechend ist seit vielen Jahren ein unstillbarer Hunger nach bebaubarer Fläche zur Errichtung von Wohnraum, Gewerbebauten, Infrastruktur- sowie Ver- und Entsorgungsanlagen festzustellen [vgl. 8].</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Mindestens 3,5 % der Gebirgsfläche der Alpen sind in Wintersportgebiete umgewandelt worden [9]. Der schneegebundene Tourismus bzw. Sport erzeugt besonders große Eingriffe in und Belastungen für die Natur, u. a. durch den Bau und die Präparierung von Pisten (Geländeanpassungen und Beschneiung), sowie die Einrichtung der zugehörigen Infrastruktur (z. B. Speicherteiche, Leitungen, Aufstiegshilfen sowie Lawinenschutz) [vgl. 10]. Obendrein verschlingt der Betrieb Unmengen an Ressourcen: Alpenweit sind derzeit mehr als 80.000 Schneekanonen in Betrieb und beschneien knapp 100.000 Hektar Skipisten. Der jährliche Wasserverbrauch liegt bei rund 280 Millionen Kubikmetern, was der dreifachen Menge von München entspricht; und der Stromverbrauch erreicht rund 2.100 Gigawattstunden, so viel wie 500.000 Haushalte jährlich verbrauchen [11]. Damit sind die Alpen das am dichtesten erschlossene Gebirge der Welt, auf das mit jährlich rund 158 Mio. Skifahrtagen 45 Prozent des weltweiten Anteils am Skisport entfallen [12].</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Der Wintermassentourismus hat darüber hinaus einen wesentlichen Anteil an der Verkehrsproblematik: Denn eine Besonderheit der Alpenregion ist das hohe Aufkommen im Freizeit- und Reiseverkehr, das in den Hauptferienzeiten regelmäßig zu Verkehrsüberlastungen und Staus führt. Durchschnittlich 84 Prozent der Urlaubsreisen in die Alpen werden mit dem Auto unternommen [13]. Obendrein kommt der alpenquerende Transitgüterverkehr auf der Straße, dessen Transportaufkommen sich in den letzten Jahrzehnten vervielfacht hat: Von knapp 15 Millionen Tonnen im Jahr 1980 stieg dieses bis 2023 auf rund 158 Millionen Tonnen, welches sich auf mehr als 11 Millionen schwere Güterfahrzeuge verteilt [vgl. 14, 15].</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Tier- und Pflanzenarten in den Alpen sind jedoch nicht nur dem direkten Verlust an Lebensraum, sondern auch den von menschlichen Nutzungsformen (v. a. Freizeit und Sport) ausgehenden Stör- und Barrierewirkungen ausgesetzt, die den nutzbaren Anteil des geeigneten Lebensraums zusätzlich verringern und somit zu ihrer Verdrängung bis hin zu lokalem Aussterben führen [vgl. 9, 16, 17, 18].</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Zu den großen Landschaftsveränderungen zählt außerdem, dass im letzten Jahrhundert die meisten großen alpinen Flüsse eingedeicht und kanalisiert worden sind und bis heute große Mengen Wasser abgeleitet werden. Alpenweit sind 77 bzw. 42 % der Flüsse in ihrer Hydrologie bzw. Morphologie beeinträchtigt, nur 14 % in einem hervorragenden ökologischen Zustand [19].</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Schließlich zeigen sich die Auswirkungen der durch den Menschen verursachten Erderwärmung in den Alpen viel stärker als in niedrigeren Höhenlagen, etwa am rapiden Rückgang der Gletscher, dem Auftauen von Permafrostboden und der Verkürzung der Schneebedeckungsdauer [20]. Die vergleichsweise schnellen Veränderungen der Lebensräume und klimatischen Bedingungen sowie die daraus resultierenden Veränderungen der zwischenartlichen Konkurrenzverhältnisse setzen Arten unter Druck und veranlassen diese zu vertikalen Ausbreitungs- bzw. Rückzugsbewegungen [vgl. 21, 22]. Insbesondere für in der alpinen und nivalen Höhenstufe lebende (teils endemische) Arten wird das Gefährdungs- und Aussterberisiko durch den klimawandelbedingten Lebensraumverlust als besonders hoch eingeschätzt [23]. Modellrechnungen zufolge könnten zwischen 19 und 55% der alpinen, subalpinen und montanen Pflanzenarten bis 2100 mehr als 80 % des derzeit für sie noch geeigneten Lebensraums verlieren [24].</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In den Alpen zeigen sich allgemein gegenwärtige Trends in den Bereichen Verkehr, Flächenverbrauch und Ressourcennutzung teilweise stärker als in den übrigen Regionen Deutschlands; und aufgrund der hohen Sensibilität des Naturraums sind deren negativen Wirkungen auf den Naturhaushalt umso schwerer wiegend. Aus diesem Grund wird hiermit nicht nur auf die Forderungen der Positionspapiere zu Mobilitätswende, Verkehrspolitik sowie Biologischer Vielfalt verwiesen, sondern mit den folgenden Forderungen auch explizit die sektorspezifische Problemlage in den Alpen aufgegriffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>NAJU-Kernforderungen: </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Schutzgebietskulisse: Eine konsequente und kompromisslose Erhaltung und Erweiterung der Schutzgebietskulisse und Gewährleistung einer hohen Schutzqualität </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1.1. Die NAJU begrüßt die bisherigen Schritte und derzeitigen Bemühungen von Politik und Verwaltung der Bundesrepublik Deutschland und vom Freistaat Bayern rund um die Alpenkonvention und die Europäische Alpenstrategie (EUSALP), insbesondere auch die eingeführten Formate zur Beteiligung junger Menschen [25]. Zugleich erwartet die NAJU von den politischen Entscheidungsträger*innen in allen Gebietsebenen, dass sie bestehende gesetzliche Instrumente zum Schutz der Alpen – v. a. den bayerischen Alpenplan in seiner ursprünglichen Fassung [26] – ausnahmslos beachten und erhalten und sich für die Umsetzung sowie Weiterentwicklung und Stärkung der Alpenkonvention und der EUSALP einsetzen [27]. Die Ziele der Alpenkonvention und die ihrer Protokolle und Erklärungen [28, 29, 30] sind entsprechend vollständig in nationale Pläne und Programme zu übernehmen und zu konkretisieren [vgl. 3].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1.2. Die derzeitige Gebietskulisse zum Schutz von Lebensräumen und Arten deckt die aus Naturschutzsicht schutzwürdigen Teile der Alpen nicht vollständig ab [31]; daher sind im deutschen Anteil des Perimeters der Alpenkonvention zusätzliche Natura-2000-Gebiete und Naturschutzgebiete, mindestens ein strenges Naturreservat (IUCN-Kategorie Ia) oder Wildnisgebiet (IUCN-Kategorie Ib) sowie mindestens ein weiterer Alpen-Nationalpark und ein Biosphärengebiet auszuweisen (auch unter Berücksichtigung von infolge des Klimawandels stattfindenden bzw. zu erwartenden Arealverschiebungen von Arten) und zudem wichtige Wanderachsen zwischen Schutzgebieten bzw. für den Biotopverbund geeignete Flächen unter Schutz zu stellen, eigentumsrechtlich zu sichern und ggf. zu renaturieren [vgl. 3, 21, 22, 23, 31, 32]. Letzteres ist vor allem für die verbliebenen und ehemaligen Wildflusslandschaften sowie alpinen Moore anzustreben. Die Kernlebensräume störungsempfindlicher Tierarten (v. a. Haarwild, Greifvögel und Raufußhühner) sind als Ruhezonen mit entsprechenden gesetzlichen Regelungen und Sanktionsmöglichkeiten für Verstöße auszuweisen [vgl. 33].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1.3. Durch den fortwährenden Strukturwandel in der Landwirtschaft kommt es zum Rückzug der Grünlandnutzung in alpinen „Ungunstlagen“ (ertragsarme, steile und / oder hoch gelegene Standorte), während die Nutzung in „Gunstlagen“ (ertragreiche Standorte) tendenziell intensiviert wird [9]. Beides führt zum Verlust naturschutzfachlich wertvoller Offenland-Lebensräume und ihrer daran gebundenen Flora und Fauna. Daher kommt der finanziellen Förderung der Almbewirtschaftung nach naturschutzfachlichen Kriterien, inklusive aktiver Behirtung und Weideführung, eine wichtige Bedeutung zu [vgl. 4 und 29: Protokolle „Berglandwirtschaft“ sowie „Naturschutz und Landschaftspflege“ der Alpenkonvention]. Es gilt daher, einen möglichst großen Anteil der zahlreichen zugewachsenen Almen wieder beweidbar zu machen und ihre Offenhaltung dauerhaft zu sichern und außerdem überall, wo es aus naturschutzfachlicher Sicht sinnvoll ist und Schutzfunktionen des Waldes nicht beeinträchtigt werden, die bedrohte Nutzungsform Waldweide zu stärken [vgl. 34, 35].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1.4. Um innerhalb der Schutzgebietskulisse eine hohe Qualität der Ökosysteme und des Schutzstatus zu erreichen sowie dauerhaft und ohne Abstriche zu gewährleisten, müssen auf mehreren Ebenen folgende Maßnahmen konsequent umgesetzt werden:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1.4.1. Die Wissenslücken über die biologische Ausstattung sind durch entsprechende Kartierungen zu schließen und der Zustand der biologischen Vielfalt in einem mehrjährigen Intervall regelmäßig zu erfassen. Zudem ist es wichtig, die Auswirkungen von verschiedenen Arten der Freizeitnutzung und des Sports (insbesondere neu aufgekommene Trends) sowie des Klimawandels auf sensible Arten detailliert zu untersuchen, um auf solider Datengrundlage Schutzmaßnahmen ableiten zu können [vgl. 18, 23, 29: Protokoll „Naturschutz und Landschaftspflege“ der Alpenkonvention; 33].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1.4.2. Vorliegende naturschutzfachliche Planungen (z. B. Management- sowie Pflege- und Entwicklungspläne) und Programme (Artenhilfsprogramme, Arten- und Biotopschutzprogramm Bayern) sind zeitnah umzusetzen und auf Basis neu gewonnener Daten und Erfahrungen regelmäßig zu aktualisieren [vgl. 3].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1.4.3. Dem stark gestiegenen und weiter steigenden Nutzungsdruck für Freizeit, Sport und Erholung (an Land, auf Gewässern und in der Luft) muss mit Lenkungskonzepten bzw. Nutzungsvereinbarungen sowie personellem Ausbau, Entfristung und Verstärkung der Schutzgebietsbetreuung / Ranger*innen begegnet werden [vgl. 3, 18, 33, 36]. Wo es die Sensibilität der zu schützenden Lebensräume und Arten erfordert, sind bestimmte Nutzungsformen auch per Verordnung zeitlich und räumlich rechtlich wirksam einzuschränken oder komplett zu verbieten [vgl. 29: Protokoll „Tourismus“ der Alpenkonvention; 33]. Insbesondere in sensiblen Gebieten, in denen die Tragekapazität durch den Andrang der Besucher*innen mehrfach im Jahr ausgereizt oder überschritten wird und sanfte Lenkungskonzepte (Wegbegrenzung, Hinweisschilder, persönliche Aufklärung und Sensibilisierung durch Gebietsbetreuung, „Nudging“ etc.) mehrheitlich ignoriert und willentlich missachtet werden, müssen zusätzlich konsequente und wirksame Gegenmaßnahmen (z. B. Beschränkung der Personenanzahl pro Zeiteinheit oder monetäre Zugangshürden, Kameraüberwachung) ergriffen werden, um nachhaltige Störungen, Beeinträchtigungen und Zerstörungen der Schutzgüter zu unterbinden [vgl. 37, 38, 39, 40, 41]. Vor allem derartig schwere Fälle verdeutlichen die Notwendigkeit, die Vollzugsdefizite im hoheitlichen Naturschutz zügig zu beheben: In solchen übernutzten sensiblen Gebieten sind Verstöße gegen Schutzgebietsverordnungen sowie das allgemeine Naturschutz-, Artenschutz-, Tierschutz-, Jagd- und Umweltschadensrecht konsequent und ausnahmslos polizeilich und gerichtlich zu verfolgen, wofür entsprechende spezielle hauptamtliche Stellen sowie Einheiten / Strukturen zu schaffen sind. Zur Erhöhung der Abschreckungswirkung sind die Bußgeldsätze und Strafmaße entsprechend deutlich anzuheben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2. Raumplanung: Eine konsequente Berücksichtigung von Naturschutzinteressen bei der alpinen Raumplanung, insbesondere hinsichtlich der Infrastruktur zur Energieerzeugung und zum Schutz vor Naturgefahren </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>2.1. Die alpine Raumplanung muss einem Gesamtkonzept auf wissenschaftlichen, objektiven Grundsätzen folgen (vgl. Europäische Alpenstrategie). Dabei müssen Naturschutzinteressen an erster Stelle berücksichtigt werden und sind im Rahmen von Abwägungen hoch zu gewichten, denn die alpine Naturlandschaft ist weder kompensierbar noch erneuerbar [vgl. 9]. Die vielfach bestehenden Defizite bei der Überwachung naturschutzfachlicher Auflagen in Genehmigungsbescheiden einzelner Projekte und Maßnahmen sind durch entsprechende Ressourcen in den zuständigen Behörden (Personalstärke und Fachkompetenz) zu beheben [vgl. 3, 33].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>2.2. Nutzbarer Boden in den Alpen ist, bedingt durch die Topografie, mehr noch als in den tieferen Lagen ein kostbares Gut. Flächenverbrauch bzw. Bodenversieglung sind daher sowohl auf lokaler als auch auf regionaler Ebene durch rechtlich verankerte quantitative Vorgaben zu begrenzen sowie auch durch eine Priorisierung der Nutzungen nach qualitativen Aspekten („Bodenfunktionen“) räumlich zu steuern und zu minimieren. Die Umsetzung Flächen sparender Ansätze ist durch Anreize bzw. bessere rechtliche Rahmenbedingungen zu fördern [vgl. 29: Protokoll „Bodenschutz“ der Alpenkonvention; 42, 43].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>2.3. Die Errichtung von Wasserkraft- und Pumpspeicherkraftanlagen im Alpenraum ist vom überwiegenden öffentlichen Interesse auszunehmen. Die letzten verbliebenen Abschnitte von alpinen Wildflüssen sind unbedingt zu erhalten und vor Beeinträchtigungen durch Wasserkraftwerke und Ausleitungen für sonstige Zwecke zu bewahren bzw. zu renaturieren. Bei Ausleitungskraftwerken muss so viel Wasser im Fluss verbleiben, dass der gute ökologische Zustand des Gewässers erhalten oder erreicht wird. Neue Pumpspeicherkraftwerke in den Alpen sollten nur dort zulässig sein, wo bestehenden Stauseen genutzt werden können. Querungsbauwerke und andere Barrieren der Gewässerdurchgängigkeit, die keinen Zweck mehr erfüllen, sind rückzubauen [vgl. 44, 45].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>2.4. Zum Schutz vor alpinen Naturgefahren sind nach Möglichkeit naturbasierte Lösungen technischen Lösungen vorzuziehen. Um steigenden Risiken durch Massenbewegungen und Lawinen vorzubeugen, sollten die in den Waldfunktionsplänen als Boden- und Lawinenschutzwald ausgewiesenen Bereiche vollständig in die Zone C des „Bayerischen Alpenplans“ aufgenommen werden [vgl. 5].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3. Belastungen durch Tourismus, Sport und Freizeit verringern, Eingriffe für deren Infrastruktur verhindern </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3.1. Das Kapital des Tourismus in den Alpen ist die intakte und unzerschnittene Natur- und Kulturlandschaft. Der klimabedingte Anstieg der Schneefallgrenze und die verminderte Schneesicherheit dürfen nicht dazu führen, dass weitere Gletscher und noch unberührte Landschaftskammern mit neuen Wintersportgebieten erschlossen und für den Tourismus intensiv genutzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3.2. Die NAJU fordert vielmehr, Förderprogramme für Gemeinden und Regionen überwiegend anhand von Kriterien für – vor allem im ökologischen Sinne – nachhaltigen und sanften Tourismus umzugestalten und umweltschädliche Subventionen, z. B. für Skilifte und die Pisten-Beschneiung einzustellen [vgl. 11]. Überwiegend auf schneegebundenen Wintertourismus ausgerichtete Gemeinden, in denen der Weiterbetrieb der Wintersport-Infrastruktur ohne Subventionen und ohne Pistenbeschneiung im Zuge der Klimaerwärmung unrentabel ist oder dies absehbar wird, sind bei der Transformation zu sanften, Natur schonenden Tourismusangeboten (z. B. als zertifiziertes Bergsteigerdorf oder Mitglied im Netzwerk „Alpine Pearls“) zu unterstützen [vgl. 46]. Stillgelegte touristische Infrastrukturen sind zurückzubauen und zu entsiegeln, wo eine Umnutzung nicht möglich oder erwünscht ist [vgl. 9 und 29: Protokoll „Tourismus“ der Alpenkonvention].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>4. Mobilitätswende: Belastungen durch motorisierten Individualverkehr und Gütertransport im Rahmen einer konsequenten Verkehrswende verringern und ÖV-Angebot ausbauen </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>4.1. Um den Trend der zunehmenden Belastung durch den motorisierten Individualverkehr und Gütertransport in den Alpen zu stoppen und besser noch umzukehren, ist eine konsequente Mobilitätswende dringend erforderlich: Konzepte bzw. rechtliche bindende Abkommen zur Reduktion und Verlagerung auf umweltverträgliche Verkehrsträger sowie zur Dekarbonisierung [15 und 29: Protokoll „Verkehr“ der Alpenkonvention] sind umzusetzen und weiterzuentwickeln und Fachplanungen (z. B. der Bundesverkehrswegeplan) nach diesen auszurichten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>4.2. Infrastruktur und Transportangebot des Öffentlichen Personennahverkehrs und -fernverkehrs sowie Ausstattung und Beförderungskapazität der Fahrzeuge sind auszubauen bzw. zu verbessern und besser sowohl an die Bedürfnisse der einheimischen Bevölkerung als auch der Gäste anzupassen. Wo ein Ausbau nicht zielführend ist, sollen bedarfsgerechte „On-Demand“-Beförderungsmodelle wie Rufbusse angeboten werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>4.3. Zudem braucht es (mehr) attraktive grenz- / verbundübergreifende Ticket-Angebote für junge Menschen, mit denen bestenfalls im gesamten Alpenraum alle Bahnen und Busse genutzt werden können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5. Strategie für klimaneutrale und klimaresiliente Alpen konkretisieren und umsetzen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>5.1. Um die Treibhausgasemissionen im Alpenraum entsprechend den rechtlich verbindlichen Reduktionszielen bis 2050 zu verringern, sind in allen Sektoren Maßnahmen zur Energieeinsparung und Transformation hin zur Klimaneutralität erforderlich [vgl. 49], wobei diese jedoch nicht gegen Ziele des Naturschutzes ausgespielt werden dürfen (siehe Nr. 1 und 2). Um unerwünschte Auswirkungen auf empfindliche Alpenlandschaften und deren biologische Vielfalt zu vermeiden, sind somit eine gute Abstimmung und eine sorgfältige Abwägung von Zielkonflikten erforderlich [vgl. 50].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>5.2. Zugleich müssen die Risiken und Folgen des Klimawandels bei langfristigen Entscheidungen mitberücksichtigt werden, um die negativen Auswirkungen auf die Ökosysteme, die Gemeinschaften und die lokale und regionale Wirtschaft so gering wie möglich zu halten [49].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Zitierte Quellen: </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[1] Generaldirektion Umwelt der Europäische Kommission (2010): Natura 2000 in der alpinen Region. Herausgegeben vom Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften, Luxemburg, 16 S. URL: <a href="https://op.europa.eu/de/publication-detail/-/publication/9a738f76-c937-478d-b720-1562a53385e4">https://op.europa.eu/de/publication-detail/-/publication/9a738f76-c937-478d-b720-1562a53385e4</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[2] Ozenda, P., &amp; Borel, J. (2003): The Alpine Vegetation of the Alps. In: Nagy, L., Grabherr, G., Körner, C., &amp; Thompson, D. B. (Hrsg., 2012): Alpine biodiversity in Europe. Ecological studies 167: 53 – 64. Springer, Berlin.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[3] Wessely, H. &amp; Güthler, A. (2015): Alpenpolitik in Deutschland – Anspruch und Realität. Im Auftrag des Bundes Naturschutz in Bayern e.V., Nürnberg. Bund Naturschutz Forschung, Heft 8, 151 S. URL: <a href="https://www.bund-naturschutz.de/fileadmin/Bilder_und_Dokumente/Themen/Alpen/BN_Forschung_Alpenpolitik_in_Deutschland.pdf">https://www.bund-naturschutz.de/fileadmin/Bilder_und_Dokumente/Themen/Alpen/BN_Forschung_Alpenpolde/fileadmin/Bilder_und_Dokumente/Themen/Alpen/BN_Forschung_Alpenpolde/fileadmin/Bilder_und_Dokumente/Themen/Alpen/BN_Forschung_Alpenpolde/fileadmin/Bilder_und_Dokumente/Themen/Alpen/BN_Forschung_Alpenpolde/fileadmin/Bilder_und_Dokumente/Themen/Alpen/BN_Forschung_Alpenpolde/fileadmin/Bilder_und_Dokumente/Themen/Alpen/BN_Forschung_Alpenpolitik_in_Deutschland.pdf</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[4] Ringler, A. (2010): Nagoya Alpin – Biodiversitätsimpulse für die Alpen. Konsequenzen aus der Nagoya-Weltkonferenz und EU-Biodiversitätsstrategie. Jahrbuch des Vereins zum Schutz der Bergwelt (74/75): 71 – 210.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[5] Mayer, M., Strubelt, N., Kraus, F. &amp; Job, H. (2017): Der bayerische „Alpenplan“ – viele Stärken und wenige Schwächen – Jahrbuch des Vereins zum Schutz der Bergwelt (81/82): 177 – 218.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[6] Marzelli, S., Riedel, M., Savaşçı, G., Neumann, C. &amp; Szücs, L. (2018): Ökosystemleistungen – Ein Konzept für den Alpenraum. Studie im Rahmen des INTERREG-Projekts „Alpine Space – AlpES“. München, 51 S. URL: <a href="https://www.alpine-space.eu/wpcontent/uploads/2022/09/Alpine_ecosystem_services_concept.zip">https://www.alpine-space.eu/wpcontent/uploads/2022/09/Alpine_ecosystem_services_eu/wpcontent/uploads/2022/09/Alpine_ecosystem_services_eu/wpcontent/uploads/2022/09/Alpine_ecosystem_services_eu/wpcontent/uploads/2022/09/Alpine_ecosystem_services_eu/wpcontent/uploads/2022/09/Alpine_ecosystem_services_eu/wpcontent/uploads/2022/09/Alpine_ecosystem_services_concept.zip</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[7] Bragin, L., &amp; Spiegel, L. (2021): Das Alpenbuch. Zahlen, Fakten und Geschichten in über 1000 Infografiken, Karten und Illustrationen. Marmota Maps, Hamburg, 290 S.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[8] Bätzing, W. (2017): Die Alpen – tiefgreifende Nutzungsveränderungen als Herausforderung für den Naturschutz. Natur und Landschaft 92(9/10), 389 – 406.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[9] Ringler, A. (2017): Skigebiete der Alpen: landschaftsökologische Bilanz, Perspektiven für die Renaturierung. Jahrbuch des Vereins zum Schutz der Bergwelt (81/82): 29 – 130.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[10] de Jong, C. (2020): Umweltauswirkungen der Kunstschneeproduktion in den Skigebieten der Alpen. Geographische Rundschau 72(6): 34 – 39.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[11] Hamberger, S. &amp; Doering, A. (2015): Der gekaufte Winter – Eine Bilanz der künstlichen Beschneiung in den Alpen. Gesellschaft für ökologische Forschung und BUND Naturschutz in Bayern, 123 S. URL: <a href="https://www.oekologische-forschung.de/veroeffentlichungen/paper/dergekaufte-winter/">https://www.oekologische-forschung.de/veroeffentlichungen/paper/dergekaufte-winter/</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[12] Roth, R., Schiefer, D., Siller, H. J., Beyer, J., Fehringer, A., Bosio, B., Pechlaner, H., Volgger, M. &amp; Erschbamer, G. (2016): The future of winter travelling in the Alps – Executive summary. Studie erarbeitet durch MCI Tourismus, Deutscher Sporthochschule Köln und EURAC Research im Auftrag von Future Mountain International. Innsbruck, 11 S. URL: <a href="https://www.researchgate.net/publication/340384893_The_Future_of_Winter_Travelling_in_the">https://www.researchgate.net/publication/340384893_The_Future_of_Winter_Travellinet/publication/340384893_The_Future_of_Winter_Travellinet/publication/340384893_The_Future_of_Winter_Travellinet/publication/340384893_The_Future_of_Winter_Travellinet/publication/340384893_The_Future_of_Winter_Travellinet/publication/340384893_The_Future_of_Winter_Travelling_in_the</a> _Alps [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[13] Abegg, B. (2011): Tourismus im Klimawandel: Ein Hintergrundbericht der CIPRA. CIPRA compact No. 08/2011. Schaan, 32 S. URL: <a href="https://www.cipra.org/de/publikationen/4606">https://www.cipra.org/de/publikationen/4606</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[14] Puwein, W. (2007): Der alpenquerende Transitverkehr-das Problem und die Lösungsversuche. Zeitschrift für Verkehrswissenschaft, 68(1): 35 – 57. 11</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[15] Generaldirektion Mobilität und Verkehr (GD MOVE) der Europäischen Kommission &amp; Schweizerisches Bundesamt für Verkehr (Hrsg., 2024): Observation et analyse des flux de transports de marchandises transalpins. Rapport annuel 2023. 77 S. + Anhang. URL: <a href="https://www.bav.admin.ch/dam/bav/de/dokumente/themen/verlagerung/alpenobservatorium-2023.pdf.download.pdf/RA_2023_V2_0.pdf">https://www.bav.admin.ch/dam/bav/de/dokumente/themen/verlagerung/alpenobservatorch/dam/bav/de/dokumente/themen/verlagerung/alpenobservatorch/dam/bav/de/dokumente/themen/verlagerung/alpenobservatorch/dam/bav/de/dokumente/themen/verlagerung/alpenobservatorch/dam/bav/de/dokumente/themen/verlagerung/alpenobservatorch/dam/bav/de/dokumente/themen/verlagerung/alpenobservatorium-2023.pdf.download.pdf/RA_2023_V2_0.pdf</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[16] Paul, I. (Hrsg., 2004): Freizeitaktivitäten im Lebensraum der Alpentiere – Konfliktbereiche zwischen Mensch und Tier. Mit einem Ratgeber für die Praxis. Haupt, Bern, 516 S.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[17] Thiel, D., Ménoni, E., Brenot, J.-F. &amp; Jenni, L. (2007): Effects of recreation and hunting on flushing distance of Capercaillie. Journal of Wildlife Management 71 (6): 1784 – 1792.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[18] Cremer-Schulte, D., Rehnus, M., Duparc, A., Perrin-Malterre, C. &amp; Arneodo, L. (2017): Wildlife disturbance and winter recreational activities in Alpine protected areas: recommendations for successful management. eco. mont-Journal on Protected Mountain Areas Research 9(2): 66 – 73.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[19] Muhar, S., Schinegger, R., Fleck, S., Schülting,L., Preis, S., Trautwein, C., Schmutz, S. (2013): Scientific foundations for identifying ecologically sensitive river stretches in the Alpine Arc. Studie im Auftrag von MAVA und WWF im Rahmen des Projekts „Save the Alpine Rivers“. Wien, 67 S.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[20] Task Force Schutzgebiete des Ständigen Sekretariats der Alpenkonvention (Hrsg., 2007): Die Alpen unter Druck. Vorbeugung und Anpassung der alpinen Schutzgebiete an den Klimawandel. Chambery, 12 S. URL: <a href="https://www.alparc.org/alpineresources/brochureclimatde">https://www.alparc.org/alpineresources/brochureclimatde</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[21] Erschbamer B. (2006): Klimawandel – Risiko für alpine Pflanzen? In: alpine space – man &amp; environment, vol. 1. Die Alpen im Jahr 2020: 15 – 22.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[22] Spehn, E. &amp; Körner, C. (2017): Auswirkungen des Klimawandels auf die Natur in den Alpen. Natur und Landschaft (9/10): 407 – 411.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[23] Streitberger, M., Ackermann, W., Fartmann, T., Kriegel, G., Ruff, A., Balzer, S., &amp; Nehring, S. (2017): Eckpunkte eines Handlungskonzepts für den Artenschutz in Deutschland unter Klimawandel: Zusammenfassung der Ergebnisse aus dem F+ E-Vorhaben „Strategie und Handlungskonzept für den Artenschutz in Deutschland unter Klimawandel“ (FKZ 3513 86 0800). BfN-Skripten 466: 1 – 71.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[24] Engler, R., Randin, C., Thuiller, W., Dullinger, S., Zimmermann, N., Araújo, M.B., Pearman, P., Le Lay, G., Piedallu, C., Albert, C., Choler, P., Coldea, G., De Lamo, X., Dirnböck, T., Gégout, J.-C., Gómez-García, D., Grytnes, J.-A., Heegaard, E., Høistad, F., Nogués-Bravo, D., Normand, S., Puşcaş, M., Sebastià, M.-T., Stanisci, A., Theurillat, J.-P., Trivedi, M., Vittoz, P. &amp; Guisan, A. (2011): 21st century climate change threatens mountain flora unequally across Europe. Global Change Biology 17 (7): 2330 – 2341.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[25] Jugendbeteiligung an der Europäische Strategie für den Alpenraum. URL: <a href="https://alpineregion.eu/alpine-youth/the-journey">https://alpineregion.eu/alpine-youth/the-journey</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[26] Verordnung über den Teilabschnitt „Erholungslandschaft Alpen“ des Landesentwicklungsprogramms vom 22.August 1972. Bayerisches Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 17/1972: 324 – 327.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[27] COM/2015/0366 final: Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen zu einer Strategie der Europäischen Union für den Alpenraum vom 28.07.2015. URL: <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/ALL/?uri=CELEX:52015DC0366">https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/ALL/?uri=CELEX:52015DC0366</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[28] Gesetz zu dem Übereinkommen vom 7. November 1991 zum Schutz der Alpen (Alpenkonvention) vom 29. September 1994. BGBl. 1994, Teil. II, Nr. 46 vom 08.10.1994: 2538 – 2564, in Kraft getreten am 06.03.1995.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[29] Gesetz zu den Protokollen zum Übereinkommen vom 7. November 1991 zum Schutz der Alpen (Alpenkonvention) vom 16. August 2002, BGBl. 2002, Teil II, Nr. 30: 1785 – 1864, in Kraft getreten am 18.12.2002. Protokolle zur Durchführung der Alpenkonvention von 1991 in den Bereichen − Raumplanung und nachhaltige Entwicklung − Naturschutz und Landschaftspflege − Berglandwirtschaft − Bergwald − Tourismus − Energie − Bodenschutz − Verkehr.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[30] Ständiges Sekretariat der Alpenkonvention (2018): Alpenkonvention – Textsammlung. Alpensignale – Serie 1, Innsbruck, 192 S. URL: <a href="https://www.alpconv.org/fileadmin/user_upload/Publications/AS/AS1_v3_DE.pdf">https://www.alpconv.org/fileadmin/user_upload/Publications/AS/AS1_v3_DE.pdf</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[31] Broggi, M. F., Jungmeier, M., Plassmann, G., Solar, M., &amp; Scherfose, V. (2017): Die Schutzgebiete im Alpenbogen und ihre Lücken. Natur und Landschaft 92(9/10): 432 – 439.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[32] Rosenthal, G., Mengel, A., Reif, A., Opitz, S., Schoof, N., Reppin, N. &amp; Gärtner, S. (2015): Umsetzung des 2-%-Ziels für Wildnisgebiete aus der Nationalen Biodiversitätsstrategie: Abschlussbericht des gleichnamigen F+ E-Vorhabens (FKZ 3512 85 0300 unter Integration von Zusatzauswertungen, FKZ 3515 85 0900). BfN-Skripten 422: 1 – 207. Bundesamt für Naturschutz, Bonn-Bad Godesberg.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[33] Stadler, K. (1996): Naturschutz und Erholung – Rechtsprobleme im Spannungsfeld zwischen Naturschutz und Erholung unter besonderer Berücksichtigung der bayerischen Rechtslage. Schriften zum Umweltrecht (72): 1 – 378 S. Duncker &amp; Humblot, Berlin.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[34] Sachteleben, J. (1995): Waldweide und Naturschutz – Vorschläge für die naturschutzfachliche Beurteilung der Trennung von Wald und Weide im bayerischen Alpenraum. Forstwissenschaftliches Centralblatt 11: 375 – 387.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[35] Königer, J., Schleicher, A. &amp; Mosandl, R. (2005): Die Waldweide im Bergwald des nördlichen Alpenraums: Interessenkonflikte, wissenschaftliche Erkenntnisse und Konfliktlösungsansätze. Jahrbuch des Vereins zum Schutz der Bergwelt 70: 151 – 176.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[36] Immoos, U. &amp; Hunziker, M. (2014): Wirkung von Lenkungsmaßnahmen auf das Verhalten von Freizeitaktiven: Theoretische Erkenntnisse und empirische Untersuchungen am Beispiel des Konflikts zwischen Wintersport und Wildtierschutz. Naturschutz und Landschaftsplanung 46 (1): 5 – 9.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[37] Hutter, L. (2020): Naturpark Ammergauer Alpen wehrt sich gegen Wildcamper – „Es bleibt nichts anderes übrig“. Online-Bericht vom 29. Juni 2020. URL: <a href="https://www.merkur.de/lokales/garmisch-partenkirchen/oberammergau-ort29187/ammertal-naturpark-ammergauer-alpen-camping-wandern-berg-instagram-natur-13812668.html">https://www.merkur.de/lokales/garmisch-partenkirchen/oberammergau-ort29187/ammertal-naturpark-ammergauer-alpen-camping-wandern-berg-instagram-natur-13812668.html</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025]. 13</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[38] Welte, J. &amp; Neumann, M. (2020): Königssee: Traumkulisse als Müllkippe – Zugang zu Instagram-Hotspot soll gesperrt werden – es gab bereits Todesfälle. Online-Bericht vom 7. Juni 2020, aktualisiert am 28. Juli 2020 und am 8. September 2020. URL: <a href="https://www.merkur.de/bayern/koenigssee-instagram-hotspot-wasserfall-influencer-foto-nationalpark-berchtesgaden-bayern-zr-13790172.html">https://www.merkur.de/bayern/koenigssee-instagram-hotspot-wasserfall-influencer-foto-nationalpark-berchtesgaden-bayern-zr-13790172.html</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[39] Masengarb, C. (2020): Am Spitzingsee: Mountainbiker rastet aus – er verprügelt Naturschutz-Beauftragten. Online-Bericht vom 2. Juli 2020. URL: <a href="https://www.merkur.de/lokales/region-miesbach/schliersee-ort29415/mountainbiker-spitzingsee-rotwandgebirge-ausfluegler-naturschutz-bayern-polizei-pruegel-13816597.html">https://www.merkur.de/lokales/region-miesbach/schliersee-ort29415/mountainbiker-spitzingsee-rotwandgebirge-ausfluegler-naturschutz-bayern-polizei-pruegel-13816597.html</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[40] Hank, S. (2020): Alpen-Touristen sorgen für Ärger: Lage droht zu eskalieren – Ranger sollen jetzt hart durchgreifen. Online-Bericht vom 26.10.2020. URL: <a href="https://www.merkur.de/lokales/region-miesbach/miesbach-ort29062/schliersee-tegernsee-alpen-tourismus-eskalation-kontrolle-ranger-aerger-90077745.html">https://www.merkur.de/lokales/region-miesbach/miesbach-ort29062/schliersee-tegernsee-alpen-tourismus-eskalation-kontrolle-ranger-aerger-90077745.html</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[41] Bohrer-Glas, D.; Parschan, A. &amp; Rehm, G. (2023): Sommer in den Bergen – Mangfallgebirge unter Druck. Reportage von BR24live am 29.06.2023 um 11:00 Uhr. URL: <a href="https://www.br.de/nachrichten/bayern/br24live-11-uhr-wandern-im-sommer-mangfallgebirgeunter-druck,TiGpIPL">https://www.br.de/nachrichten/bayern/br24live-11-uhr-wandern-im-sommer-mangfallgebirgeunter-druck,TiGpIPL</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[42] Ständiges Sekretariat der Alpenkonvention (2020): Vertiefte Prüfung des Überprüfungsausschusses der Alpenkonvention zum Thema „Flächensparende Bodennutzung“. Innsbruck, 19 S. URL: <a href="https://www.alpconv.org/de/startseite/news-publikationen/publikationen-multimedia/detail/vertiefte-pruefung-des-ueberpruefungsausschusses-der-alpenkonvention-zum-thema-flaechensparende-bodennutzung/">https://www.alpconv.org/de/startseite/news-publikationen/publikationen-multimedia/detail/vertiefte-pruefung-des-ueberpruefungsausschusses-der-alpenkonvention-zum-thema-flaechensparende-bodennutzung/</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[43] CIPRA International (Hrsg., 2022): Flächen sparen, Boden retten: Was brauchen wir für eine Trendwende im Umgang mit stadtnahen Gebieten? Schaan, 43 S. URL: <a href="https://www.ifuplan.de/aktuelles-neue-broschuere-zum-eureni-projekt-flaechen-sparen-veroeffentlicht/images/ifuplan/referenzen/Eureni_de_Flaechensparen.pdf">https://www.ifuplan.de/aktuelles-neue-broschuere-zum-eureni-projekt-flaechen-sparen-veroeffentlicht/images/ifuplan/referenzen/Eureni_de_Flaechensparen.pdf</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[44] Witty, S. (2013): Naturverträgliche Umsetzung der Energiewende in den bayerischen Alpen. Ein Positionspapier der deutschen Vertretung der Internationalen Alpenschutzkommission e. V. (CIPRA Deutschland). Eching am Ammersee, 20 S. URL: <a href="https://www.cipra.org/de/positionen/119/dateien/1149_de/download?inline=true">https://www.cipra.org/de/positionen/119/dateien/1149_de/download?inline=true</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[45] CIPRA International (Hrsg., 2021): Wasserläufe und Wasserkraft im Alpenraum – CIPRAPosition zur Nutzung der Alpenflüsse für die Wasserkraft. Schaan, 33 S. URL: <a href="https://www.cipra.org/de/positionen/wasserkraft-im-alpenraum/pdf/position-wasserkraft-cipraint-de-2021-korr.pdf">https://www.cipra.org/de/positionen/wasserkraft-im-alpenraum/pdf/position-wasserkraft-cipraint-de-2021-korr.pdf</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[46] Ständiges Sekretariat der Alpenkonvention (2013): Nachhaltiger Tourismus in den Alpen. Alpensignale – Serie 4, Innsbruck, 145 S. URL: <a href="https://www.alpconv.org/de/startseite/news-publikationen/publikationen-multimedia/detail/4-alpenzustandsbericht-nachhaltiger-tourismus-in-den-alpen/">https://www.alpconv.org/de/startseite/news-publikationen/publikationen-multimedia/detail/4-alpenzustandsbericht-nachhaltiger-tourismus-in-den-alpen/</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[47] Fickert, T. (2023): Sport und seine ökologischen Auswirkungen – ein Überblick. In: Gans, P., Horn, M. &amp; Zemann, Ch. (Hrsg.). Sportgeographie: Ökologische, ökonomische und soziale Perspektiven: 83 – 99. Springer Spektrum, Berlin.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[48] de Jong, C. (2023): Umweltauswirkungen von Skigebieten und Olympischen Winterspielen. In: Gans, P., Horn, M. &amp; Zemann, C. (Hrsg.). Sportgeographie: Ökologische, ökonomische und soziale Perspektiven: 101 – 117. Springer Spektrum, Berlin.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[49] Ständiges Sekretariat der Alpenkonvention (Hrsg., 2022): Klimaneutrale und klimaresiliente Alpen 2050 – Deklaration von Innsbruck. Alpines Klimazielsystem 2050. 7. Alpenzustandsbericht „Naturgefahren Risiko-Governance“. Innsbruck, 27 S. URL: [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[50] Ständiges Sekretariat der Alpenkonvention (Hrsg., 2022): MAP – Das mehrjährige Arbeitsprogramm der Alpenkonferenz 2023 – 2030. Innsbruck, 12 S. URL: <a href="https://www.alpconv.org/de/startseite/konvention/mehrjaehriges-arbeitsprogramm/">https://www.alpconv.org/de/startseite/konvention/mehrjaehriges-arbeitsprogramm/</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref1">[1]</a> „Natura 2000“ bezeichnet ein Netzwerk von Schutzgebieten innerhalb der Europäischen Union, das seit 1992 nach den Maßgaben der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und der Vogelschutzrichtlinie eingerichtet worden ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref2">[2]</a> Dazu zählen u. a. Lawinen, Hochwasser in Wildbächen, Muren, Schuttströme, Rutschungen, Steinschlag und Felsstürze.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref3">[3]</a> Bezeichnet hier eine auf eine bestimmte zeitliche Dauer beschränkte wasserrechtliche Zulassung zur Wasserkraftnutzung.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 20 Sep 2025 18:01:44 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A12: Positionspapier: Lärm, Gefahr und Müll: Zeit für ein Ende privater Böller und Feuerwerke</title>
                        <link>https://naju.antragsgruen.de/naju/Positionspapier-Larm-Gefahr-und-Mull-Zeit-fur-ein-Ende-privater-Bol-20325</link>
                        <author>Deli (dort beschlossen am: 20.09.2025)</author>
                        <guid>https://naju.antragsgruen.de/naju/Positionspapier-Larm-Gefahr-und-Mull-Zeit-fur-ein-Ende-privater-Bol-20325</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Einleitung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Silvester ist für die meisten ein emotionaler Höhepunkt des Jahres – ein Moment der Gemeinschaft und des Neubeginns. Für viele Menschen gehört das Silvesterfeuerwerk dabei traditionell zum Jahreswechsel dazu. Doch der Brauch hat gravierende Folgen: Tonnenweise Feinstaub belasten die Luft, Tiere geraten in Panik, Notaufnahmen sind überfüllt, Rettungs- und Einsatzkräfte überlastet – und die Kosten für Reinigung und Schäden tragen am Ende die Kommunen. Uns geht es nicht darum, Menschen das Feiern oder das Erleben von Gemeinschaft an Silvester zu nehmen. Vielmehr fordern wir ein ganzjähriges Verbot privater Feuerwerkskörper der Kategorie F2, um die negativen Folgen für Natur, Tiere und Gesellschaft zu minimieren. Wir setzen uns für neue, nachhaltige Wege ein, den Jahreswechsel gemeinsam zu feiern – verantwortungsvoll und im Einklang mit Umwelt und Gesundheit.<br><br><em>*(als Fußnote)</em> Die Kategorie F2 umfasst pyrotechnische Gegenstände, wie Knallkörper und Knallkörperbatterien mit Blitzknallsatz und Raketen, welche von Personen über 18 Jahren erworben werden dürfen. (Erste Verordnung zum Sprengstoffgesetz (1. SprengV) § 20)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Klima- und Umweltbelastung </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Feinstaub und Luftverschmutzung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Zünden von Feuerwerkskörpern führt kurzfristig zu einer extremen Luftverschmutzung, was auf die pyrotechnische Zusammensetzung der Feuerwerkskörper zurückzuführen ist (Khedr et al. 2022, S. 2). Laut dem Umweltbundesamt (UBA) werden jährlich rund 2.050 Tonnen Feinstaub (PM10) durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern freigesetzt, der größte Teil davon innerhalb weniger Stunden zum Jahreswechsel. Diese Menge entspricht fast einem Prozent der jährlichen Feinstaubemissionen in Deutschland. In vielen Großstädten erreichen die PM10-Stundenwerte in den ersten Neujahrsstunden bis zu 1.000 µg/m³ (Umweltbundesamt 2025) - bei einem WHO-Tagesgrenzwert von 45 µg/m³, der so um ein Vielfaches überschritten wird. Die WHO empfiehlt eine Überschreitung dieses Tagesgrenzwertes an maximal 3 Tagen im Jahr.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Feinstaubpartikel sind dabei mit Sulfaten, organischen Stoffen, Kalium und toxischen Metallverbindungen zur Darstellung von Farben, wie Barium (grün), Strontium (rot) und Kupfer (blau) angereichert (Manchanda et al. 2022). Ein Großteil dieser Partikel, insbesondere Feinstaub der Fraktion PM2,5, ist dabei so klein, dass er tief in die Bronchien, Lungenbläschen und von dort sogar in den Blutkreislauf eindringen kann, wo ernachweislich die Gesundheit schädigt (Gouder und Montefort 2014, Petrowski et al. 2019). Bei einer Luftverschmutzung gibt es keine untere Grenze, unterhalb dessen keine Gesundheitsrisiken zu erwarten sind. Deshalb ist jede Aussetzung des Körpers mit Feinstaub durch Feuerwerk eine Belastung, die nicht nur kurzfristige sondern auch langfristige Folgen mit sich bringt.<br>
Bereits bei gesunden Menschen können in der Silvesternacht vorübergehend Atemwegsbeschwerden auftreten, bei Asthmatiker*innen steigt der Medikamentenbedarf deutlich. Studien zeigen zudem einen Anstieg von Krankenhauseinweisungen in den Tagen um die Silvesternacht (Umweltbundesamt 2023). Außerdem können unter anderem das autonome Nervensystem irritiert werden, was Herzrhythmusstörungen verursachen kann, und respiratorische Erkrankungen wie COPD (chronical obstructive pulmonal disease) ausgelöst werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Belastung von Boden und (Grund-)Wasser durch Feuerwerksmüll</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Neben der Luftverschmutzung führt privates Feuerwerk auch zu erheblichen Belastungen von Böden und Gewässern. Allein in den fünf Großstädten Berlin, Hamburg, München, Düsseldorf und Frankfurt am Main sammelten kommunale Entsorger jährlich vor der Coronapandemie am Neujahrstag zwischen 134 und 183 Tonnen Silvesterabfall (Verband kommunaler Unternehmen 03.01.2022). Dennoch bleiben vor allem außerhalb gereinigter Bereiche erhebliche Mengen Müll zurück, insbesondere Kunststoffreste von Hülsen, Kappen und Verpackungen. Diese zersetzen sich nur sehr langsam, können zu Mikroplastik werden und so in die Nahrungskette gelangen (NABU 2022).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Feuerwerkskörper erhalten zudem u.a. die Chemikalie Perchlorat, welche beim Abbrennen nicht vollständig reagiert. Perchlorat ist wasserlöslich, persistent und kann durch Niederschläge oder Schmelzwasser in Grund- und Oberflächenwasser gelangen, wo es bereits nach Feuerwerksereignissen in erhöhten Konzentrationen nachgewiesen wurde (Umweltbundesamt 2023, Brown und Gu 2006, Pace und Vella 2019). Perchlorat stellt ein Gesundheitsrisiko dar, da es die Iodidaufnahme der Schilddrüse hemmt und so insbesondere bei Schwangeren, Säuglingen und Kindern Entwicklungs- und Stoffwechselstörungen verursachen kann (Lyu et al. 2025). Ein vom NABU unterstütztes nationales Spülsaummonitoring nach den OSPAR-Richtlinien dokumentierte zwischen 2012 und 2017 an einem einzigen Küstenabschnitt 166 Plastikreste von Feuerwerkskörpern (NABU 2022).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Import / Herstellung von Feuerwerkskörpern</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Umweltbelastung durch privates Feuerwerk beginnt lange vor dem eigentlichen Abbrennen in der Silvesternacht. Sie ist das Ergebnis einer globalen Produktions- und Lieferkette, deren ökologische und soziale Kosten systematisch ausgeblendet werden. Deutschland importiert den überwiegenden Teil seiner Feuerwerkskörper aus China. Von Januar bis September 2024 wurden laut Statistischem Bundesamt rund 25 900 t Raketen, Böller &amp; Co. eingeführt. Seit über 20 Jahren liegt der Anteil chinesischer Importe dabei bei mehr als 90 % vgl. (Statistisches Bundesamt 26.11.2024). Damit legt der Großteil des Feuerwerks eine lange Transportstrecke per Containerschiff zurück, wodurch jährlich tausende Tonnen CO₂ verursacht werden (NABU 2014).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch in den Produktionsregionen hinterlässt die Herstellung von Feuerwerk Spuren: In chinesischen Industriegebieten mit hoher Feuerwerksfertigung wurde Perchlorat im Trinkwasser gemessen, was die lokale Bevölkerung gesundheitlich gefährdet (Lyu et al. 2025).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Auswirkungen auf Biodiversität und Tiere </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Allgemeine Auswirkungen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Tiere reagieren meist deutlich empfindlicher auf Feuerwerk als Menschen. Das Zusammenspiel aus extrem lauten Knallgeräuschen, grellen Lichtblitzen, Rauchgeruch und Erschütterungen löst bei vielen Arten akute Stressreaktionen und den Fluchtreflex aus. Hunde reißen sich los, Katzen verstecken sich an unzugänglichen Orten, Wildtiere rennen panisch in gefährliche Gebiete oder über Straßen und Vögel fliegen durch die Panik gegen Hindernisse – teils mit schweren Verletzungen oder tödlichen Folgen (van Herwijnen et al. 2024). Solche Reaktionen können zudem für Menschen gefährlich würden, etwa durch Verkehrsunfälle.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Haus- und Nutztiere</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Jedes Jahr erleben Haustierbesitzer*innen die Panik ihrer Tiere während der Silvesternacht. Besonders Hunde sind häufig von der Angst vor Feuerwerk betroffen. Über die Hälfte leidet laut Umfragen mindestens teilweise unter Feuerwerksangst, mit Symptomen wie Zittern, Verstecken oder Futterverweigerung (Riemer 2019). Feuerwerk ist mit rund 145 Dezibel deutlich über der Schmerzgrenze von 95 Dezibel für Hunde und kann zu dauerhaften Gehörschäden führen (Frischengruber A, Troxler J, Tichy A, Senft B, Arhant C. 2022). Bei Katzen ist Stress oft schwer zu erkennen, zeigt sich aber durch untypisches Rückzugsverhalten oder Aggression (van Herwijnen et al. 2024). Auch Nutztiere wie Pferde reagieren extrem sensibel. Als Fluchttiere geraten sie bei plötzlichem Lärm schnell in Panik, was zu Ausbrüchen, Selbstverletzungen oder Unfällen führen kann. Tiere in engen Ställen oder Käfigen sind besonders gefährdet, da sie dem Stress nicht ausweichen können (Gronqvist et al. 2016, Gates et al. 2019).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wildtiere</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für Wildtiere ist die Silvesternacht besonders problematisch, da sie keine Möglichkeit haben, sich auf die plötzlichen Reize vorzubereiten. Besonders in den Wintermonaten, wenn ihre Energiereserven ohnehin knapp sind, können panikartige Fluchtreaktionen zu Erschöpfung, Verletzungen oder sogar zum Tod führen. Fledermäuse werden durch den Lärm aus dem Winterschlaf gerissen und verlassen in Panik ihre Quartiere, Igel werden abrupt geweckt und verlieren dabei wertvolle Energiereserven. Hinzu kommt ein Anstieg von Stresshormonen und eine Störung im Biorhythmus der Tiere, was zu Desorientierung und erschwerter Nahrungssuche führen kann. Besonders empfindlich reagieren viele Vogelarten, etwa Kraniche, Gänse oder Limikolen. Sie fliegen bei Feuerwerkslärm in Panik auf, flüchten teils über weite Entfernungen, verlassen Rastplätze und kehren tagelang nicht zurück – ein Energieverlust, der im Winter besonders kritisch ist. Studien belegen, dass akustische Reize stärkere Reaktionen auslösen als visuelle und dass Vögel sich nicht an Feuerwerk gewöhnen. Untersuchungen während der COVID-19-Pandemie zeigten zudem, dass geringere Feuerwerksaktivitäten zu deutlich weniger Stress bei Vögeln führten, was die Notwendigkeit von Einschränkungen beim Feuerwerk unterstreicht (Nature, &quot;Impact of reduced firework activities during COVID-19 on bird stress levels&quot;).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Folgen für den Menschen </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Neben den bereits dargelegten großen Belastungen für die Umwelt und Auswirkungen von Feinstaub auf Lunge und Atemwege, stellt Silvesterfeuerwerk eine direkte Bedrohung für die körperliche und seelische Unversehrtheit von Menschen dar. Die Freiheit des Einzelnen, Feuerwerk zu zünden, endet dort, wo die Sicherheit anderer beginnt. Eine Grenze die in der Silvesternacht häufig und mit gravierenden Folgen überschritten wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Verletzungen und Unfälle durch Feuerwerkskörper</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In der Silvesternacht kommt es jährlich zu schweren Verletzungen durch unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern, insbesondere bei Kindern, Jugendlichen und unbeteiligten Zuschauer*innen. In der Saison 2022/23 wurden in Deutschland allein 838 Augenverletzungen durch Feuerwerk behandelt. Besonders besorgniserregend ist dabei, dass Kinder unter 12 Jahren häufiger betroffen waren als Jugendliche und bis zu 50% der Verletzten unbeteiligte Personen waren (Gabel-Pfisterer et al. 2025). Im Jahreswechsel 2024/25 kam es zu fünf Todesfällen und Dutzenden Verletzten durch Feuerwerksunfälle, die teils auf illegale oder manipulierte Feuerwerkskörper zurückzuführen sind (DIE ZEIT 2025, ZDFheute 2025a). Diese tragischen Ereignisse unterstreichen die dringende Notwendigkeit, Kinder und Unbeteiligte durch geeignete Schutzmaßnahmen besser zu schützen.<br><br>
Psychische Belastung durch Feuerwerk<br><br>
Die lauten Knallgeräusche des Feuerwerks können Menschen, die Erfahrungen in Kriegsgebieten machen mussten, zurück in diese Situationen versetzen und als belastend erlebt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Belastung von Infrastruktur und Gesellschaft </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Silvesternacht versetzt unsere gesellschaftliche Infrastruktur jährlich in einen vorhersehbaren Ausnahmezustand. Während ein Teil der Bevölkerung feiert, werden die Grundpfeiler unserer Daseinsvorsorge – Gesundheitssystem, Rettungsdienste und öffentliche Sicherheit – an ihre absolute Belastungsgrenze und darüber hinaus gebracht. Die Folgen dieser Nacht sind keine unglücklichen Einzelfälle, sondern ein systematisches Problem mit immensen sozialen und wirtschaftlichen Kosten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Überlastung der Notfalldienste</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für Krankenhäuser, Feuerwehren und Rettungsdienste ist der Jahreswechsel die arbeitsreichste Zeit des Jahres (Deutsche Krankenhaus Gesellschaft 28.12.2023). Die Notaufnahmen füllen sich mit Patient*innen, die schweren Verbrennungen, Augenverletzungen und abgetrennte Gliedmaßen durch Feuerwerksunfälle erlitten haben. Verletzungen, die oft lebenslange oder weitreichende Folgen nach sich ziehen. Dieser Ansturm auf die Notfallversorgung ist umso dramatischer, als er auf ein Gesundheitssystem trifft, dass durch den allgemeinen Pflegenotstand ohnehin schon permanent unter Druck steht. Die medizinischen Fachgesellschaften schlagen deshalb Alarm. Die Bundesärztekammer fordert angesichts der vorhersehbaren schweren Verletzungen ein umfassendes Verbot von privatem Feuerwerk, um das Personal in den Notaufnahmen zu entlasten und präventiv Leid zu verhindern (Deutsches Ärzteblatt 2024). Auch die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und die Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie (DGH) dokumentieren das Ausmaß der Tragödien und warnen eindringlich vor den Gefahren (DGOU; DGH 11.12.2024). Gleichzeitig sind die Feuerwehren im Dauereinsatz, um Brände zu löschen, die durch fehlgeleitete Raketen auf Balkonen, in Wohnungen und an Fassaden ausgelöst werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Polizeieinsätze und öffentliche Sicherheit</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Silvesternacht ist in den letzten Jahren zunehmend zu einem Synonym für eine massive Gefährdung der öffentlichen Sicherheit geworden. Besonders alarmierend und absolut inakzeptabel sind die gezielten Angriffe auf Einsatzkräfte. Polizist*innen, Feuerwehrleute und Sanitäter*innen – also jene Menschen, die zu Hilfe eilen – werden mit Böllern und Raketen beschossen und an ihrer Arbeit gehindert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert daher seit Jahren ein bundesweites Verkaufsverbot für private Pyrotechnik, da diese immer häufiger als Waffe gegen Menschen eingesetzt wird und die Anonymität der Nacht Straftaten begünstigt. Hinzu kommen zahlreiche Sachbeschädigungen wie gesprengte Briefkästen, beschädigte Autos oder zerstörte Haltestellen. Eine von der GdP initiierte Petition für ein Böllerverbot erhielt 2024 über 2 Millionen Unterschriften (Gewerkschaft der Polizei 2024).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wirtschaftliche Kosten für Kommunen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Kosten für den jährlichen Feuerwerksexzess trägt dabei nicht der Einzelne Verursacher, sondern die Allgemeinheit. Am Neujahrsmorgen müssen kommunale Reinigungsbetriebe mit hohem Personal- und Maschinenaufwand hunderte Tonnen Müll von Straßen und Plätzen entfernen. Hinzu kommen erhebliche Kosten für die Reparatur von Sachschäden an öffentlicher Infrastruktur – von gesprengten Mülleimern bis zu beschädigten Haltestellen – die die ohnehin knappen Kassen vieler Städte und Gemeinden zusätzlich belasten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dieses Prinzip der Externalisierung von Kosten bedeutet: Die Gewinne der Feuerwerksindustrie und des Einzelhandels werden auf Kosten der Steuerzahler*innen finanziert. Diese tragen nicht nur die Reinigung und Reparaturen, sondern auch hohe Kosten für Notfalleinsätze und Krankenhausbehandlungen. Ein Verbot von privatem Feuerwerk ist daher nicht nur eine Frage der Sicherheit und des Umweltschutzes, sondern auch der ökonomischen Vernunft und der sozialen Gerechtigkeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Fazit und Forderungen </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die massiven Schäden für Umwelt, Tier und Mensch, die Überlastung von Einsatzkräften und die hohen gesellschaftlichen Kosten durch privates Feuerwerk sind nicht länger hinnehmbar, weil sie in keinem Verhältnis zur persönlichen Entfaltung durch Verwendung von privatem Feuerwerk stehen. Diese Einschätzung wird von einer klaren Mehrheit der Bevölkerung geteilt. Aktuelle Umfragen von Instituten wie YouGov (61%) (YouGov 2023) oder im Auftrag von PETA (58%) (INSA Meinungstrend 2025) belegen, dass die Bürger*innen ein Ende des privaten Böllerns befürworten. Diese Zeit des leisen Zweifelns ist vorbei. Der Wunsch nach Veränderung ist laut und deutlich. Länder wie die Niederlande haben bereits die notwendigen Konsequenzen gezogen und umfassende Verbote für privates Feuerwerk der Kategorie F2 und höher erlassen (ZDFheute 2025b). Es ist an der Zeit, dass Deutschland diesem fortschrittlichen Beispiel folgt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern die politischen Entscheidungsträger*innen und insbesondere den*die zuständige*n Bundesinnenminister*in eindringlich auf, dieser Verantwortung gerecht zu werden, nicht länger zu zögern und ein vollständiges Verbot des privaten Erwerbs und Gebrauchs von Silvesterfeuerwerk zu beschließen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir schließen uns den Forderungen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) sowie zahlreicher weiterer Organisationen an und verweisen ausdrücklich auf den Offenen Brief für ein böllerfreies Silvester an den Bundesinnenminister (Mitzeichnen unter: <a href="https://l.duh.de/naju">https://l.duh.de/naju</a>).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unsere Forderungen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><p><strong>Ein bundesweites, ganzjähriges Verbot des Verkaufs und der privaten Verwendung von Pyrotechnik der Kategorie F2. </strong></p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine entsprechende Änderung der 1. Verordnung zum Sprengstoffgesetz (1.SprengV) muss schnellstmöglich umgesetzt werden. Das schließt den Verkauf von Böllern und Raketen an Privatpersonen vollständig aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li><p><strong>Eine aktive Förderung von gemeinschaftlichen, sicheren und modernen Alternativen durch Städte und Gemeinden.</strong></p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein Verbot schafft Raum für Neues. Wir appellieren an die Kommunen, anstelle des privaten Lärms, neue nachhaltige Traditionen zu etablieren. Professionell organisierte und zentral durchgeführte Veranstaltungen wie Licht-, Laser-, oder Drohnen-shows bieten beeindruckende Gemeinschaftserlebnisse für alle, ohne die verheerenden Nebenwirkungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als junge Generation fordern wir eine Politik, die die Zukunft schützt. Ein Ende des privaten Feuerwerks ist ein einfacher, aber wirkungsvoller Schritt hin zu einem Silvesterfest, dass nicht von Zerstörung, Angst und vermeidbarem Leid sondern von Freude und Gemeinschaft geprägt ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gegenargumente </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Immer wieder werden Argumente für den Erhalt privaten Feuerwerks ins Feld geführt. Viele davon basieren auf Tradition, individueller Freiheit oder wirtschaftlichen Überlegungen. Wir nehmen diese Gegenargumente ernst – möchten aber deutlich machen, warum wir sie aus ökologischer, sozialer und gesellschaftlicher Perspektive kritisch sehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>G1: “Feuerwerk ist Tradition – Feuerwerk gehört zu Silvester”</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Silvester und Neujahr sind geprägt von vielen unterschiedlichen Traditionen die in verschiedenen Freund*innen- oder Familien-Kreisen unterschiedlich ausgelebt werden. So gibt es das Neujahrs-Baden in den Niederlanden, traditionelles Essen wie z.B. Berliner (Pfannkuchen) oder Raclette, oder das Schauen des Kultprogramms „Dinner for One“, welches Einzug in viele deutsche Haushalte findet. Wir plädieren dafür, gerade jenen vielfältigen und umweltfreundlichen Bräuchen mehr Raum zu geben, die keine Schäden an Natur, Umwelt oder Gesundheit verursachen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Abbrennen von privatem Feuerwerk zu Silvester ist dagegen keine uralte deutsche Tradition. Zwar wurden Höhenfeuerwerke in der Geschichte zu besonderen Anlässen wie Friedensschlüssen oder Hochzeiten gezündet, doch das massenhafte private Böllern zum Jahreswechsel begann in Deutschland erst in den 1960er Jahren – angetrieben durch den wachsenden Absatz der Feuerwerksindustrie. Traditionen entstehen und wandeln sich im Laufe der Zeit, und so können auch heute neue, sichere und umweltfreundliche Silvesterbräuche entstehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>G2: “Ein Verbot ist ein Eingriff in die Persönliche Freiheit des Einzelnen, jeder sollte selbst entscheiden dürfen.”</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gemäß Artikel 2 Absatz 1 des Grundgesetzes hat „jeder (…) das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt“.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Beim Abbrennen von Feuerwerk entstehen erhebliche Schäden an Menschen, Tieren, Umwelt und Eigentum. Diese Schäden beeinträchtigen nicht nur die Lebensqualität, sondern auch die körperliche Unversehrtheit anderer (Art 2 GG) und wiegen daher schwerer als das bloße Recht auf Unterhaltung oder Tradition. Eine gesetzliche Einschränkung ist in diesem Fall keine willkürliche Freiheitsberaubung, sondern eine notwendige Maßnahme zum Schutz der Allgemeinheit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Feuerwerk wird überwiegend im öffentlichen Raum gezündet, nicht ausschließlich auf privaten Grundstücken. Dadurch wird das Gemeingut beeinträchtigt. Die wiederum dadurch entstehenden Kosten werden meist nicht individuell vom Verursacher getragen, sondern von der Allgemeinheit in der Form von Steuergeldern, Versicherungsbeiträgen oder persönlichen Gesundheitskosten der Geschädigten (HUK Coburg).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>G3: „Feuerwerk bringt Freude – Der ästhetische Reiz gehört zur Feier.“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es stimmt: Feuerwerk ist für viele Menschen mit Emotionen, Staunen und festlicher Stimmung verbunden. Der visuelle Reiz gilt als Höhepunkt des Silvesterabends. Doch Freude und Ästhetik lassen sich heute auch anders erzeugen – ohne die erheblichen Umwelt- und Gesundheitsbelastungen, die durch Lärm, Feinstaub und Verletzungsgefahr entstehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Moderne Alternativen wie Licht-, Laser- oder Drohnenshows bieten ebenfalls beeindruckende und einmalige Effekte. Gegensätzlich zu Feuerwerkskörpern verursachen Drohnen, welche mit Elektrobatterien betrieben werden, nur sehr geringe Geräusch- und Schadstoffemissionen (L. O&#039;Sullivan 2024). Der eigentliche Kern von Silvester – Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen, das Jahr gemeinsam ausklingen zu lassen und hoffnungsvoll ins neue zu starten – bleibt dabei vollständig erhalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>G4: „Ein Verbot ist rechtlich schwer umsetzbar.“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein Verbot des privaten Feuerwerks ist rechtlich durchaus umsetzbar. Bereits jetzt ist der Verkauf und das Abbrennen von Feuerwerkskörpern der Kategorie F2 in Deutschland jährlich auf den Zeitraum vom 29. bzw. 28. Dezember bis 31. Dezember begrenzt. Die rechtliche Grundlage hierfür bildet das Sprengstoffgesetz (SprengG 2025) sowie die erste Verordnung zum Sprengstoffgesetz (§ 23 1. SprengV). Gemäß § 24 1. SprengV kann die zuständige Behörde das Abbrennen von Feuerwerkskörpern aus besonderen Gründen untersagen. Zudem haben viele Kommunen bereits von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, das Zünden von Feuerwerk in bestimmten Bereichen zu verbieten, beispielsweise in der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern oder Fachwerkhäusern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein bundesweites, ganzjähriges Verbot des Verkaufs und Gebrauchs von Feuerwerkskörpern der Kategorie F2 durch Privatpersonen könnte durch eine Änderung der 1. SprengV erfolgen. Dies würde keine Änderung von größeren Gesetzen erfordern und könnte durch eine entsprechende Verordnung des Bundesministeriums des Innern jederzeit umgesetzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>G5: „Ein Verbot würde der Wirtschaft schaden und Arbeitsplätze vernichten.“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist richtig, dass die Feuerwerksbranche einen erheblichen Teil ihres Jahresumsatzes in den letzten Tagen des Jahres erwirtschaftet. Im Jahr 2024 lag der Umsatz in Deutschland laut (VPI - Verband der Pyrotechnischen Industrie) bei etwa 197 Millionen Euro. Auch der Einzelhandel – insbesondere Baumärkte, Discounter und Supermärkte – profitieren in dieser kurzen Verkaufsphase von hohen Zusatzumsätzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein Großteil der Feuerwerkskörper, die in Deutschland verkauft werden, stammt allerdings nicht aus heimischer Produktion: Rund 90 Prozent der Silvesterböller und - raketen werden in China hergestellt (Statistisches Bundesamt 26.11.2024). Der wirtschaftliche Nutzen für den deutschen Arbeitsmarkt ist dadurch deutlich begrenzt. Die wenigen verbliebenen deutschen Hersteller sind in ihrer Beschäftigtenzahl überschaubar, was die wirtschaftlichen Auswirkungen eines Verbots auf den hiesigen Arbeitsmarkt relativiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dem gegenüber stehen erhebliche externe Kosten, die durch privates Feuerwerk jährlich entstehen: Dazu gehören die Belastung des Gesundheitssystems durch tausende Verletzungen, die Überlastung von Notfalldiensten, Reinigungs- und Entsorgungskosten sowie Umweltschäden durch Feinstaub, Müll und Chemikalien. Diese Kosten trägt derzeit die Allgemeinheit, nicht der Verursacher (Umweltbundesamt 2023).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gleichzeitig ergeben sich durch ein Verbot neue wirtschaftliche Chancen: Umweltfreundliche Alternativen wie Licht- oder Drohnenshows bieten Potenzial für lokale Veranstaltungsunternehmen und technische Dienstleister. Auch die Entwicklung innovativer, emissionsarmer Feierformate kann neue Marktsegmente erschließen – ressourcenschonend und sicher zugleich.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Angesichts dessen ist eine politische Abwägung geboten: Sollten kurzfristige Gewinne weniger Akteure über den langfristigen gesundheitlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Folgekosten stehen? Aus unserer Sicht ist die Antwort klar.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Literaturverzeichnis:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>§ 23 1. SprengV (12.08.2025): § 23 1. SprengV- Einzelnorm. Online verfügbar unter <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/sprengv_1/__23.html">https://www.gesetze-im-internet.de/sprengv_1/__23.html</a>, zuletzt geprüft am 13.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>§ 24 1. SprengV (12.08.2025): § 24 1. SprengV- Einzelnorm. Online verfügbar unter <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/sprengv_1/__24.html">https://www.gesetze-im-internet.de/sprengv_1/__24.html</a>, zuletzt geprüft am 13.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Brown, Gilbert M.; Gu, Baohua (2006): The Chemistry of Perchlorate in the Environment. In: Baohua Gu und John D. Coates (Hg.): Perchlorate. Environmental occurence, interactions and treatment. New York, NY, Heidelberg: Springer, S. 17–47.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deutsche Krankenhaus Gesellschaft (28.12.2023): Krankenhäuser in der Silvesternacht stark belastet. Online verfügbar unter <a href="https://www.dkgev.de/dkg/presse/details/krankenhaeuser-in-der-silvesternacht-stark-belastet/">https://www.dkgev.de/dkg/presse/details/krankenhaeuser-in-der-silvesternacht-stark-belastet/</a>, zuletzt geprüft am 13.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deutsches Ärzteblatt (2024): Bundesärztekammer drängt auf Verbot von privatem Silvesterfeuerwerk – Deutsches Ärzteblatt. Hg. v. Deutscher Ärzteverlag GmbH. Online verfügbar unter <a href="https://www.aerzteblatt.de/search/result/96480426-335c-4b25-bd9b-10bc9fbfe31d?q=Feuerwerk">https://www.aerzteblatt.de/search/result/96480426-335c-4b25-bd9b-10bc9fbfe31d?q=Feuerwerk</a>, zuletzt aktualisiert am 30.12.2024, zuletzt geprüft am 13.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>DGOU; DGH (11.12.2024): Notaufnahmen verstärken Teams an Silvester und Neujahr durch erfahrene Handspezialisten. Online verfügbar unter <a href="https://dgou.de/aktuelles/detail/notaufnahmen-verstaerken-teams-silvester-und-neujahr-durch-erfahrene-handspezialisten">https://dgou.de/aktuelles/detail/notaufnahmen-verstaerken-teams-silvester-und-neujahr-durch-erfahrene-handspezialisten</a>, zuletzt geprüft am 13.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>DIE ZEIT (2025): Jahreswechsel: Fünf Tote, Hunderte Verletzte und Festnahmen in der Silvesternacht. Online verfügbar unter <a href="https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2024-12/silvesternacht-berlin-festnahmen-grosseinsatz-messerverbot-pyrotechnik?utm_source=chatgpt.com">https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2024-12/silvesternacht-berlin-festnahmen-grosseinsatz-messerverbot-pyrotechnik?utm_source=chatgpt.com</a>, zuletzt aktualisiert am 01.01.2025, zuletzt geprüft am 13.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Frischengruber A, Troxler J, Tichy A, Senft B, Arhant C. (2022): Geräuschangst zu Silvester bei Hunden - eine empirische Fragebogenstudie in österreichischen Tierarztpraxen und ein Online-Survey im deutschsprachigen Raum. Hg. v. Wiener Tierärztliche Monatsschrift – Veterinary Medicine Austria. Wiener Tierärztliche Monatsschrift – Veterinary Medicine Austria. Online verfügbar unter <a href="https://www.wtm.at/explorer/wtm000004.pdf">https://www.wtm.at/explorer/wtm000004.pdf</a>, zuletzt geprüft am 12.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gabel-Pfisterer, Ameli; Lang, Stefan Johann; Boehringer, Daniel; Agostini, Hansjürgen; Geus, Lotte C. de; Faber, Jan Tjeerd de (2025): Significant increase of firework induced eye injuries in Germany and The Netherlands- are we doing enough to protect minors and bystanders? In: Graefe&#039;s archive for clinical and experimental ophthalmology = Albrecht von Graefes Archiv fur klinische und experimentelle Ophthalmologie 263 (4), S. 1157–1165. DOI: 10.1007/s00417-024-06677-6.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gates, M. C.; Zito, S.; Walker, J. K.; Dale, A. R. (2019): Owner perceptions and</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>management of the adverse behavioural effects of fireworks on companion animals: an</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>update. In: New Zealand veterinary journal 67 (6), S. 323–328. DOI:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>10.1080/00480169.2019.1638845.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gewerkschaft der Polizei, GdP (2024): Petition · Bundesweites Böllerverbot, jetzt! ·</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>innn.it. Online verfügbar unter <a href="https://innn.it/boellerverbot">https://innn.it/boellerverbot</a>, zuletzt aktualisiert am</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>13.08.2025, zuletzt geprüft am 13.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gouder, Caroline; Montefort, Stephen (2014): Potential impact of fireworks on</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>respiratory health. In: Lung India : official organ of Indian Chest Society 31 (4), S. 375–</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>379. DOI: 10.4103/0970-2113.142124.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gronqvist, Gabriella; Rogers, Chris; Gee, Erica (2016): The Management of Horses</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>during Fireworks in New Zealand. In: Animals : an open access journal from MDPI 6 (3).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>DOI: 10.3390/ani6030020.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Art 2 GG: Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland Art 2. Online verfügbar unter</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_2.html">https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_2.html</a>, zuletzt geprüft am 12.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>HUK Coburg: Welche Versicherung zahlt, wenn es zu Silvesterschäden kommt? Hg. v. HUK Coburg. Online verfügbar unter <a href="https://www.huk.de/haus-haftungrecht/ratgeber/silvester-schaeden-vermeiden.html">https://www.huk.de/haus-haftungrecht/ratgeber/silvester-schaeden-vermeiden.html</a>, zuletzt geprüft am 12.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>INSA Meinungstrend (2025): Befragung in Deutschland im Auftrag von PETA. Sollte privates Feuerwerk Ihrer Meinung nach grundsätzlich gesetzlich untersagt werden? Hg. v. INSA. Online verfügbar unter <a href="https://www.peta.de/wp-content/uploads/2025/01/Praesentation-PETA-Deutschland-Januar-2025.pdf">https://www.peta.de/wp-content/uploads/2025/01/Praesentation-PETA-Deutschland-Januar-2025.pdf</a>, zuletzt geprüft am 13.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Khedr, Mohamed; Liu, Xiansheng; Hadiatullah, Hadiatullah; Orasche, Jürgen; Zhang, Xun; Cyrys, Josef et al. (2022): Influence of New Year&#039;s fireworks on air quality – A case study from 2010 to 2021 in Augsburg, Germany. In: Atmospheric Pollution Research (3), S. 101341. DOI: 10.1016/j.apr.2022.101341.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>L. O&#039;Sullivan (2024): Drohnen-Lichtshows statt konventionellem Feuerwerk – Eine grüne Alternative? Hg. v. Reset Digital for Good. Online verfügbar unter <a href="https://reset.org/drohnen-lichtshows-statt-konventionellem-feuerwerk-eine-gruene-alternative/">https://reset.org/drohnen-lichtshows-statt-konventionellem-feuerwerk-eine-gruene-alternative/</a>, zuletzt geprüft am 12.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Lyu, Jia; Chen, Yongyan; Zhang, Lan; Yan, Xu; Tudi, Muyesaier (2025): Exposure to perchlorate via drinking water from eight major water basins in China and its health risks across different age groups. In: Scientific reports 15 (1), S. 4580. DOI: 10.1038/s41598-025-89057-2.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Manchanda, Chirag; Kumar, Mayank; Singh, Vikram; Hazarika, Naba; Faisal, Mohd; Lalchandani, Vipul et al. (2022): Chemical speciation and source apportionment of ambient PM2.5 in New Delhi before, during, and after the Diwali fireworks. In: Atmospheric Pollution Research 13 (6), S. 101428. DOI: 10.1016/j.apr.2022.101428.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>NABU (Hg.) (2014): Mythos klimafreundliche Containerschiffe. Handelsschiffe gehören zu den größten Luftverschmutzern weltweit. NABU. Online verfügbar unter <a href="https://www.nabu.de/umwelt-undressourcen/verkehr/schifffahrt/containerschifffahrt/16646.html">https://www.nabu.de/umwelt-undressourcen/verkehr/schifffahrt/containerschifffahrt/16646.html</a>, zuletzt geprüft am 10.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>NABU (2022): Feuerwerke – Eine Belastung für Natur und Umwelt. NABU-Standpunkt zum Einsatz von Ganzjahres-/Sommer- und Silvesterfeuerwerken. Hg. v. NABU. NABU. Online verfügbar unter <a href="https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/nabu/nabu-papiere/standpunkt-feuerwerk-2022.pdf">https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/nabu/nabu-papiere/standpunkt-feuerwerk-2022.pdf</a>, zuletzt geprüft am 11.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Pace, Colette; Vella, Alfred J. (2019): Contamination of water resources of a small island state by fireworks-derived perchlorate: A case study from Malta. In: Environmental pollution (Barking, Essex : 1987) 250, S. 475–481. DOI: 10.1016/j.envpol.2019.04.012.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Petrowski, Katja; Bastianon, Christina Diane; Bührer, Stefan; Brähler, Elmar (2019): Air Quality and Chronic Stress: A Representative Study of Air Pollution (PM2.5, PM10) in Germany. In: Journal of occupational and environmental medicine 61 (2), S. 144–147. DOI: 10.1097/JOM.0000000000001502.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Riemer, Stefanie (2019): Not a one-way road-Severity, progression and prevention of firework fears in dogs. In: PloS one 14 (9), e0218150. DOI: 10.1371/journal.pone.0218150.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>SprengG. SprengG - Gesetz über explosionsgefährliche Stoffe (2025). Online verfügbar unter <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/sprengg_1976/BJNR027370976.html">https://www.gesetze-im-internet.de/sprengg_1976/BJNR027370976.html</a>, zuletzt aktualisiert am 12.08.2025, zuletzt geprüft am 13.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Statistisches Bundesamt (26.11.2024): Wieder mehr Feuerwerkskörper importiert: +6,8 % von Januar bis September 2024 gegenüber Vorjahreszeitraum. Zahl der Woche Nr. 48 vom 26. November 2024. Online verfügbar unter <a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Zahl-derWoche/2024/PD24_48_p002.html">https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Zahl-derWoche/2024/PD24_48_p002.html</a>?, zuletzt geprüft am 10.08.2024.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Umweltbundesamt (2023): Silvesterfeuerwerk: Einfluss auf Mensch und Umwelt. Umweltbundesamt. Online verfügbar unter <a href="https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/479/publikationen/uba_hg_silvesterfeuerwerk.pdf">https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/479/publikationen/uba_de/sites/default/files/medien/479/publikationen/uba_de/sites/default/files/medien/479/publikationen/uba_de/sites/default/files/medien/479/publikationen/uba_de/sites/default/files/medien/479/publikationen/uba_de/sites/default/files/medien/479/publikationen/uba_de/sites/default/files/medien/479/publikationen/uba_de/sites/default/files/medien/479/publikationen/uba_de/sites/default/files/medien/479/publikationen/uba_de/sites/default/files/medien/479/publikationen/uba_de/sites/default/files/medien/479/publikationen/uba_de/sites/default/files/medien/479/publikationen/uba_de/sites/default/files/medien/479/publikationen/uba_de/sites/default/files/medien/479/publikationen/uba_de/sites/default/files/medien/479/publikationen/uba_de/sites/default/files/medien/479/publikationen/uba_de/sites/default/files/medien/479/publikationen/uba_de/sites/default/files/medien/479/publikationen/uba_de/sites/default/files/medien/479/publikationen/uba_de/sites/default/files/medien/479/publikationen/uba_de/sites/default/files/medien/479/publikationen/uba_de/sites/default/files/medien/479/publikationen/uba_de/sites/default/files/medien/479/publikationen/uba_hg_silvesterfeuerwerk.pdf</a>.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Umweltbundesamt (2025): Feinstaub durch Silvesterfeuerwerk. Online verfügbar unter <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftschadstoffe/feinstaub/feinstaub-durch-silvesterfeuerwerk">https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftschadstoffe/feinstaub/feinstaub-durch-silvesterfeuerwerk</a>, zuletzt aktualisiert am 29.04.2025, zuletzt geprüft am 29.04.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>van Herwijnen, Ineke R.; Vinke, Claudia M.; Arndt, Saskia S.; Roulaux, Pascalle E. M. (2024): Firework aversion in cats and dogs as reported by Dutch animal owners. In: Veterinary and animal science 26, S. 100402. DOI: 10.1016/j.vas.2024.100402.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Verband kommunaler Unternehmen (03.01.2022): VKU: Feuerwerkverbot an Silvester reduziert Müllaufkommen / Entsorgungstipps zu Silvester: VKU. Online verfügbar unter <a href="https://www.vku.de/presse/pressemitteilungen/archiv-2021-pressemitteilungen/vku-feuerwerkverbot-an-silvester-reduziert-muellaufkommen-entsorgungstipps-zu-silvester">https://www.vku.de/presse/pressemitteilungen/archiv-2021-pressemitteilungen/vku-feuerwerkverbot-an-silvester-reduziert-muellaufkommen-entsorgungstipps-zu-silvester</a>, zuletzt geprüft am 11.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>VPI - Verband der Pyrotechnischen Industrie: Silvesterfeuerwerk verzeichnet historischen Umsatz. Leuchter, Charlotte. Online verfügbar unter <a href="https://www.feuerwe">https://www.feuerwe</a>rk-vpi.de/fileadmin/Dokumente/Presse/20250314_PM_Feuerwerk_Umsatzbilanz.pdf#:~:text=M%C3%A4rz%202025%20%7C%20Die%20deutsche%20pyrotechnische%20Branche%20ist,verzeichnet%20damit%20ein%20Umsatzplus%20von%20rund%2010%20Prozent., zuletzt geprüft am 13.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>YouGov (2023): Würden Sie ein generelles bundesweites Verbot von privatem Feuerwerk befürworten oder ablehnen? | Frage des Tages. Hg. v. YouGov. Online verfügbar unter <a href="https://yougov.de/topics/society/survey-results/daily/2023/01/04/00692/1">https://yougov.de/topics/society/survey-results/daily/2023/01/04/00692/1</a>, zuletzt aktualisiert am 13.08.2025, zuletzt geprüft am 13.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>ZDFheute (2025a): Böllerunfälle in der Silvesternacht: Tote und Verletzte. Online verfügbar unter <a href="https://www.zdfheute.de/panorama/silvester-nacht-tote-verletzte-boeller-100.html?utm_source=chatgpt.com">https://www.zdfheute.de/panorama/silvester-nacht-tote-verletzte-boeller-100.html?utm_source=chatgpt.com</a>, zuletzt aktualisiert am 13.08.2025, zuletzt geprüft am 13.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>ZDFheute (2025b): Silvester: Niederlande verbieten privates Feuerwerk. Online verfügbar unter <a href="https://www.zdfheute.de/panorama/niederlande-boeller-verbot-silvester-100.html">https://www.zdfheute.de/panorama/niederlande-boeller-verbot-silvester-100.html</a>, zuletzt aktualisiert am 13.08.2025, zuletzt geprüft am 13.08.2025</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 20 Sep 2025 17:36:58 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A11: Positionspapier: Wald</title>
                        <link>https://naju.antragsgruen.de/naju/Positionspapier-Wald-61151</link>
                        <author>Deli (dort beschlossen am: 20.09.2025)</author>
                        <guid>https://naju.antragsgruen.de/naju/Positionspapier-Wald-61151</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Deutschland sind etwa ein Drittel (11,5 mio ha (BMEL 2024)) der Landesfläche mit Wald bedeckt, damit besitzt Deutschland eine der größten Waldflächen Europas. Das bedeutet auch eine besondere Verantwortung für das Ökosystem. Gleichzeitig erfüllt der Wald neben seiner Rolle als Ökosystem noch eine kulturelle Rolle (Freizeit, Tourismus), sowie eine Rolle als Holzlieferant. Diesen multiplen Rollen gilt es zu begegnen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die 4. Bundeswaldinventur zeigt auf, dass der deutsche Wald seit 2017 keine Kohlenstoffsenke mehr ist (BMEL 2024). Seitdem gibt der Wald also mehr Kohlenstoff ab, als er neu einspeichert. Durch die anhaltende Trockenheit 2018 bis 2020 hat sich der Waldzustand deutlich verschlechtert. Das ist besonders ausgeprägt an Fichtenmonokulturen zu erkennen, da diese nur eine herabgesetzte natürliche Regulationsfähigkeit haben (Thünen-Institut 2025). Diese Entwicklung ist besorgniserregend und birgt große Gefahren für die Biodiversität im Wald und dessenklimaschützende Wirkung. Diese Entwicklung kann aber mit einer zukunftsweisenden und naturnahen Waldbewirtschaftung gestoppt bzw. abgeschwächt werden. Die Ziele der Waldwirtschaft sollten Schutz, Erhalt und Entwicklung der Biodiversität, bei gleichzeitiger Förderung des nachhaltigen Rohstoffs Holz sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Daher fordern wir:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><p>Der Wald muss wieder zu einer Kohlenstoffsenke werden.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li><p>Ein räumliches Mosaik unterschiedlicher Bewirtschaftungssysteme und -intensitäten inklusive Prozessschutzflächen auf Landschaftsebene.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li><p>Bewusster Umgang mit der nachwachsenden, aber begrenzten Ressource Holz: Priorisierung von stofflicher- gegenüber energetischer Holznutzung.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li><p>Kein Einsatz von Bioziden (im Wald), sowie die Vermeidung von Luftverschmutzung.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li><p>Habitatbäume sollten mindestens 10% des Holzvorrates ausmachen.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="6"><li><p>Die Habitatbaumauswahl so zu treffen, dass eine maximale Biodiversität erreicht werden kann.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="7"><li><p>Eine dynamische Totholzbewirtschaftung und den Aufbau von Totholz auf 10% des Holzvorrates in verschiedenen Ausprägungen.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="8"><li><p>Vorausschauende Planung von Naturschutzmaßnahmen.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="9"><li><p>Die Priorisierung von natürlichen Nistplätzen (wie Höhlenbäumen) gegenüber von künstlichen Nisthilfen.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="10"><li><p>Prozessschutzflächen sollen vorrangig als Waldrefugien, Habitatbaumgruppen oder in unwirtschaftlichen Bereichen ausgewiesen werden.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="11"><li><p>Es soll ein Bewusstsein für den Einfluss der kulturellen und sozialen Nutzung des Waldes geschaffen werden.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="12"><li><p>Hauptsächlich durch Naturverjüngung soll ein Waldumbau hin zu natürlichen Mischwaldgesellschaften vorangetrieben werden. Pflanzungen von vorrangig heimischen Baumarten sind nur als Ergänzung oder für notwendige, schnell wachsende Aufforstungen einzusetzen.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="13"><li><p>Fremde Baumarten aus nahen mitteleuropäischen Regionen im Wirtschaftswald sollten nur als Nebenbaumarten gepflanzt werden. In Schutzgebiete sollten keine nicht-heimischen Baumarten gepflanzt werden.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="14"><li><p>Wälder sollen über Trittsteinbiotope und Wald- oder Heckenkorridore miteinander verbunden werden, um die Ausbreitung und Wanderung von mobilen Arten zu fördern und genetischen Austausch zu ermöglichen.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Begründung:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><p>Die vierte Bundeswaldinventur zeigt eine besorgniserregende Entwicklung. Der Holzvorrat und damit die gespeicherte Menge an CO2 im Wald, ist zwischen der Kohlenstoffinventur 2017 und der Bundeswaldinventur 2022 um 3% zurück gegangen. Das entspricht 41,5 Millionen Tonnen CO2 (Riedel 2024; BMEL 2024). Hauptgründe hierfür sind nach Riedel (2024) die Borkenkäfer Kalamitäten (schwere Waldschaden) und der Klimawandel. Besonders stark von dem Rückgang ist die Fichte betroffen, die noch auf 20,9% der deutschen Waldfläche steht. Sie ist zwischen 2017 und 2022 um 18,2% zurückgegangen (BMEL 2024).</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mehrschichtige und natürliche Waldgesellschaften sind nachgewiesen weniger anfällig für den Klimawandel und Kalamitäten, da das Risiko von Effekten durch das Klima auf viele Arten und verschieden alte Individuen aufgeteilt ist (Daur et al. 2023b; BfN 2020).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li><p>Als Habitatbaum werden große, alte, lebende oder tote Bäume bezeichnet, welche ein oder mehr Mikrohabitate besitzen (Bütler et al. 2013). Mikrohabitate sind lokal abgegrenzte Habitatstrukturen, die durch unterschiedliche abiotische und biotische Prozesse entstehen (Bütler et al. 2020). Vielfältige Waldbewirtschaftungsarten sorgen auch für eine hohe Biodiversität, da verschiedene Arten auch verschiedene Ökosysteme benötigen. Um eine hohe Ökosystemvielfalt und damit Artenvielfalt auch im Wirtschaftswald zu gewährleisten sind wichtige Aspekte: das Belassen von Totholz, Mikrohabitaten, Altbäumen und eine Vernetzung der Biotope.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Deutschland gibt es keine reinen Urwälder mehr, da jeder Bestand mehr oder weniger vom Menschen überprägt ist. Von großer Relevanz für Kohlenstoffspeicherung und die Verfügbarkeit von Totholz und Habitatbäumen sind hier vor allem Altbestände. Diese speichern etwa die Hälfte des oberirdischen Kohlenstoffs in den Wäldern weltweit (Lutz et al. 2018). Um einen solchen Zustand zu erreichen, ist der Prozessschutz eine sinnvolle Maßnahme. Damit ist ein Stopp aktiver menschlicher Eingriffe gemeint. Das Ziel hierbei ist eine natürliche Walddynamik mit Sukzession, also einer Artenfolge, bei der sich langfristig die am besten angepassten Pflanzenarten durchsetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine Bewirtschaftung wirkt sich nicht zwingend negativ auf die Biodiversität aus, vielmehr kann Biodiversität von der Vielfältigkeit der Waldbewirtschaftung profitieren. Wichtig dabei ist, eine standortangepasste Waldwirtschaft, deren Intensität und Artenauswahl die biologische Vielfalt fördert. Daher sollte ein Mosaik aus naturnah bewirtschafteten UND unbewirtschafteten Wäldern angestrebt werden. Im Waldökosystem sind die Zeiträume sehr groß. Aus diesem Grund müssen auch Maßnahmen langfristig angesetzt werden, um hier zu einer tatsächlichen Verbesserung zu führen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li><p>Holz ist ein ökologischer und nachhaltiger, aber begrenzter Werkstoff. 2023 wurden in Deutschland 71,5 Mio. m³ Rohholz verwendet. Als Rohholz wird jenes Holz bezeichnet, welches direkt aus dem Wald in die erste direkte Verwendung geht. Davon wurden 24,1 Mio. m³ (34%) direkt verbrannt (Jochem und Weimar 2024). Die Tendenz dabei ist steigend (Spathelf et al. 2022). Problematisch daran ist, dass das durch die Bäume gespeicherte CO2 so direkt wieder ausgestoßen wird. Wenn das Holz aber stofflich genutzt wird, wird der gebundene Kohlenstoff langfristig der Atmosphäre entzogen. Im Optimalfall können die stofflich genutzten Werkstoffe noch weiteren Kaskaden, also stofflichen Nutzungsschritten (bspw. Nutzung als Massivholz in einem Haus, dann als Möbel, dann als Spanplattenmöbel, dann Verbrennung und Nutzung der Energie) zugeführt werden, damit so der Kohlenstoff für eine noch längere Zeit gespeichert wird. Wenn keine weitere Nutzung mehr möglich ist, kann das Holz dann immer noch verbrannt werden, um Energie zu erzeugen.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bei dem steigenden Aufkommen von Laubholz muss dieses auch deutlich stärker in die stoffliche Nutzung gebracht werden, da hier über 80% in der ersten Verarbeitungsstufe verbrannt werden (Jochem und Weimar 2024).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li><p>Biozide sind der Überbegriff für Insektizide, Herbizide und Fungizide, also Gifte im Einsatz gegen Insekten, Pflanzen und Pilze. Im Wald werden vor allem Insektizide an stehenden Beständen und Fungizide an liegenden Holzpoltern bewusst eingesetzt. Zusätzlich kommt es auch zum Eintrag von anderen toxischen Stoffen, beispielsweise in Form von Motoröl bei Forsteinsätzen (Schulz et al. 2022; Hegg et al. 2004; Hubo 2024). Der Einsatz von Fungiziden an Holzpoltern ist durch einen effizienteren Abtransport des Holzes zu vermeiden. Auch der Einsatz von Pestiziden ist sehr kritisch zu betrachten, da diese eine große und langfristige Belastung für Böden und Wasser darstellen und negative Auswirkungen auf diverse Organismen haben. Dies kann katastrophale Folgen für das Ökosystem haben. (Güthler et al. 2005).</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Pestizide oder auch Biozide können auf verschiedenen Wegen in den Wald eingeführt werden: durch die Landwirtschaft, die Industrie und oder über verunreinigtes Wasser (Schulz et al. 2022; Smidt 2000). Neben Pestiziden hat auch die Schadstofferhöhung der Atmosphäre erhebliche Auswirkungen auf das Ökosystem Wald, da Luftverunreinigungen die natürliche Zusammensetzung der Luft verändern. Vor allem hohe Konzentrationen von Schwefel-, Halogen- und Stickstoffverbindungen, sowie FCKWs (Fluorchlorkohlenwasserstoffe) können giftig auf Flora und Fauna wirken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Des Weiteren kann die Kombination von Stressoren, wie pH-Wert oder Trockenstress, zu überproportionalen Effekten führen und in komplexen Interaktionen, welche schwer vorhersehbar sind, stehen (Smidt 2000; Rigling et al 2015).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li><p>Das Belassen von Habitatbäumen im Wirtschaftswald muss zur gängigen Praxis werden. Als Minimum sollten 10 % des Holzvorrates bzw. 10 Bäume pro Hektar als Habitatbäume ausgewiesen werden. Die ausgewiesenen Bäume müssen dauerhaft aus der Nutzung genommen werden und langfristig gesichert werden (d. h. inklusive Alters-, Zerfalls- und Totholzphase).</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mikrohabitate sind wichtige Lebensraumkomponenten diverser Arten, dienen als Zufluchts-, Brut-, Überwinterungs- oder Nahrungsstätten und sind ein Indikator für das Vorkommen und Abundanz diverser Arten und sind ein Indikator der Biodiversität des Ökosystems (Asbeck et al. 2021). Ein Mikrohabitattyp sind Baumhöhlen, welche von Wirbellosen wie Insekten, Spinnentieren und Schnecken, sowie von Wirbeltieren wie Vögeln, Nagetieren, Fledermäusen, anderen Säugern und Amphibien, Reptilien, Flechten, Pilzen und Moosen genutzt werden (Larrieu et al. 2018). Die Verfügbarkeit von Baumhöhlen ist in Wirtschaftswäldern aufgrund der intensiven Holznutzung sehr schlecht (liegt in der Regel zwischen 0,1 und 5 Höhlenbäumen pro Hektar, selten höher (Dietz und Krannich 2019). Die Höhlendichte in Naturwäldern der gemäßigten Zone schwankt zwischen etwa 5 bis 60 pro Hektar (Bütler et al. 2020).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="6"><li><p>Für die Habitatbaumauswahl ist eine Förderung von Mischwäldern vorrangig zu wählen, da z.B. ein Mix aus Buchen und Tannen komplementäre ökologische Funktionen bietet (Larrieu und Cabanettes 2012).</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mischwälder aus Nadel- und Laubbäumen haben die höchste Diversität an Mikrohabitaten (Asbeck et al. 2019) und nach einer Studie von Larrieu und Cabanettes (2012) tragen Buchen mehr Mikrohabitate als Tannen, obwohl Tannen eine größere Vielfalt an Mikrohabitattypen aufweisen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="7"><li><p>Die NAJU fordert eine dynamische Totholzbewirtschaftung mit einem Mindestvorrat von 30 m³/ha Totholz, mindestens jedoch 10% des gesamten Holzvorrats in unterschiedlichen Ausprägungen, das heißt: liegend/stehend, verschiedene Expositionen (z.B. am Boden und in Baumkronen), unterschiedliche Volumen, unterschiedliche Baumarten. Dabei ist es wichtig, dass nicht nur bestehendes Totholz erhalten bleibt, sondern regelmäßig neues nachgeliefert wird.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Totholz spielt eine entscheidende Rolle in Wäldern, indem es maßgeblich zur biologischen Vielfalt beiträgt und als CO2-, Nährstoff- und Wasserspeicher dient (BMEL 2024). Es bietet zahlreichen Organismen wie Pilzen, Insekten, Vögeln und Fledermäusen einen Lebensraum und eine Nahrungsquelle (Müller und Bütler 2010; Jonsson und Siitonen 2012; Lachat et al. 2014). Mit steigendem Totholzvolumen steigt auch die Zahl und Dichte von (totholzabhängigen) Arten, da dies zu mehr Totholzoberfläche und höherer Ressourcenverfügbarkeit führt (Müller und Bütler 2010). Bäume mit größerem Durchmesser und höheren Alter bieten eine höhere Anzahl diverser Habitatstrukturen (Lorenz 2005; Müller und Bütler 2010). Die Zersetzung erfolgt bei stehendem Totholz langsamer als bei liegendem Holz. Zudem bietet es durch Äste, Baumhöhlen und Holzpilze in Kombination mit Feuchte- und Lichteinflüssen vielfältige Mikrohabitate (Lorenz 2005). Die Mischung von Laub- und Nadelbäumen fördert die Produktivität und Biodiversität totholzassoziierter Pilze (Purahong et al. 2018). Kronentotholz ist ein besonderer Lebensraum für bspw. wärmeliebende Arten, wie Bock- und Prachtkäfer. Auch Mittel- und Kleinspecht bauen dort gerne ihre Höhlen. Außerdem dient es Spechten während der Balz zum Trommeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="8"><li><p>Die Bildung von Mikrohabitaten ist ein langsamer Prozess, der oft über mehrere Jahrzehnte andauert (Manning et al. 2013). Durch vorausschauende Planung können Verzögerungseffekte zwischen Habitatverfügbarkeit und Artenrückgang vermieden werden.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="9"><li><p>Künstliche Nisthilfen sind als Ergänzung anzusehen. Beim Einsatz ist auf eine regelmäßige Wartung, Säuberung und Kontrolle zu achten.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Natürliche Höhlen sind wichtiger für die Biodiversität, künstliche Nistkästen stellen nur eine Ergänzung dar. Sie können nicht die ökologischen Funktionen großer, natürlicher Bäume ersetzen (Bovyn et al. 2019). Daher sollten lieber Höhlenbäume statt Nistkästen gefördert werden, wobei Nistkästen nicht zwangsläufig unnötig sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="10"><li><p>Waldrefugien sind kleine, im bewirtschafteten Bestand, ausgewiesene Prozessschutzflächen. Als Habitatbaumgruppen werden mehrere, nahe aneinander stehende Habitatbäume (siehe oben) bezeichnet, welche nicht mehr Teil der Forstwirtschaft sind (Daur et al. 2023a). Einige Flächen sind nicht effizient zu bewirtschaften, da z.B. in Gebieten mit sehr steilen Hängen die land- oder forstwirtschaftliche Nutzung oft mit hohen Erosionsrisiken und immensen Kosten verbunden ist oder teilweise es auch gar nicht möglich ist, Maschinen dort einzusetzen. Prozessschutz dient hier v.a. dem Erosionsschutz und es sind keine finanziellen Verluste, durch die Entnahme aus der Bewirtschaftung zu erwarten. Die Wurzeln der Bäume helfen, den Boden zu halten und verhindern, dass er abgetragen wird (Vallaster 2015; Sturm 2011). Auch Nass- und Feuchtgebiete sind schwer zu bewirtschaften und können zu hohen Verlusten führen, wobei der Prozessschutz hier zudem eine Wasserfiltration, Verbesserung der Wasserqualität und einen Hochwasserschutz bietet. Brachen (aufgrund schlechter Bodenqualität oder anderen ungünstigen Bedingungen) können oft nicht wirtschaftlich genutzt werden. Der Prozessschutz geht hier mit der Renaturierung von Lebensräumen einher (Sturm 2011).</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="11"><li><p>Die freizeitliche Nutzung des Waldes sorgt für Erholung und hilft nachweislich bei der psychischen Regeneration (Galliker 2022). Gleichzeitig sorgt eine übermäßige Nutzung, vor allem abseits der angelegten Wege für Bodenverdichtung bzw. für Erosion (Quinn und Chemoff 2010; Evju et al. 2021). Außerdem haben vor allem frei laufende Hunde einen störenden Effekt auf das Wild (auch wenn sie nicht bewusst jagen), weshalb Hunde auch im Wald, vor allem in der Brut- und Setzzeit, angeleint bleiben müssen (Bruns 2025; Bateman und Gilson 2025).</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Damit die freizeitliche Waldnutzung auch in dicht besiedelten Gebieten wie Deutschland wieder mit der Waldnatur in Einklang gebracht werden kann, muss umfassender über die Effekte von freizeitlicher Waldnutzung aufgeklärt werden. Außerdem müssen Vorschriften wie die Anleinpflicht von Hunden in der Brut- und Setzzeit, oder Wegepflichten stärker kontrolliert und Verstöße geahndet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="12"><li><p>Naturverjüngung bedeutet, dass sich Bäume auf natürliche Weise etablieren, indem der Samen durch Tiere, Luft oder Wasser verbreitet wird, anschließend dort, wo er zu Boden fällt, keimt und am Ende zu einem Baum heranwächst. Dies ist die ökologischste und kostengünstigste Form des Waldaufbaus und stellt keinen Störfaktor für bestehende Ökosysteme dar. Die Keimlinge passen sich von Beginn an die Standortbedingungen an, entwickeln tiefere, feinere Wurzelsysteme und zeigen höhere Resilienz gegenüber Trockenstress. Es fördert eine natürliche Selektion und damit die genetische Vielfalt. Naturverjüngung sollte daher Vorrang vor Pflanzungen haben, welche durch den Menschen vorgenommen werden (Ruppert et al. 2014; Layher 2024).</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Waldformen wie Monokulturen können keine stabile Waldkultur durch Naturverjüngung aufrechterhalten. Um den Wald zu diversifizieren und zukunftsfähig zu gestalten, sind Pflanzungen nötig. Bei Pflanzungen ist auf die Klimaresilienz und Ökologie der zukünftigen Kultur zu achten, d.h. auf die Pflanzung invasiver Arten zu verzichten (Layher 2024; Ruppert et al. 2014).<br><br>
Bei Pflanzungen kommt es häufig zum Einsatz nicht-biologisch abbaubarer Wuchshülsen. Diese schützen die Jungbäume gegen Wildverbiss, verbleiben aber häufig im Wald und sorgen so für Kunststoffeintrag. Lösungsansätze wären hier das Einsammeln der Wuchshülsen sowie die Verwendung biologischer abbaubarer Materialien.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="13"><li><p>Natürliche Mischwälder sind aufgrund ihrer Vielfalt am resilientesten gegen die Klimawandelbedingten verstärkten Gefahren wie Insektenbefall und Dürreperioden (NABU 2019). Sie bieten aufgrund zahlreicher unterschiedlicher Nischen eine hohe Artenvielfalt. Gebietsfremde Arten sollten nur nach einer Risikobewertung und in Ausnahmefällen eingesetzt werden, um die Wahrscheinlichkeit zu verringern, invasive Arten (solche, die heimische Arten verdrängen) einzubringen. Diese gebietsfremden Arten sollten vor dem Hintergrund der zunehmenden Dürreperioden aus südeuropäischen Ländern mit einem trockenen Klima stammen.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="14"><li><p>Die Landschaft ist durch Autobahnen, Siedlungen, etc. zerschnitten. Werden Wälder über kleine Waldgebiete, Hecken, Böschungen oder Flüsse mit einer ausgeprägten Ufervegetation (zusammengefasst als „Trittsteinbiotope“) miteinander verbunden, können Tierarten wandern und neue Habitate erkunden. Dies fördert die genetische Vielfalt, welche wiederum die Basis zur Anpassung an (Klima)-Veränderungen darstellt. Eine Isolierung von Waldarten führt zu genetischer Verarmung und damit zu Fehlbildungen bei Tieren oder fehlender Anpassungsfähigkeit und am Ende zum Aussterben der Art. (NABU 2019; Jonsson und Siitonen 2012).</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Literaturverzeichnis:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Asbeck, Thomas; Großmann, Josef; Paillet, Yoan; Winiger, Nathalie; Bauhus, Jürgen (2021): The Use of Tree-Related Microhabitats as Forest Biodiversity Indicators and to Guide Integrated Forest Management. In: Curr Forestry Rep 7 (1), S. 59–68. DOI: 10.1007/s40725-020-00132-5.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Asbeck, Thomas; Pyttel, Patrick; Frey, Julian; Bauhus, Jürgen (2019): Predicting abundance and diversity of tree-related microhabitats in Central European montane forests from common forest attributes. In: Forest Ecology and Management 432, S. 400–408. DOI: 10.1016/j.foreco.2018.09.043.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bateman, Philip W.; Gilson, Lauren N. (2025): Bad dog? The environmental effects of owned dogs. In: Pac. Conserv. Biol. 31 (3). DOI: 10.1071/PC24071.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BfN (2020): Positionspapier Wälder im Klimawandel. Bonn.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BMEL (2024): Der Wald in Deutschland - Ausgewählte Ergebnisse der vierten Bundeswaldinventur. Hg. v. Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Online verfügbar unter <a href="https://www.bundeswaldinventur.de/fileadmin/Projekte/2024/bundeswaldinventur/Downloads/BWI-2022_Broschuere_bf-neu_01.pdf">https://www.bundeswaldinventur.de/fileadmin/Projekte/2024/bundeswaldinventur/Dowde/fileadmin/Projekte/2024/bundeswaldinventur/Dowde/fileadmin/Projekte/2024/bundeswaldinventur/Dowde/fileadmin/Projekte/2024/bundeswaldinventur/Dowde/fileadmin/Projekte/2024/bundeswaldinventur/Dowde/fileadmin/Projekte/2024/bundeswaldinventur/Dowde/fileadmin/Projekte/2024/bundeswaldinventur/Dowde/fileadmin/Projekte/2024/bundeswaldinventur/Dowde/fileadmin/Projekte/2024/bundeswaldinventur/Dowde/fileadmin/Projekte/2024/bundeswaldinventur/Dowde/fileadmin/Projekte/2024/bundeswaldinventur/Dowde/fileadmin/Projekte/2024/bundeswaldinventur/Dowde/fileadmin/Projekte/2024/bundeswaldinventur/Dowde/fileadmin/Projekte/2024/bundeswaldinventur/Dowde/fileadmin/Projekte/2024/bundeswaldinventur/Dowde/fileadmin/Projekte/2024/bundeswaldinventur/Dowde/fileadmin/Projekte/2024/bundeswaldinventur/Dowde/fileadmin/Projekte/2024/bundeswaldinventur/Dowde/fileadmin/Projekte/2024/bundeswaldinventur/Dowde/fileadmin/Projekte/2024/bundeswaldinventur/Dowde/fileadmin/Projekte/2024/bundeswaldinventur/Dowde/fileadmin/Projekte/2024/bundeswaldinventur/Dowde/fileadmin/Projekte/2024/bundeswaldinventur/Dowde/fileadmin/Projekte/2024/bundeswaldinventur/Dowde/fileadmin/Projekte/2024/bundeswaldinventur/Dowde/fileadmin/Projekte/2024/bundeswaldinventur/Dowde/fileadmin/Projekte/2024/bundeswaldinventur/Dowde/fileadmin/Projekte/2024/bundeswaldinventur/Dowde/fileadmin/Projekte/2024/bundeswaldinventur/Downloads/BWI-2022_Broschuere_bf-neu_01.pdf</a>, zuletzt geprüft am 01.03.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bovyn, Ryan A.; Lordon, Michael C.; Grecco, Allison E.; Leeper, Abigail C.; LaMontagne, Jalene M. (2019): Tree cavity availability in urban cemeteries and city parks. In: Journal of Urban Ecology 5 (1). DOI: 10.1093/jue/juy030.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bruns, D. (2025): Hunde im Wald: Wie sehr stören unsere Haustiere die Natur? In: forstpraxis, 04.05.2025. Online verfügbar unter <a href="https://www.forstpraxis.de/hunde-im-wald-wie-sehr-stoeren-unsere-haustiere-die-natur-23686">https://www.forstpraxis.de/hunde-im-wald-wie-sehr-stoeren-unsere-haustiere-die-natur-23686</a>, zuletzt geprüft am 12.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bütler, R.; Lachat, Thibault; Krumm, Frank; Kraus, Daniel; Larrieu, Laurent (2020): Taschenführer der Baummikrohabitate. Beschreibung und Schwellenwerte für Feldaufnahmen. Birmensdorf: Eidg. Forschungsanstalt WSL.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bütler, Rita; Lachat, Thibault; Larrieu, Laurent; Paillet, Yoan (2013): Habitat trees: Key elements for forest biodiversity Focus - Managing Forest in Europe, S. 84–91.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Daur, N.; Schmitz, F.; Volz, H.-A.; Emde, F. A.; Großheim, C.; Bolte, A. et al. (2023a): Wälder und ihre Bewirtschaftung im Klimawandel: Handlungsempfehlungen auf Grundlage des Maßnahmenprogramms zur Umsetzung der Agenda Anpassung von Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei und Aquakultur an den Klimawandel; Bericht der BLAG ALFFA. Online verfügbar unter <a href="https://agris.fao.org/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5e">https://agris.fao.org/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5e</a>.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Daur, N.; Schmitz, F.; Volz, H.-A.; Emde, F. A.; Großheim, C.; Bolte, A. et al. (2023b): Wälder und ihre Bewirtschaftung im Klimawandel: Handlungsempfehlungen auf Grundlage des Maßnahmenprogramms zur Umsetzung der Agenda Anpassung von Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei und Aquakultur an den Klimawandel; Bericht der BLAG ALFFA. Online verfügbar unter <a href="https://agris.fao.org/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5e">https://agris.fao.org/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5eorg/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5e</a>.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dietz, M.; Krannich, A. (2019): Die Bechsteinfledermaus Myotis bechsteinii - Eine Leitart für den Waldnaturschutz. Handbuch für die Praxis. Hg. v. Naturpark Rhein-Taunus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Evju, Marianne; Hagen, Dagmar; Jokerud, Mari; Olsen, Siri Lie; Selvaag, Sofie Kjendlie; Vistad, Odd Inge (2021): Effects of mountain biking versus hiking on trails under different environmental conditions. In: Journal of Environmental Management 278 (Pt 2), S. 111554. DOI: 10.1016/j.jenvman.2020.111554.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Galliker, F. (2022): Erholsamer Wald – eine wissenschaftliche Betrachtung. Hg. v. WSL. Eig. Forschungsanstalt. Online verfügbar unter <a href="https://www.waldwissen.net/de/lebensraum-wald/freizeit-und-erholung/erholsamer-wald-eine-wissenschaftliche-betrachtung">https://www.waldwissen.net/de/lebensraum-wald/freizeit-und-erholung/erholsamer-wald-eine-wissenschaftliche-betrachtung</a>.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Güthler, W.; Market, R.; Häusler, A.; Dolek, A. (2005): Vertragsnaturschutz im Wald Bundesweite Bestandsaufnahme und Auswertung. Hg. v. BfN. Bundesamt für Naturschutz. Bonn. Online verfügbar unter <a href="https://www.researchgate.net/profile/matthias-dolek/publication/265184426_vertragsnaturschutz_im_wald_bundesweite_bestandsaufnahme_und_auswertung">https://www.researchgate.net/profile/matthias-dolek/publication/265184426_vertragsnaturschutz_im_wald_bundesweite_bestandsaufndolek/publication/265184426_vertragsnaturschutz_im_wald_bundesweite_bestandsaufndolek/publication/265184426_vertragsnaturschutz_im_wald_bundesweite_bestandsaufndolek/publication/265184426_vertragsnaturschutz_im_wald_bundesweite_bestandsaufndolek/publication/265184426_vertragsnaturschutz_im_wald_bundesweite_bestandsaufndolek/publication/265184426_vertragsnaturschutz_im_wald_bundesweite_bestandsaufndolek/publication/265184426_vertragsnaturschutz_im_wald_bundesweite_bestandsaufndolek/publication/265184426_vertragsnaturschutz_im_wald_bundesweite_bestandsaufndolek/publication/265184426_vertragsnaturschutz_im_wald_bundesweite_bestandsaufndolek/publication/265184426_vertragsnaturschutz_im_wald_bundesweite_bestandsaufndolek/publication/265184426_vertragsnaturschutz_im_wald_bundesweite_bestandsaufndolek/publication/265184426_vertragsnaturschutz_im_wald_bundesweite_bestandsaufndolek/publication/265184426_vertragsnaturschutz_im_wald_bundesweite_bestandsaufndolek/publication/265184426_vertragsnaturschutz_im_wald_bundesweite_bestandsaufndolek/publication/265184426_vertragsnaturschutz_im_wald_bundesweite_bestandsaufndolek/publication/265184426_vertragsnaturschutz_im_wald_bundesweite_bestandsaufndolek/publication/265184426_vertragsnaturschutz_im_wald_bundesweite_bestandsaufndolek/publication/265184426_vertragsnaturschutz_im_wald_bundesweite_bestandsaufndolek/publication/265184426_vertragsnaturschutz_im_wald_bundesweite_bestandsaufndolek/publication/265184426_vertragsnaturschutz_im_wald_bundesweite_bestandsaufndolek/publication/265184426_vertragsnaturschutz_im_wald_bundesweite_bestandsaufndolek/publication/265184426_vertragsnaturschutz_im_wald_bundesweite_bestandsaufndolek/publication/265184426_vertragsnaturschutz_im_wald_bundesweite_bestandsaufndolek/publication/265184426_vertragsnaturschutz_im_wald_bundesweite_bestandsaufndolek/publication/265184426_vertragsnaturschutz_im_wald_bundesweite_bestandsaufndolek/publication/265184426_vertragsnaturschutz_im_wald_bundesweite_bestandsaufndolek/publication/265184426_vertragsnaturschutz_im_wald_bundesweite_bestandsaufndolek/publication/265184426_vertragsnaturschutz_im_wald_bundesweite_bestandsaufndolek/publication/265184426_vertragsnaturschutz_im_wald_bundesweite_bestandsaufnahme_und_auswertung</a>.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Hegg, C.; Waldner, P.; Jeisy, M. (2004): Zusammenhänge zwischen Wald, Wasser und Wasserqualität. In: Thema Umwelt 3 (4). Online verfügbar unter <a href="https://www.researchgate.net/profile/peter-waldner/publication/238702459_wald_und_trinkwasser_eine_literaturstudie">https://www.researchgate.net/profile/peter-waldner/publication/238702459_wald_und_trinkwasser_eine_literaturstudie</a>.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Hubo, C. (2024): Wald und Krisen: Sozialwissenschaftliche, philosophische und ökologische Perspektiven. In: BfN (Hg.): Wälder im Stress: Naturschutz im Wald unter sich radikal ändernden Bedingungen. Unter Mitarbeit von C. Müller, Meisch, S.P., Ott, K., J. Stadler, L. Voget Kleschin und T. Potthast. Vilm. Bundesamt für Naturschutz. Bonn, S. 9–26.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Jochem, D.; Weimar, H. (2024): Thuenen: Holzeinschlag und Rohholzverwendung. Online verfügbar unter <a href="https://www.thuenen.de/de/fachinstitute/waldwirtschaft/zahlen-fakten/holzeinschlag-und-rohholzverwendung">https://www.thuenen.de/de/fachinstitute/waldwirtschaft/zahlen-fakten/holzeinschlag-und-rohholzverwendung</a>, zuletzt aktualisiert am 09.06.2025, zuletzt geprüft am 09.06.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Jonsson, Bengt Gunnar; Siitonen, Juha (2012): Dead wood and sustainable forest management. In: Biodiversity in Dead Wood. 1. Aufl.: Cambridge University Press, S. 302–337.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Lachat, Thibault; Brang, Peter; Bolliger, Markus; Bollmann, Kurt; Brändli, Urs-Beat; Bütler, Rita et al. (2014): Totholz im Wald Entstehung, Bedeutung und Förderung. In: Merkblatt für die Praxis 52.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Larrieu, Laurent; Cabanettes, Alain (2012): Species, live status, and diameter are important tree features for diversity and abundance of tree microhabitats in subnatural montane beech–fir forests 1 This article is one of a selection of papers from the International Symposium on Dynamics and Ecological Services of Deadwood in Forest Ecosystems. In: Can. J. For. Res. 42 (8), S. 1433–1445. DOI: 10.1139/x2012-077.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Larrieu, Laurent; Paillet, Yoan; Winter, Susanne; Bütler, Rita; Kraus, Daniel; Krumm, Frank et al. (2018): Tree related microhabitats in temperate and Mediterranean European forests: A hierarchical typology for inventory standardization. In: Ecological Indicators 84, S. 194–207. DOI: 10.1016/j.ecolind.2017.08.051.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Layher, M.G.R. (2024): Der Einfluss verschiedener Standortvariablen auf den Rehverbiss an der Naturverjüngung im durch den Klimawandel veränderten Wald. Masterthesis. Universität für Bodenkultur (Boku), Wien. Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Lorenz, Jörg (2005): Schnellmethode der Totholz-Strukturkartierung. Eine Methode zur Bewertung von Waldbeständen in FFH-Gebieten und Naturwaldreservaten. In: Naturschutz und Landschaftsplanung 37, S. 342–349.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Manning, A.D.; Gibbons, B.; Fischer, J.; Oliver, D. L.; Lindenmayer, D. B. (2013): Hollow Futures? Tree decline, lag effects and hollow-dependend species. In: Animal Conversations 16 (4), S. 395–403.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Müller, Jörg; Bütler, Rita (2010): A review of habitat thresholds for dead wood: a baseline for management recommendations in European forests. In: Eur J Forest Res 129 (6), S. 981–992. DOI: 10.1007/s10342-010-0400-5.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>NABU (Hg.) (2019): Wald und Forstwirtschaft im Klimawandel. Natur für sich arbeiten lassen. Stabilisieren – Wiederherstellen. Online verfügbar unter <a href="https://rlp.nabu.de/imperia/md/content/nabude/wald/190829-nabu-">https://rlp.nabu.de/imperia/md/content/nabude/wald/190829-nabu-</a>.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Purahong, Witoon; Wubet, Tesfaye; Krüger, Dirk; Buscot, François (2018): Molecular evidence strongly supports deadwood-inhabiting fungi exhibiting unexpected tree species preferences in temperate forests. In: The ISME journal 12 (1), S. 289–295. DOI: 10.1038/ismej.2017.177.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Quinn, M.; Chemoff, G. (2010): Mountain Biking: A Review of the Ecological Effects. A Literature Review for Parks Canada – National Office (Visitor Experience Branch). Final Report. University of Calgary, Calgary. Miistakis Institute.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Riedel, T. (2024): Ergebnisse der Bundeswaldinventur 2022. Hg. v. Johann Heinrich von Thünen-Institut. Online verfügbar unter <a href="https://www.thuenen.de/de/themenfelder/waelder/die-bundeswaldinventur/ergebnisse-der-bundeswaldinventur-2022">https://www.thuenen.de/de/themenfelder/waelder/die-bundeswaldinventur/ergebnisse-der-bundeswaldinventur-2022</a>, zuletzt aktualisiert am 07.06.2025, zuletzt geprüft am 07.06.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Rigling, A.; Landolt, D.; Manser, R. (2015): Wald im Wandel. In: Waldbericht 2015 Zustand des Schweizer Waldes, S. 9-22</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ruppert, O.; Rothkegel, W.; Holly, L. (2014): Zielgerichtet natürlich verjüngen. In: LWF aktuell (99). Online verfügbar unter <a href="https://www.waldwissen.net/de/waldwirtschaft/waldbau/waldverjuengung/gezielt-natuerlich-verjuengen">https://www.waldwissen.net/de/waldwirtschaft/waldbau/waldverjuengung/gezielt-natuerlich-verjuengen</a>, zuletzt geprüft am 15.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Schulz, R.; Wolfram, J.; Stehle, S.; Bub, S.; Hermann, L.; Petschick, L. L. (2022): Pestizide in Schutzgebieten: Vorkommen, Bewertung, Maßnahmen. Abschlussbericht, Landau. iES, Institut für Umweltwissenschaften.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Smidt, St. (2000): Waldschädigende Luftverunreinigungen. Hg. Forstliche Versuchsanstalt Wien</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Spathelf, P.; Ammer, C.; Anninghöfer, P.; Bolte, A.; Seifert, T.; Weimar, H. (2022): Fakten zum Thema: Wälder und Holznutzung. Der Deutsche Verband Forstlicher Forschungsanstalten (DVFFA) beleuchtet in seinem zweiten Beitrag der Serie „Fakten zum Thema: …“ die Rolle der Wälder in Bezug zur Holznutzung. In: Forschung Faktencheck.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Sturm, K. (2011): Grundlagen und Ziele des integrativen Prozessschutz-Waldbaus - Ein Zwischenbericht des seit 1992 laufenden Projektes. In:. Tagung zu NATURA 2000 Gebieten auf Hof Möhr - NNA - vom BfN. Online verfügbar unter <a href="https://www.researchgate.net/profile/knut-sturm-2/publication/319664197_grundlagen_und_ziele_des_integrativen_prozessschutz-waldbaus_-_ein_zwischenbericht_des_seit_1992_laufenden_projektes">https://www.researchgate.net/profile/knut-sturm-2/publication/319664197_grundlagen_und_ziele_des_integrativen_prozessschutz-waldbaus_-_ein_zwischenbericht_des_seit_1992_laufenden_projektes</a>.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Thünen-Institut (2025): Für die Erholung der Bäume reicht der Regen nicht mehr aus. Wellbrock, N. Online verfügbar unter <a href="https://www.thuenen.de/de/newsroom/presse/pressemitteilungen/detailansicht/fuer-die-erholung-der-baeume-reicht-der-regen-nicht-mehr-aus">https://www.thuenen.de/de/newsroom/presse/pressemitteilungen/detailansicht/fuer-die-erholung-der-baeume-reicht-der-regen-nicht-mehr-aus</a>, zuletzt geprüft am 13.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Vallaster, C. (2015): Ökonomische Bewertung der Schutzwirkung des Waldes (Erosionsschutz) auf Flächen der Österreichischen Bundesforste (Infrastrukturen, Siedlungsgebiete). Technische Universität Wien. Online verfügbar unter <a href="https://repositum.tuwien.at/handle/20.500.12708/3664">https://repositum.tuwien.at/handle/20.500.12708/3664</a>.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 20 Sep 2025 16:33:48 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A13: NAJU-Grundsatzprogramm | Kapitel Natur- und Umweltschutz | Abschnitt Hochgebirge Alpen</title>
                        <link>https://naju.antragsgruen.de/naju/motion/55544</link>
                        <author>Bundesvorstand (dort beschlossen am: 16.08.2025)</author>
                        <guid>https://naju.antragsgruen.de/naju/motion/55544</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Alpen sind neben dem Wattenmeer der größte zusammenhängende Naturraum Europas, der verhältnismäßig unzerschnitten und gering beeinflusst ist. Obwohl sie nur 2 % der Fläche des Kontinents bedecken, beherbergen sie rund 40 % der Pflanzen- und Tierarten Europas [1]. Die vielen verschiedenen natürlichen Ökosysteme sowie Landnutzungssysteme im Alpenraum erbringen zahlreiche wertvolle Ökosystemleistungen, aus denen die Gesellschaft allgemein und wirtschaftliche Sektoren großen Nutzen ziehen – nicht nur im Alpenraum und dessen Vorland, sondern weit darüber hinaus [2]. Darunter zählen die Regulierung von Klima und Wasserhaushalt sowie die Bereitstellung von ästhetisch reizvollen Natur- und Kulturlandschaften, die einzigartige Naturerlebnisse ermöglichen und von hohem Wert für menschliche Gesundheit, Wohlbefinden, Erholungs- und Freizeitnutzung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dieser hohen Bedeutung der Alpen stehen vielfältige, durch menschliche Aktivitäten bedingte, Nutzungsansprüche, Belastungen und Bedrohungen gegenüber. Durch ungezügelten Verbrauch natürlicher Ressourcen und die kontinuierliche Ausweitung der Infrastruktur für Siedlungen, Gewerbe, Tourismus, Energieproduktion und -transport, sowie durch stellenweise maßlose Übernutzung für Tourismus, Freizeit und Sport und nicht zuletzt durch den menschengemachten Klimawandel gehen naturbelassene Landschafts- und Naturräume in den Alpen zusehends und unwiederbringlich verloren oder werden wesentlich beeinträchtigt [3, 4, 5, 6]. Zwar sind deutschlandweit, wie auch alpenweit, immerhin knapp 30 % der Fläche unter gesetzlichen Schutz gestellt, dennoch bilden diese keinen uneingeschränkt sicheren Rückzugsort für die Natur, da auch hier menschliche Aktivitäten stattfinden und nicht effektiv reguliert sind [7, 8].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>NAJU-Kernforderungen: </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Schutzgebietskulisse: Eine konsequente und kompromisslose Erhaltung und Erweiterung der Schutzgebietskulisse und Gewährleistung einer hohen Schutzqualität</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>- Bestehende gesetzliche Instrumente zum Schutz der Alpen sind ausnahmslos zu beachten und zu erhalten. Die Ziele der Alpenkonvention sowie die ihrer Durchführungsprotokolle und Erklärungen sind vollständig in nationale Pläne und Programme zu übernehmen und darin zu konkretisieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>- Die Lücken in der bestehenden Schutzgebietskulisse sind mit der Sicherung und Unterschutzstellung weiterer naturschutzfachlich wertvoller Gebiete zu schließen, u. a. mit den Kernlebensräumen störungsempfindlicher Tierarten und für den Biotopverbund geeigneten Flächen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>- Dem stark gestiegenen und weiter steigenden Nutzungsdruck für Freizeit, Sport und Erholung (an Land, auf Gewässern und in der Luft) muss mit zielgruppengerechten Sensibilisierungs- und Lenkungskonzepten bzw. Nutzungsvereinbarungen sowie personellem Ausbau, Entfristung und Verstärkung der Schutzgebietsbetreuung begegnet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2. Raumplanung: Eine konsequente Berücksichtigung von Naturschutzinteressen bei der alpinen Raumplanung, insbesondere hinsichtlich der Infrastruktur zur Energieerzeugung und zum Schutz vor Naturgefahren</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>− Die alpine Raumplanung muss einem Gesamtkonzept basierend auf wissenschaftlichen, objektiven Grundsätzen folgen. Dabei müssen Naturschutzinteressen an erster Stelle berücksichtigt werden und sind im Rahmen von Abwägungen hoch zu gewichten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>− Der Flächenverbrauch ist sowohl auf lokaler als auch auf regionaler Ebene durch rechtlich verankerte, quantitative Vorgaben zu begrenzen und die Umsetzung flächensparender Ansätze durch Anreize bzw. bessere rechtliche Rahmenbedingungen zu fördern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>− Die letzten verbliebenen Abschnitte von alpinen Wildflüssen sind unbedingt zu erhalten und vor Beeinträchtigungen durch Wasserkraftwerke und Ausleitungen für sonstige Zwecke zu bewahren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3. Belastungen durch Tourismus, Sport und Freizeit verringern, Eingriffe für deren Infrastruktur verhindern </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>− Der klimabedingte Anstieg der Schneefallgrenze und die verminderte Schneesicherheit dürfen nicht dazu führen, dass weitere Gletscher und noch unberührte Landschaftskammern als neue Wintersportgebiete erschlossen und für den Tourismus intensiv genutzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>− Förderprogramme für Gemeinden und Regionen sind überwiegend anhand von Kriterien für, vor allem im ökologischen Sinne, nachhaltigen und sanften Tourismus umzugestalten, dabei sind insbesondere umweltschädliche Subventionen für, z. B. für Skilifte und die Pisten-Beschneiung einzustellen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>4. Mobilitätswende: Belastungen durch motorisierten Individualverkehr und Gütertransport im Rahmen einer konsequenten Verkehrswende verringern und ÖV-Angebot ausbauen </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um den Trend der zunehmenden Belastung durch den motorisierten Individualverkehr und Gütertransport in den Alpen zu stoppen und besser noch umzukehren, ist eine konsequente Mobilitätswende dringend erforderlich. Infrastruktur, Transportangebot und -kapazität des öffentlichen Personennah- und -fernverkehrs im Alpenraum sind zu verbessern und entsprechend den Mobilitätsbedürfnissen von ansässiger Bevölkerung und von Gästen auszubauen. Insbesondere für junge Menschen sind attraktive grenz- / verbundübergreifende Ticket-Angebote zu schaffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5. Strategie für klimaneutrale und klimaresiliente Alpen konkretisieren und umsetzen </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zur Erreichung der rechtlich verbindlichen Emissionsreduktionsziele bis 2050 sind in allen Sektoren des Alpenraums Maßnahmen zur Energieeinsparung und Transformation hin zur Klimaneutralität nötig, wobei diese jedoch nicht gegen Ziele des Naturschutzes ausgespielt werden dürfen und somit gute Abstimmung und eine sorgfältige Abwägung von Zielkonflikten erforderlich sind. Zudem sind in allen Sektoren die Risiken und Folgen des Klimawandels bei langfristigen Entscheidungen mitzuberücksichtigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Zitierte Quellen: </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[1] Generaldirektion Umwelt der Europäische Kommission (2010): Natura 2000 in der alpinen Region. Herausgegeben vom Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften, Luxemburg, 16 S. URL: <a href="https://op.europa.eu/de/publication-detail/-/publication/9a738f76-">https://op.europa.eu/de/publication-detail/-/publication/9a738f76-</a> c937-478d-b720-1562a53385e4 [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[2] Marzelli, S., Riedel, M., Savaşçı, G., Neumann, C. &amp; Szücs, L. (2018): Ökosystemleistungen – Ein Konzept für den Alpenraum. Studie im Rahmen des INTERREG-Projekts „Alpine Space – AlpES“. München, 51 S. URL: <a href="https://www.alpine-space.eu/wp-content/uploads/2022/09/Alpine_ecosystem_services_concept.zip">https://www.alpine-space.eu/wp-content/uploads/2022/09/Alpine_ecosystem_services_concept.zip</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[3] Wessely, H. &amp; Güthler, A. (2015): Alpenpolitik in Deutschland – Anspruch und Realität. Im Auftrag des Bundes Naturschutz in Bayern e.V., Nürnberg. Bund Naturschutz Forschung, Heft 8, 151 S. URL: <a href="https://www.bund-naturschutz.de/fileadmin/Bilder_und_Dokumente/Themen/Alpen/BN_For">https://www.bund-naturschutz.de/fileadmin/Bilder_und_Dokumente/Themen/Alpen/BN_For</a> schung_Alpenpolitik_in_Deutschland.pdf [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[4] Ringler, A. (2017): Skigebiete der Alpen: landschaftsökologische Bilanz, Perspektiven für die Renaturierung. Jahrbuch des Vereins zum Schutz der Bergwelt (81/82): 29 – 130.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[5] Paul, I. (Hrsg., 2004): Freizeitaktivitäten im Lebensraum der Alpentiere – Konfliktbereiche zwischen Mensch und Tier. Mit einem Ratgeber für die Praxis. Haupt, Bern, 516 S.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[6] Spehn, E. &amp; Körner, C. (2017): Auswirkungen des Klimawandels auf die Natur in den Alpen. Natur und Landschaft (9/10): 407 – 411.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[7] Broggi, M., Jungmeier, M., Plassmann, G., Solar, M. &amp; Scherfose, V. (2017): Die Schutzgebiete im Alpenbogen und ihre Lücken. Natur und Landschaft 92 (9/10): 432 – 439.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[8] Stadler, K. (1996): Naturschutz und Erholung – Rechtsprobleme im Spannungsfeld zwischen Naturschutz und Erholung unter besonderer Berücksichtigung der bayerischen Rechtslage. Schriften zum Umweltrecht (72): 1 – 378 S. Duncker &amp; Humblot, Berlin.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Tue, 02 Sep 2025 15:56:16 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A12: Positionspapier: Lärm, Gefahr und Müll: Zeit für ein Ende privater Böller und Feuerwerke</title>
                        <link>https://naju.antragsgruen.de/naju/motion/55532</link>
                        <author>Bundesvorstand (dort beschlossen am: 16.08.2025)</author>
                        <guid>https://naju.antragsgruen.de/naju/motion/55532</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Einleitung</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Silvester ist für die meisten ein emotionaler Höhepunkt des Jahres – ein Moment der Gemeinschaft und des Neubeginns. Für viele Menschen gehört das Silvesterfeuerwerk dabei traditionell zum Jahreswechsel dazu. Doch der Brauch hat gravierende Folgen: Tonnenweise Feinstaub belasten die Luft, Tiere geraten in Panik, Notaufnahmen sind überfüllt, Rettungs- und Einsatzkräfte überlastet – und die Kosten für Reinigung und Schäden tragen am Ende die Kommunen. Uns geht es nicht darum, Menschen das Feiern oder das Erleben von Gemeinschaft an Silvester zu nehmen. Vielmehr fordern wir ein ganzjähriges Verbot privater Feuerwerkskörper der Kategorie F2, um die negativen Folgen für Natur, Tiere und Gesellschaft zu minimieren. Wir setzen uns für neue, nachhaltige Wege ein, den Jahreswechsel gemeinsam zu feiern – verantwortungsvoll und im Einklang mit Umwelt und Gesundheit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Klima- und Umweltbelastung </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Feinstaub und Luftverschmutzung</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Zünden von Feuerwerkskörpern führt kurzfristig zu einer extremen Luftverschmutzung, was auf die pyrotechnische Zusammensetzung der Feuerwerkskörper zurückzuführen ist (Khedr et al. 2022, S. 2). Laut dem Umweltbundesamt (UBA) werden jährlich rund 2.050 Tonnen Feinstaub (PM10) durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern freigesetzt, der größte Teil davon innerhalb weniger Stunden zum Jahreswechsel. Diese Menge entspricht fast einem Prozent der jährlichen Feinstaubemissionen in Deutschland. In vielen Großstädten erreichen die PM10-Stundenwerte in den ersten Neujahrsstunden bis zu 1.000 µg/m³ (Umweltbundesamt 2025) - bei einem EU-Tagesgrenzwert von 50 µg/m³, der so um ein Vielfaches überschritten wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Feinstaubpartikel sind dabei mit Sulfaten, organischen Stoffen, Kalium und toxischen Schwermetallen zur Darstellung von Farben, wie Barium (grün), Strontium (rot) und Kupfer (blau) angereichert (Manchanda et al. 2022). Ein Großteil dieser Partikel, insbesondere Feinstaub der Fraktion PM2,5, sind dabei so klein, dass sie tief in die Bronchien, Lungenbläschen und von dort sogar in den Blutkreislauf eindringen können, wo sie nachweislich die Gesundheit schädigen (Gouder und Montefort 2014, Petrowski et al. 2019). Bereits bei gesunden Menschen können in der Silvesternacht vorübergehend Atemwegsbeschwerden auftreten, bei Asthmatiker*innen steigt der Medikamentenbedarf deutlich. Studien zeigen zudem einen Anstieg von Krankenhauseinweisungen wegen Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie eine erhöhte Sterblichkeit an den Tagen nach Silvester (Umweltbundesamt 2023).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Belastung von Boden und (Grund-)Wasser durch Feuerwerksmüll</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Neben der Luftverschmutzung führt privates Feuerwerk auch zu erheblichen Belastungen von Böden und Gewässern. Allein in den fünf Großstädten Berlin, Hamburg, München, Düsseldorf und Frankfurt am Main sammelten kommunale Entsorger jährlich vor der Coronapandemie am Neujahrstag zwischen 134 und 183 Tonnen Silvesterabfall (Verband kommunaler Unternehmen 03.01.2022). Dennoch bleiben vor allem außerhalb gereinigter Bereiche erhebliche Mengen Müll zurück, insbesondere Kunststoffreste von Hülsen, Kappen und Verpackungen. Diese zersetzen sich nur sehr langsam, können zu Mikroplastik werden und so in die Nahrungskette gelangen (NABU 2022).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Feuerwerkskörper erhalten zudem u.a. die Chemikalie Perchlorat, welche beim Abbrennen nicht vollständig reagiert. Perchlorat ist wasserlöslich, persistent und kann durch Niederschläge oder Schmelzwasser in Grund- und Oberflächenwasser gelangen, wo es bereits nach Feuerwerksereignissen in erhöhten Konzentrationen nachgewiesen wurde (Umweltbundesamt 2023, Brown und Gu 2006, Pace und Vella 2019). Perchlorat stellt ein Gesundheitsrisiko dar, da es die Iodidaufnahme der Schilddrüse hemmt und so insbesondere bei Schwangeren, Säuglingen und Kindern Entwicklungs- und Stoffwechselstörungen verursachen kann (Lyu et al. 2025). Ein vom NABU unterstütztes nationales Spülsaummonitoring nach den OSPAR-Richtlinien dokumentierte zwischen 2012 und 2017 an einem einzigen Küstenabschnitt 166 Plastikreste von Feuerwerkskörpern (NABU 2022).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Import / Herstellung von Feuerwerkskörpern</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Umweltbelastung durch privates Feuerwerk beginnt lange vor dem eigentlichen Abbrennen in der Silvesternacht. Sie ist das Ergebnis einer globalen Produktions- und Lieferkette, deren ökologische und soziale Kosten systematisch ausgeblendet werden. Deutschland importiert den überwiegenden Teil seiner Feuerwerkskörper aus China. Von Januar bis September 2024 wurden laut Statistischem Bundesamt rund 25 900 t Raketen, Böller &amp; Co. eingeführt. Seit über 20 Jahren liegt der Anteil chinesischer Importe dabei bei mehr als 90 % vgl. (Statistisches Bundesamt 26.11.2024). Damit legt der Großteil des Feuerwerks eine lange Transportstrecke per Containerschiff zurück, wodurch jährlich tausende Tonnen CO₂ verursacht werden (NABU 2014).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Auch in den Produktionsregionen hinterlässt die Herstellung von Feuerwerk Spuren: In chinesischen Industriegebieten mit hoher Feuerwerksfertigung wurde Perchlorat im Trinkwasser gemessen, was die lokale Bevölkerung gesundheitlich gefährdet (Lyu et al. 2025).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Auswirkungen auf Biodiversität und Tiere </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Allgemeine Auswirkungen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Tiere reagieren meist deutlich empfindlicher auf Feuerwerk als Menschen. Das Zusammenspiel aus extrem lauten Knallgeräuschen, grellen Lichtblitzen, Rauchgeruch und Erschütterungen löst bei vielen Arten akute Stressreaktionen und den Fluchtreflex aus. Hunde reißen sich los, Katzen verstecken sich an unzugänglichen Orten, Wildtiere rennen panisch in gefährliche Gebiete oder über Straßen und Vögel fliegen durch die Panik gegen Hindernisse – teils mit schweren Verletzungen oder tödlichen Folgen (van Herwijnen et al. 2024). Solche Reaktionen können zudem für Menschen gefährlich würden, etwa durch Verkehrsunfälle.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Haus- und Nutztiere</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Jedes Jahr erleben Haustierbesitzer*innen die Panik ihrer Tiere während der Silvesternacht. Besonders Hunde sind häufig von der Angst vor Feuerwerk betroffen. Über die Hälfte leidet laut Umfragen mindestens teilweise unter Feuerwerksangst, mit Symptomen wie Zittern, Verstecken oder Futterverweigerung (Riemer 2019). Feuerwerk ist mit rund 145 Dezibel deutlich über der Schmerzgrenze von 95 Dezibel für Hunde und kann zu dauerhaften Gehörschäden führen (Frischengruber A, Troxler J, Tichy A, Senft B, Arhant C. 2022). Bei Katzen ist Stress oft schwer zu erkennen, zeigt sich aber durch untypisches Rückzugsverhalten oder Aggression (van Herwijnen et al. 2024). Auch Nutztiere wie Pferde reagieren extrem sensibel. Als Fluchttiere geraten sie bei plötzlichem Lärm schnell in Panik, was zu Ausbrüchen, Selbstverletzungen oder Unfällen führen kann. Tiere in engen Ställen oder Käfigen sind besonders gefährdet, da sie dem Stress nicht ausweichen können (Gronqvist et al. 2016, Gates et al. 2019).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wildtiere und Vögel</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für Wildtiere ist die Silvesternacht besonders problematisch, da sie keine Möglichkeit haben, sich auf die plötzlichen Reize vorzubereiten. Besonders in den Wintermonaten, wenn ihre Energiereserven ohnehin knapp sind, können panikartige Fluchtreaktionen zu Erschöpfung, Verletzungen oder sogar zum Tod führen. Fledermäuse werden durch den Lärm aus dem Winterschlaf gerissen und verlassen in Panik ihre Quartiere, Igel werden abrupt geweckt und verlieren dabei wertvolle Energiereserven. Hinzu kommt ein Anstieg von Stresshormonen und eine Störung im Biorhythmus der Tiere, was zu Desorientierung und erschwerter Nahrungssuche führen kann. Besonders empfindlich reagieren viele Vogelarten, etwa Kraniche, Gänse oder Limikolen. Sie fliegen bei Feuerwerkslärm in Panik auf, flüchten teils über weite Entfernungen, verlassen Rastplätze und kehren tagelang nicht zurück – ein Energieverlust, der im Winter besonders kritisch ist. Studien belegen, dass akustische Reize stärkere Reaktionen auslösen als visuelle und dass Vögel sich nicht an Feuerwerk gewöhnen. Untersuchungen während der COVID-19-Pandemie zeigten zudem, dass geringere Feuerwerksaktivitäten zu deutlich weniger Stress bei Vögeln führten, was die Notwendigkeit von Einschränkungen beim Feuerwerk unterstreicht (Nature, &quot;Impact of reduced firework activities during COVID-19 on bird stress levels&quot;).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Folgen für den Menschen </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Neben den bereits dargelegten großen Belastungen für die Umwelt und Auswirkungen von Feinstaub auf Lunge und Atemwege, stellt Silvesterfeuerwerk eine direkte Bedrohung für die körperliche und seelische Unversehrtheit von Menschen dar. Die Freiheit des Einzelnen, Feuerwerk zu zünden, endet dort, wo die Sicherheit anderer beginnt. Eine Grenze die in der Silvesternacht häufig und mit gravierenden Folgen überschritten wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Verletzungen und Unfälle durch Feuerwerkskörper</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In der Silvesternacht kommt es jährlich zu schweren Verletzungen durch unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern, insbesondere bei Kindern, Jugendlichen und unbeteiligten Zuschauer*innen. In der Saison 2022/23 wurden in Deutschland allein 838 Augenverletzungen durch Feuerwerk behandelt. Besonders besorgniserregend ist dabei, dass Kinder unter 12 Jahren häufiger betroffen waren als Jugendliche und bis zu 50% der Verletzten unbeteiligte Personen waren (Gabel-Pfisterer et al. 2025). Im Jahreswechsel 2024/25 kam es zu fünf Todesfällen und Dutzenden Verletzten durch Feuerwerksunfälle, die teils auf illegale oder manipulierte Feuerwerkskörper zurückzuführen sind (DIE ZEIT 2025, ZDFheute 2025a). Diese tragischen Ereignisse unterstreichen die dringende Notwendigkeit, Kinder und Unbeteiligte durch geeignete Schutzmaßnahmen besser zu schützen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Belastung von Infrastruktur und Gesellschaft </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Silvesternacht versetzt unsere gesellschaftliche Infrastruktur jährlich in einen vorhersehbaren Ausnahmezustand. Während ein Teil der Bevölkerung feiert, werden die Grundpfeiler unserer Daseinsvorsorge – Gesundheitssystem, Rettungsdienste und öffentliche Sicherheit – an ihre absolute Belastungsgrenze und darüber hinaus gebracht. Die Folgen dieser Nacht sind keine unglücklichen Einzelfälle, sondern ein systematisches Problem mit immensen sozialen und wirtschaftlichen Kosten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Überlastung der Notfalldienste</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für Krankenhäuser, Feuerwehren und Rettungsdienste ist der Jahreswechsel die arbeitsreichste Zeit des Jahres (Deutsche Krankenhaus Gesellschaft 28.12.2023). Die Notaufnahmen füllen sich mit Patient*innen, die schweren Verbrennungen, Augenverletzungen und abgetrennte Gliedmaßen durch Feuerwerksunfälle erlitten haben. Verletzungen, die oft lebenslange oder weitreichende Folgen nach sich ziehen. Dieser Ansturm auf die Notfallversorgung ist umso dramatischer, als er auf ein Gesundheitssystem trifft, dass durch den allgemeinen Pflegenotstand ohnehin schon permanent unter Druck steht. Die medizinischen Fachgesellschaften schlagen deshalb Alarm. Die Bundesärztekammer fordert angesichts der vorhersehbaren schweren Verletzungen ein umfassendes Verbot von privatem Feuerwerk, um das Personal in den Notaufnahmen zu entlasten und präventiv Leid zu verhindern (Deutsches Ärzteblatt 2024). Auch die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und die Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie (DGH) dokumentieren das Ausmaß der Tragödien und warnen eindringlich vor den Gefahren (DGOU; DGH 11.12.2024). Gleichzeitig sind die Feuerwehren im Dauereinsatz, um Brände zu löschen, die durch fehlgeleitete Raketen auf Balkonen, in Wohnungen und an Fassaden ausgelöst werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Polizeieinsätze und öffentliche Sicherheit</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Silvesternacht ist in den letzten Jahren zunehmend zu einem Synonym für eine massive Gefährdung der öffentlichen Sicherheit geworden. Besonders alarmierend und absolut inakzeptabel sind die gezielten Angriffe auf Einsatzkräfte. Polizist*innen, Feuerwehrleute und Sanitäter*innen – also jene Menschen, die zu Hilfe eilen – werden mit Böllern und Raketen beschossen und an ihrer Arbeit gehindert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert daher seit Jahren ein bundesweites Verkaufsverbot für private Pyrotechnik, da diese immer häufiger als Waffe gegen Menschen eingesetzt wird und die Anonymität der Nacht Straftaten begünstigt. Hinzu kommen zahlreiche Sachbeschädigungen wie gesprengte Briefkästen, beschädigte Autos oder zerstörte Haltestellen. Eine von der GdP initiierte Petition für ein Böllerverbot erhielt 2024 über 2 Millionen Unterschriften (Gewerkschaft der Polizei 2024).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wirtschaftliche Kosten für Kommunen</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Kosten für den jährlichen Feuerwerksexzess trägt dabei nicht der Einzelne Verursacher, sondern die Allgemeinheit. Am Neujahrsmorgen müssen kommunale Reinigungsbetriebe mit hohem Personal- und Maschinenaufwand hunderte Tonnen Müll von Straßen und Plätzen entfernen. Hinzu kommen erhebliche Kosten für die Reparatur von Sachschäden an öffentlicher Infrastruktur – von gesprengten Mülleimern bis zu beschädigten Haltestellen – die die ohnehin knappen Kassen vieler Städte und Gemeinden zusätzlich belasten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dieses Prinzip der Externalisierung von Kosten bedeutet: Die Gewinne der Feuerwerksindustrie und des Einzelhandels werden auf Kosten der Steuerzahler*innen finanziert. Diese tragen nicht nur die Reinigung und Reparaturen, sondern auch hohe Kosten für Notfalleinsätze und Krankenhausbehandlungen. Ein Verbot von privatem Feuerwerk ist daher nicht nur eine Frage der Sicherheit und des Umweltschutzes, sondern auch der ökonomischen Vernunft und der sozialen Gerechtigkeit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Fazit und Forderungen </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die in diesem Papier dargelegte wissenschaftliche Evidenz ist eindeutig: Die massiven Schäden für Umwelt, Tier und Mensch, die Überlastung unserer Einsatzkräfte und die hohen gesellschaftlichen Kosten durch privates Feuerwerk sind nicht länger hinnehmbar. Diese Einschätzung wird von einer klaren Mehrheit der Bevölkerung geteilt. Aktuelle Umfragen von Instituten wie YouGov (61%) (YouGov 2023) oder im Auftrag von PETA (58%) (INSA Meinungstrend 2025) belegen, dass die Bürger*innen ein Ende des privaten Böllerns befürworten. Diese Zeit des leisen Zweifelns ist vorbei. Der Wunsch nach Veränderung ist laut und deutlich. Länder wie die Niederlande haben bereits die notwendigen Konsequenzen gezogen und umfassende Verbote für privates Feuerwerk erlassen (ZDFheute 2025b). Es ist an der Zeit, dass Deutschland diesem fortschrittlichen Beispiel folgt und Verantwortung übernimmt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern die politischen Entscheidungsträger*innen und insbesondere den zuständigen Bundesinnenminister eindringlich auf, dieser Verantwortung gerecht zu werden, nicht länger zu zögern und ein vollständiges Verbot des privaten Erwerbs und Gebrauchs von Silvesterfeuerwerk zu beschließen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir schließen uns den Forderungen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) sowie zahlreicher weiterer Organisationen an und verweisen ausdrücklich auf den Offenen Brief für ein böllerfreies Silvester an den Bundesinnenminister (Mitzeichnen unter: <a href="https://www.duh.de/mitmachen/boellerfreies-silvester/">https://www.duh.de/mitmachen/boellerfreies-silvester/</a>).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unsere Forderungen:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><p><strong>Ein bundesweites, ganzjähriges Verbot des Verkaufs und der privaten Verwendung von Pyrotechnik der Kategorie F2. </strong></p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine entsprechende Änderung der 1. Verordnung zum Sprengstoffgesetz (1.SprengV) muss schnellstmöglich umgesetzt werden. Das schließt den Verkauf von Böllern und Raketen an Privatpersonen vollständig aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li><p><strong>Eine aktive Förderung von gemeinschaftlichen, sicheren und modernen Alternativen durch Städte und Gemeinden.</strong></p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein Verbot schafft Raum für Neues. Wir appellieren an die Kommunen, anstelle des privaten Lärms, neue nachhaltige Traditionen zu etablieren. Professionell organisierte und zentral durchgeführte Veranstaltungen wie Licht-, Laser-, oder Drohnen-shows bieten beeindruckende Gemeinschaftserlebnisse für alle, ohne die verheerenden Nebenwirkungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Als junge Generation fordern wir eine Politik, die die Zukunft schützt. Ein Ende des privaten Feuerwerks ist ein einfacher, aber wirkungsvoller Schritt hin zu einem Silvesterfest, dass von Freude und Gemeinschaft geprägt ist – nicht von Zerstörung, Angst und vermeidbarem Leid.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Gegenargumente </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Immer wieder werden Argumente für den Erhalt privaten Feuerwerks ins Feld geführt. Viele davon basieren auf Tradition, individueller Freiheit oder wirtschaftlichen Überlegungen. Wir nehmen diese Gegenargumente ernst – möchten aber deutlich machen, warum wir sie aus ökologischer, sozialer und gesellschaftlicher Perspektive kritisch sehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>G1: “Feuerwerk ist Tradition – Feuerwerk gehört zu Silvester”</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Silvester und Neujahr sind geprägt von vielen unterschiedlichen Traditionen die in verschiedenen Freund*innen- oder Familien-Kreisen unterschiedlich ausgelebt werden. So gibt es das Neujahrs-Baden in den Niederlanden, das Berliner Essen im Osten Deutschlands, oder das Schauen des Kultprogramms „Dinner for One“, welches neben Raclette-Essen Einzug in viele deutsche Haushalte findet. Wir plädieren dafür, gerade jenen vielfältigen und umweltfreundlichen Bräuchen mehr Raum zu geben, die keine Schäden an Natur, Umwelt oder Gesundheit verursachen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Abbrennen von privatem Feuerwerk zu Silvester ist dagegen keine uralte deutsche Tradition. Zwar wurden Höhenfeuerwerke in der Geschichte zu besonderen Anlässen wie Friedensschlüssen oder Hochzeiten gezündet, doch das massenhafte private Böllern zum Jahreswechsel begann in Deutschland erst in den 1960er Jahren – angetrieben durch den wachsenden Absatz der Feuerwerksindustrie. Traditionen entstehen und wandeln sich im Laufe der Zeit, und so können auch heute neue, sichere und umweltfreundliche Silvesterbräuche entstehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>G2: “Ein Verbot ist ein Eingriff in die Persönliche Freiheit des Einzelnen, jeder sollte selbst entscheiden dürfen.”</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gemäß Artikel 2 Absatz 1 des Grundgesetzes hat „jeder (…) das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt“.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Beim Abbrennen von Feuerwerk entstehen erhebliche Schäden an Menschen, Tieren, Umwelt und Eigentum. Diese Schäden beeinträchtigen nicht nur die Lebensqualität, sondern auch die körperliche Unversehrtheit anderer (Art 2 GG) und wiegen daher schwerer als das bloße Recht auf Unterhaltung oder Tradition. Eine gesetzliche Einschränkung ist in diesem Fall keine willkürliche Freiheitsberaubung, sondern eine notwendige Maßnahme zum Schutz der Allgemeinheit.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Feuerwerk wird überwiegend im öffentlichen Raum gezündet, nicht ausschließlich auf privaten Grundstücken. Dadurch wird das Gemeingut beeinträchtigt. Die wiederum dadurch entstehenden Kosten werden meist nicht individuell vom Verursacher getragen, sondern von der Allgemeinheit in der Form von Steuergeldern, Versicherungsbeiträgen oder persönlichen Gesundheitskosten der Geschädigten (HUK Coburg).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>G3: „Feuerwerk bringt Freude – Der ästhetische Reiz gehört zur Feier.“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es stimmt: Feuerwerk ist für viele Menschen mit Emotionen, Staunen und festlicher Stimmung verbunden. Der visuelle Reiz gilt als Höhepunkt des Silvesterabends. Doch Freude und Ästhetik lassen sich heute auch anders erzeugen – ohne die erheblichen Umwelt- und Gesundheitsbelastungen, die durch Lärm, Feinstaub und Verletzungsgefahr entstehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Moderne Alternativen wie Licht-, Laser- oder Drohnenshows bieten ebenfalls beeindruckende und einmalige Effekte. Gegensätzlich zu Feuerwerkskörpern verursachen Drohnen, welche mit Elektrobatterien betrieben werden, nur sehr geringe Geräusch- und Schadstoffemissionen (L. O&#039;Sullivan 2024). Der eigentliche Kern von Silvester – Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen, das Jahr gemeinsam ausklingen zu lassen und hoffnungsvoll ins neue zu starten – bleibt dabei vollständig erhalten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>G4: „Ein Verbot ist rechtlich schwer umsetzbar.“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein Verbot des privaten Feuerwerks ist rechtlich durchaus umsetzbar. Bereits jetzt ist der Verkauf und das Abbrennen von Feuerwerkskörpern der Kategorie F2 in Deutschland jährlich auf den Zeitraum vom 29. bzw. 28. Dezember bis 31. Dezember begrenzt. Die rechtliche Grundlage hierfür bildet das Sprengstoffgesetz (SprengG 2025) sowie die erste Verordnung zum Sprengstoffgesetz (§ 23 1. SprengV). Gemäß § 24 1. SprengV kann die zuständige Behörde das Abbrennen von Feuerwerkskörpern aus besonderen Gründen untersagen. Zudem haben viele Kommunen bereits von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, das Zünden von Feuerwerk in bestimmten Bereichen zu verbieten, beispielsweise in der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern oder Fachwerkhäusern.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein bundesweites, ganzjähriges Verbot des Verkaufs und Gebrauchs von Feuerwerkskörpern der Kategorie F2 durch Privatpersonen könnte durch eine Änderung der 1. SprengV erfolgen. Dies würde keine Änderung von größeren Gesetzen erfordern und könnte durch eine entsprechende Verordnung des Bundesministeriums des Innern jederzeit umgesetzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>G5: „Ein Verbot würde der Wirtschaft schaden und Arbeitsplätze vernichten.“</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist richtig, dass die Feuerwerksbranche einen erheblichen Teil ihres Jahresumsatzes in den letzten Tagen des Jahres erwirtschaftet. Im Jahr 2024 lag der Umsatz in Deutschland laut (VPI - Verband der Pyrotechnischen Industrie) bei etwa 197 Millionen Euro. Auch der Einzelhandel – insbesondere Baumärkte, Discounter und Supermärkte – profitieren in dieser kurzen Verkaufsphase von hohen Zusatzumsätzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein Großteil der Feuerwerkskörper, die in Deutschland verkauft werden, stammt allerdings nicht aus heimischer Produktion: Rund 90 Prozent der Silvesterböller und - raketen werden in China hergestellt (Statistisches Bundesamt 26.11.2024). Der wirtschaftliche Nutzen für den deutschen Arbeitsmarkt ist dadurch deutlich begrenzt. Die wenigen verbliebenen deutschen Hersteller sind in ihrer Beschäftigtenzahl überschaubar, was die wirtschaftlichen Auswirkungen eines Verbots auf den hiesigen Arbeitsmarkt relativiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dem gegenüber stehen erhebliche externe Kosten, die durch privates Feuerwerk jährlich entstehen: Dazu gehören die Belastung des Gesundheitssystems durch tausende Verletzungen, die Überlastung von Notfalldiensten, Reinigungs- und Entsorgungskosten sowie Umweltschäden durch Feinstaub, Müll und Chemikalien. Diese Kosten trägt derzeit die Allgemeinheit, nicht der Verursacher (Umweltbundesamt 2023).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gleichzeitig ergeben sich durch ein Verbot neue wirtschaftliche Chancen: Umweltfreundliche Alternativen wie Licht- oder Drohnenshows bieten Potenzial für lokale Veranstaltungsunternehmen und technische Dienstleister. Auch die Entwicklung innovativer, emissionsarmer Feierformate kann neue Marktsegmente erschließen – ressourcenschonend und sicher zugleich.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Angesichts dessen ist eine politische Abwägung geboten: Sollten kurzfristige Gewinne weniger Akteure über den langfristigen gesundheitlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Folgekosten stehen? Aus unserer Sicht ist die Antwort klar.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Literaturverzeichnis:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>§ 23 1. SprengV (12.08.2025): § 23 1. SprengV- Einzelnorm. Online verfügbar unter <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/sprengv_1/__23.html">https://www.gesetze-im-internet.de/sprengv_1/__23.html</a>, zuletzt geprüft am 13.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>§ 24 1. SprengV (12.08.2025): § 24 1. SprengV- Einzelnorm. Online verfügbar unter <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/sprengv_1/__24.html">https://www.gesetze-im-internet.de/sprengv_1/__24.html</a>, zuletzt geprüft am 13.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Brown, Gilbert M.; Gu, Baohua (2006): The Chemistry of Perchlorate in the Environment. In: Baohua Gu und John D. Coates (Hg.): Perchlorate. Environmental occurence, interactions and treatment. New York, NY, Heidelberg: Springer, S. 17–47.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deutsche Krankenhaus Gesellschaft (28.12.2023): Krankenhäuser in der Silvesternacht stark belastet. Online verfügbar unter <a href="https://www.dkgev.de/dkg/presse/details/krankenhaeuser-in-der-silvesternacht-stark-belastet/">https://www.dkgev.de/dkg/presse/details/krankenhaeuser-in-der-silvesternacht-stark-belastet/</a>, zuletzt geprüft am 13.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deutsches Ärzteblatt (2024): Bundesärztekammer drängt auf Verbot von privatem Silvesterfeuerwerk – Deutsches Ärzteblatt. Hg. v. Deutscher Ärzteverlag GmbH. Online verfügbar unter <a href="https://www.aerzteblatt.de/search/result/96480426-335c-4b25-bd9b-10bc9fbfe31d?q=Feuerwerk">https://www.aerzteblatt.de/search/result/96480426-335c-4b25-bd9b-10bc9fbfe31d?q=Feuerwerk</a>, zuletzt aktualisiert am 30.12.2024, zuletzt geprüft am 13.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>DGOU; DGH (11.12.2024): Notaufnahmen verstärken Teams an Silvester und Neujahr durch erfahrene Handspezialisten. Online verfügbar unter <a href="https://dgou.de/aktuelles/detail/notaufnahmen-verstaerken-teams-silvester-und-neujahr-durch-erfahrene-handspezialisten">https://dgou.de/aktuelles/detail/notaufnahmen-verstaerken-teams-silvester-und-neujahr-durch-erfahrene-handspezialisten</a>, zuletzt geprüft am 13.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>DIE ZEIT (2025): Jahreswechsel: Fünf Tote, Hunderte Verletzte und Festnahmen in der Silvesternacht. Online verfügbar unter <a href="https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2024-12/silvesternacht-berlin-festnahmen-grosseinsatz-messerverbot-pyrotechnik?utm_source=chatgpt.com">https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2024-12/silvesternacht-berlin-festnahmen-grosseinsatz-messerverbot-pyrotechnik?utm_source=chatgpt.com</a>, zuletzt aktualisiert am 01.01.2025, zuletzt geprüft am 13.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Frischengruber A, Troxler J, Tichy A, Senft B, Arhant C. (2022): Geräuschangst zu Silvester bei Hunden - eine empirische Fragebogenstudie in österreichischen Tierarztpraxen und ein Online-Survey im deutschsprachigen Raum. Hg. v. Wiener Tierärztliche Monatsschrift – Veterinary Medicine Austria. Wiener Tierärztliche Monatsschrift – Veterinary Medicine Austria. Online verfügbar unter <a href="https://www.wtm.at/explorer/wtm000004.pdf">https://www.wtm.at/explorer/wtm000004.pdf</a>, zuletzt geprüft am 12.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gabel-Pfisterer, Ameli; Lang, Stefan Johann; Boehringer, Daniel; Agostini, Hansjürgen; Geus, Lotte C. de; Faber, Jan Tjeerd de (2025): Significant increase of firework induced eye injuries in Germany and The Netherlands- are we doing enough to protect minors and bystanders? In: Graefe&#039;s archive for clinical and experimental ophthalmology = Albrecht von Graefes Archiv fur klinische und experimentelle Ophthalmologie 263 (4), S. 1157–1165. DOI: 10.1007/s00417-024-06677-6.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gates, M. C.; Zito, S.; Walker, J. K.; Dale, A. R. (2019): Owner perceptions and</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>management of the adverse behavioural effects of fireworks on companion animals: an</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>update. In: New Zealand veterinary journal 67 (6), S. 323–328. DOI:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>10.1080/00480169.2019.1638845.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gewerkschaft der Polizei, GdP (2024): Petition · Bundesweites Böllerverbot, jetzt! ·</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>innn.it. Online verfügbar unter <a href="https://innn.it/boellerverbot">https://innn.it/boellerverbot</a>, zuletzt aktualisiert am</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>13.08.2025, zuletzt geprüft am 13.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gouder, Caroline; Montefort, Stephen (2014): Potential impact of fireworks on</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>respiratory health. In: Lung India : official organ of Indian Chest Society 31 (4), S. 375–</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>379. DOI: 10.4103/0970-2113.142124.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gronqvist, Gabriella; Rogers, Chris; Gee, Erica (2016): The Management of Horses</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>during Fireworks in New Zealand. In: Animals : an open access journal from MDPI 6 (3).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>DOI: 10.3390/ani6030020.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Art 2 GG: Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland Art 2. Online verfügbar unter</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_2.html">https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_2.html</a>, zuletzt geprüft am 12.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>HUK Coburg: Welche Versicherung zahlt, wenn es zu Silvesterschäden kommt? Hg. v. HUK Coburg. Online verfügbar unter <a href="https://www.huk.de/haus-haftungrecht/ratgeber/silvester-schaeden-vermeiden.html">https://www.huk.de/haus-haftungrecht/ratgeber/silvester-schaeden-vermeiden.html</a>, zuletzt geprüft am 12.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>INSA Meinungstrend (2025): Befragung in Deutschland im Auftrag von PETA. Sollte privates Feuerwerk Ihrer Meinung nach grundsätzlich gesetzlich untersagt werden? Hg. v. INSA. Online verfügbar unter <a href="https://www.peta.de/wp-content/uploads/2025/01/Praesentation-PETA-Deutschland-Januar-2025.pdf">https://www.peta.de/wp-content/uploads/2025/01/Praesentation-PETA-Deutschland-Januar-2025.pdf</a>, zuletzt geprüft am 13.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Khedr, Mohamed; Liu, Xiansheng; Hadiatullah, Hadiatullah; Orasche, Jürgen; Zhang, Xun; Cyrys, Josef et al. (2022): Influence of New Year&#039;s fireworks on air quality – A case study from 2010 to 2021 in Augsburg, Germany. In: Atmospheric Pollution Research (3), S. 101341. DOI: 10.1016/j.apr.2022.101341.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>L. O&#039;Sullivan (2024): Drohnen-Lichtshows statt konventionellem Feuerwerk – Eine grüne Alternative? Hg. v. Reset Digital for Good. Online verfügbar unter <a href="https://reset.org/drohnen-lichtshows-statt-konventionellem-feuerwerk-eine-gruene-alternative/">https://reset.org/drohnen-lichtshows-statt-konventionellem-feuerwerk-eine-gruene-alternative/</a>, zuletzt geprüft am 12.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Lyu, Jia; Chen, Yongyan; Zhang, Lan; Yan, Xu; Tudi, Muyesaier (2025): Exposure to perchlorate via drinking water from eight major water basins in China and its health risks across different age groups. In: Scientific reports 15 (1), S. 4580. DOI: 10.1038/s41598-025-89057-2.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Manchanda, Chirag; Kumar, Mayank; Singh, Vikram; Hazarika, Naba; Faisal, Mohd; Lalchandani, Vipul et al. (2022): Chemical speciation and source apportionment of ambient PM2.5 in New Delhi before, during, and after the Diwali fireworks. In: Atmospheric Pollution Research 13 (6), S. 101428. DOI: 10.1016/j.apr.2022.101428.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>NABU (Hg.) (2014): Mythos klimafreundliche Containerschiffe. Handelsschiffe gehören zu den größten Luftverschmutzern weltweit. NABU. Online verfügbar unter <a href="https://www.nabu.de/umwelt-undressourcen/verkehr/schifffahrt/containerschifffahrt/16646.html">https://www.nabu.de/umwelt-undressourcen/verkehr/schifffahrt/containerschifffahrt/16646.html</a>, zuletzt geprüft am 10.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>NABU (2022): Feuerwerke – Eine Belastung für Natur und Umwelt. NABU-Standpunkt zum Einsatz von Ganzjahres-/Sommer- und Silvesterfeuerwerken. Hg. v. NABU. NABU. Online verfügbar unter <a href="https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/nabu/nabu-papiere/standpunkt-feuerwerk-2022.pdf">https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/nabu/nabu-papiere/standpunkt-feuerwerk-2022.pdf</a>, zuletzt geprüft am 11.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Pace, Colette; Vella, Alfred J. (2019): Contamination of water resources of a small island state by fireworks-derived perchlorate: A case study from Malta. In: Environmental pollution (Barking, Essex : 1987) 250, S. 475–481. DOI: 10.1016/j.envpol.2019.04.012.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Petrowski, Katja; Bastianon, Christina Diane; Bührer, Stefan; Brähler, Elmar (2019): Air Quality and Chronic Stress: A Representative Study of Air Pollution (PM2.5, PM10) in Germany. In: Journal of occupational and environmental medicine 61 (2), S. 144–147. DOI: 10.1097/JOM.0000000000001502.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Riemer, Stefanie (2019): Not a one-way road-Severity, progression and prevention of firework fears in dogs. In: PloS one 14 (9), e0218150. DOI: 10.1371/journal.pone.0218150.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>SprengG. SprengG - Gesetz über explosionsgefährliche Stoffe (2025). Online verfügbar unter <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/sprengg_1976/BJNR027370976.html">https://www.gesetze-im-internet.de/sprengg_1976/BJNR027370976.html</a>, zuletzt aktualisiert am 12.08.2025, zuletzt geprüft am 13.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Statistisches Bundesamt (26.11.2024): Wieder mehr Feuerwerkskörper importiert: +6,8 % von Januar bis September 2024 gegenüber Vorjahreszeitraum. Zahl der Woche Nr. 48 vom 26. November 2024. Online verfügbar unter <a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Zahl-derWoche/2024/PD24_48_p002.html">https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Zahl-derWoche/2024/PD24_48_p002.html</a>?, zuletzt geprüft am 10.08.2024.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Umweltbundesamt (2023): Silvesterfeuerwerk: Einfluss auf Mensch und Umwelt. Umweltbundesamt. Online verfügbar unter <a href="https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/479/publikationen/uba_hg_silvesterfeuerwerk.pdf">https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/479/publikationen/uba_hg_silvesterfeuerwerk.pdf</a>.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Umweltbundesamt (2025): Feinstaub durch Silvesterfeuerwerk. Online verfügbar unter <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftschadstoffe/feinstaub/feinstaub-durch-silvesterfeuerwerk">https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftschadstoffe/feinstaub/feinstaub-durch-silvesterfeuerwerk</a>, zuletzt aktualisiert am 29.04.2025, zuletzt geprüft am 29.04.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>van Herwijnen, Ineke R.; Vinke, Claudia M.; Arndt, Saskia S.; Roulaux, Pascalle E. M. (2024): Firework aversion in cats and dogs as reported by Dutch animal owners. In: Veterinary and animal science 26, S. 100402. DOI: 10.1016/j.vas.2024.100402.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Verband kommunaler Unternehmen (03.01.2022): VKU: Feuerwerkverbot an Silvester reduziert Müllaufkommen / Entsorgungstipps zu Silvester: VKU. Online verfügbar unter <a href="https://www.vku.de/presse/pressemitteilungen/archiv-2021-pressemitteilungen/vku-feuerwerkverbot-an-silvester-reduziert-muellaufkommen-entsorgungstipps-zu-silvester">https://www.vku.de/presse/pressemitteilungen/archiv-2021-pressemitteilungen/vku-feuerwerkverbot-an-silvester-reduziert-muellaufkommen-entsorgungstipps-zu-silvester</a>, zuletzt geprüft am 11.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>VPI - Verband der Pyrotechnischen Industrie: Silvesterfeuerwerk verzeichnet historischen Umsatz. Leuchter, Charlotte. Online verfügbar unter <a href="https://www.feuerwe">https://www.feuerwe</a>rk-vpi.de/fileadmin/Dokumente/Presse/20250314_PM_Feuerwerk_Umsatzbilanz.pdf#:~:text=M%C3%A4rz%202025%20%7C%20Die%20deutsche%20pyrotechnische%20Branche%20ist,verzeichnet%20damit%20ein%20Umsatzplus%20von%20rund%2010%20Prozent., zuletzt geprüft am 13.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>YouGov (2023): Würden Sie ein generelles bundesweites Verbot von privatem Feuerwerk befürworten oder ablehnen? | Frage des Tages. Hg. v. YouGov. Online verfügbar unter <a href="https://yougov.de/topics/society/survey-results/daily/2023/01/04/00692/1">https://yougov.de/topics/society/survey-results/daily/2023/01/04/00692/1</a>, zuletzt aktualisiert am 13.08.2025, zuletzt geprüft am 13.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>ZDFheute (2025a): Böllerunfälle in der Silvesternacht: Tote und Verletzte. Online verfügbar unter <a href="https://www.zdfheute.de/panorama/silvester-nacht-tote-verletzte-boeller-100.html?utm_source=chatgpt.com">https://www.zdfheute.de/panorama/silvester-nacht-tote-verletzte-boeller-100.html?utm_source=chatgpt.com</a>, zuletzt aktualisiert am 13.08.2025, zuletzt geprüft am 13.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>ZDFheute (2025b): Silvester: Niederlande verbieten privates Feuerwerk. Online verfügbar unter <a href="https://www.zdfheute.de/panorama/niederlande-boeller-verbot-silvester-100.html">https://www.zdfheute.de/panorama/niederlande-boeller-verbot-silvester-100.html</a>, zuletzt aktualisiert am 13.08.2025, zuletzt geprüft am 13.08.2025</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Tue, 26 Aug 2025 11:26:27 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A11: Positionspapier: Wald</title>
                        <link>https://naju.antragsgruen.de/naju/motion/55531</link>
                        <author>Bundesvorstand (dort beschlossen am: 16.08.2025)</author>
                        <guid>https://naju.antragsgruen.de/naju/motion/55531</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Deutschland sind etwa ein Drittel (11,5 mio ha (BMEL 2024)) der Landesfläche mit Wald bedeckt, damit besitzt Deutschland eine der größten Waldflächen Europas. Das bedeutet auch eine besondere Verantwortung für das Ökosystem. Gleichzeitig erfüllt der Wald neben seiner Rolle als Ökosystem noch eine kulturelle Rolle (Freizeit, Tourismus), sowie eine Rolle als Holzlieferant. Diesen multiplen Rollen gilt es zu begegnen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die 4. Bundeswaldinventur zeigt auf, dass der deutsche Wald seit 2017 keine Kohlenstoffsenke mehr ist (BMEL 2024). Durch die anhaltende Trockenheit 2018 bis 2020 hat sich der Waldzustand deutlich verschlechtert. Das ist besonders ausgeprägt an Fichtenmonokulturen zu erkennen (Thünen-Institut 2025). Diese Entwicklung ist besorgniserregend und birgt große Gefahren für die Biodiversität im Wald und seine klimaschützende Wirkung. Diese Entwicklung kann aber mit einer zukunftsweisenden und naturnahen Waldbewirtschaftung gestoppt bzw. abgeschwächt werden. Das Ziel der Waldwirtschaft sollten Schutz, Erhalt und Entwicklung der Biodiversität, bei gleichzeitiger Förderung des nachhaltigen Rohstoffs Holz sein.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Daher fordern wir:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><p>Der Wald muss wieder zu einer Kohlenstoffsenke werden.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li><p>Ein räumliches Mosaik unterschiedlicher Bewirtschaftungssysteme und -intensitäten inklusive Prozessschutzflächen auf Landschaftsebene.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li><p>Bewusster Umgang mit der nachwachsenden, aber begrenzten Ressource Holz: Priorisierung von stofflicher- gegenüber energetischer Holznutzung.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li><p>Kein Einsatz von Bioziden (im Wald), sowie die Herabsenkung von Luftschadstoffen.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li><p>Habitatbäume sollten mindestens 10% des Holzvorrates ausmachen.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="6"><li><p>Die Habitatbaumauswahl so zu treffen, dass eine maximale Biodiversität erreicht werden kann.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="7"><li><p>Eine dynamische Totholzbewirtschaftung und den Aufbau von Totholz auf 10% des Holzvorrates in verschiedenen Ausprägungen.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="8"><li><p>Vorausschauende Planung von Naturschutzmaßnahmen.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="9"><li><p>Die Priorisierung von natürlichen Nistplätzen (wie Höhlenbäume) gegenüber von künstlichen Nisthilfen.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="10"><li><p>Prozessschutzflächen sollen vorrangig als Waldrefugien, Habitatbaumgruppen oder in unwirtschaftlichen Bereichen ausgewiesen werden.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="11"><li><p>Es soll ein Bewusstsein für den Einfluss der kulturellen und sozialen Nutzung des Waldes geschaffen werden.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="12"><li><p>Hauptsächlich durch Naturverjüngung soll ein Waldumbau hin zu natürlichen Mischwaldgesellschaften vorangetrieben werden. Pflanzungen von vorrangig heimischen Baumarten sind nur als Ergänzung oder für notwendige, schnell wachsende Aufforstungen einzusetzen.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="13"><li><p>Fremde Baumarten aus nahen mitteleuropäischen Regionen im Wirtschaftswald sollten nur als Nebenbaumarten gepflanzt werden. In Schutzgebiete sollten keine fremdländischen Baumarten gepflanzt werden.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="14"><li><p>Wälder sollen über Trittsteinbiotope und Wald- oder Heckenkorridore miteinander verbunden werden, um die Ausbreitung und Wanderung von mobilen Arten zu fördern und genetischen Austausch zu ermöglichen.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Begründung:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="1"><li><p>Die vierte Bundeswaldinventur zeigt eine besorgniserregende Entwicklung. Der Holzvorrat und damit die gespeicherte Menge an CO2 im Wald, ist zwischen der Kohlenstoffinventur 2017 und der Bundeswaldinventur 2022 um 3% zurück gegangen. Das entspricht 41,5 Millionen Tonnen CO2 (Riedel 2024; BMEL 2024). Hauptgründe hierfür sind nach Riedel (2024) die Borkenkäfer Kalamitäten (schwere Waldschaden) und der Klimawandel. Besonders stark von dem Rückgang ist die Fichte betroffen, die noch auf 20,9% der deutschen Waldfläche steht. Sie ist zwischen 2017 und 2022 um 18,2% zurückgegangen (BMEL 2024).</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mehrschichtige und natürliche Waldgesellschaften sind nachgewiesen weniger anfällig für den Klimawandel und Kalamitäten, da das Risiko von Effekten durch das Klima auf viele Arten und verschieden alte Individuen aufgeteilt ist (Daur et al. 2023b; BfN 2020).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="2"><li><p>Als Habitatbaum werden große, alte, lebende oder tote Bäume bezeichnet, welche ein oder mehr Mikrohabitate besitzen (Bütler et al. 2013). Mikrohabitate sind lokal abgegrenzte Habitatstrukturen, die durch unterschiedliche abiotische und biotische Prozesse entstehen (Bütler et al. 2020). Vielfältige Waldbewirtschaftungsarten sorgen auch für eine hohe Biodiversität, da verschiedene Arten auch verschiedene Ökosysteme benötigen. Um eine hohe Ökosystemvielfalt und damit Artenvielfalt auch im Wirtschaftswald zu gewährleisten sind wichtige Aspekte: das Belassen von Totholz, Mikrohabitaten, Altbäumen und eine Vernetzung der Biotope.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Prozessschutz dagegen meint, Wald Wald sein zu lassen und eine natürliche Walddynamik mit natürlicher Sukzession (Artenabfolge, bei der die Arten, die am besten auf den Standort angepasst sind, bzw. bei den Bedingungen dominant sind) zu fördern. Es gibt keine reinen Urwälder mehr in Deutschland, da jeder Bestand mehr oder weniger vom Menschen überprägt ist. Der Nutzungsdruck durch den Menschen steigt weiter, Einträge von landwirtschaftlicher Düngung und Abgasen sowie Folgen der Klimakrise bestehen auch für ungenutzte Wälder. Altbestände speichern fast die Hälfte oder mehr des oberirdischen Kohlenstoffs in den Wäldern weltweit (Lutz et al. 2018). In Altbeständen sind sehr viel Totholz und Habitatbäume vorhanden sowie wenige Störeinflüsse. Durch die unterschiedlichen Waldentwicklungsphasen wird ein unterschiedliches Arteninventar gefördert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Eine Bewirtschaftung wirkt sich nicht zwingend negativ auf die Biodiversität aus, vielmehr kann Biodiversität von der Vielfältigkeit der Waldbewirtschaftung profitieren. Wichtig dabei ist, eine standortangepasste Waldwirtschaft, deren Intensität und Artenauswahl die biologische Vielfalt beeinflusst. Daher sollte ein Mosaik aus naturnah bewirtschafteten UND unbewirtschafteten Wäldern angestrebt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="3"><li><p>Holz ist ein ökologischer und nachhaltiger, aber begrenzter Werkstoff. 2023 wurden in Deutschland 71,5 Mio. m³ Rohholz (Holz direkt aus dem Wald, das in die erste Verwendung geht) verwendet. Davon wurden 24,1 Mio. m³ (34%) direkt verbrannt (Jochem und Weimar 2024). Die Tendenz dabei ist steigend (Spathelf et al. 2022). Problematisch daran ist, dass das durch die Bäume gespeicherte CO2 so direkt wieder ausgestoßen wird. Wenn das Holz aber stofflich genutzt wird, wird der gebundene Kohlenstoff langfristig der Atmosphäre entzogen. Im Optimalfall können die stofflich genutzten Werkstoffe noch weiteren Kaskaden, also stofflichen Nutzungsschritten (bspw. Nutzung als Massivholz in einem Haus, dann als Möbel, dann als Spanplattenmöbel, dann Verbrennung und Nutzung der Energie) zugeführt werden, damit so der Kohlenstoff für eine noch längere Zeit gespeichert wird. Wenn keine weitere Nutzung mehr möglich ist, kann das Holz dann immer noch verbrannt werden, um Energie zu erzeugen.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bei dem steigenden Aufkommen von Laubholz muss dieses auch deutlich stärker in die stoffliche Nutzung gebracht werden, da hier über 80% in der ersten Verarbeitungsstufe verbrannt werden (Jochem und Weimar 2024).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="4"><li><p>Biozide sind der Überbegriff für Insektizide, Herbizide und Fungizide. Im Wald werden vor allem Insektizide (also Insektengifte) an stehenden Beständen und Fungizide (also Pilzgifte) an liegenden Holzpoltern bewusst eingesetzt. Allerdings kommt es auch zum Eintrag von toxischen Stoffen, beispielsweise in Form von Motoröl bei Forsteinsätzen (Schulz et al. 2022; Hegg et al. 2004; Hubo 2024). Der Einsatz von Fungiziden an Holzpoltern ist durch einen effizienteren Abtransport des Holzes zu vermeiden. Auch der Einsatz von Pestiziden ist sehr kritisch zu betrachten, da sie lange den Boden und das Wasser belasten, außerdem können Insektizide auch anderen Organismen als den Zielorganismen schaden, was katastrophale Folgen auf das Ökosystem haben kann (Güthler et al. 2005).</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Pestizide oder auch Biozide können auf verschiedenen Wegen in den Wald eingeführt werden: durch die Landwirtschaft, die Industrie und oder über verunreinigtes Wasser (Schulz et al. 2022; Smidt 2000). Neben Pestiziden hat auch die Schadstofferhöhung der Atmosphäre erhebliche Auswirkungen auf das Ökosystem Wald, da Luftverunreinigungen die natürliche Zusammensetzung der Luft verändern. Vor allem hohe Konzentrationen von anorganischen Schwefel-, Halogen- und Stickstoffverbindungen, sowie FCKWs (Fluorchlorkohlenwasserstoffe) können giftig auf Pflanzen und ihre Organe wirken und so z.B. das Absterben ganzer Pflanzenteile hervorrufen. Damit gefährden sie die Filterwirkung des Waldes (Smidt 2000).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Des Weiteren kann die Kombination von Stressoren, wie pH-Wert oder Trockenstress, zu überproportionalen Effekten führen und in komplexen Interaktionen, welche schwer vorhersehbar sind, stehen (Smidt 2000; rigling et al 2015)</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="5"><li><p>Das Belassen von Habitatbäumen im Wirtschaftswald muss zur gängigen Praxis werden. Als Minimum sollten 10 % des Holzvorrates bzw. 10 Bäume pro Hektar als Habitatbäume ausgewiesen werden. Die ausgewiesenen Bäume müssen dauerhaft aus der Nutzung genommen werden und langfristig gesichert werden (d. h. inklusive Alters-, Zerfalls- und Totholzphase).</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mikrohabitate sind wichtige Lebensraumkomponenten diverser Arten, dienen als Zufluchts-, Brut-, Überwinterungs- oder Nahrungsstätten und sind ein Indikator für das Vorkommen und Abundanz diverser Arten und sind ein Indikator der Biodiversität des Ökosystems (Asbeck et al. 2021). Ein Mikrohabitattyp sind Baumhöhlen, welche von Wirbellosen wie Insekten, Spinnentieren und Schnecken, sowie von Wirbeltieren wie Vögeln, Nagetieren, Fledermäusen, anderen Säugern und Amphibien, Reptilien, Flechten, Pilzen und Moosen genutzt werden (Larrieu et al. 2018). Die Verfügbarkeit von Baumhöhlen ist in Wirtschaftswäldern aufgrund der intensiven Holznutzung sehr schlecht (liegt in der Regel zwischen 0,1 und 5 Höhlenbäumen pro Hektar, selten höher (Dietz und Krannich 2019). Die Höhlendichte in Naturwäldern der gemäßigten Zone schwankt zwischen etwa 5 bis 60 pro Hektar (Bütler et al. 2020).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="6"><li><p>Für die Habitatbaumauswahl ist eine Förderung von Mischwäldern vorrangig zu wählen, da z.B. ein Mix aus Buchen und Tannen komplementäre ökologische Funktionen bietet (Larrieu und Cabanettes 2012).</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mischwälder aus Nadel- und Laubbäumen haben die höchste Diversität an Mikrohabitaten (Asbeck et al. 2019) und nach einer Studie von Larrieu und Cabanettes (2012) tragen Buchen mehr Mikrohabitate als Tannen, obwohl Tannen eine größere Vielfalt an Mikrohabitattypen aufweisen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="7"><li><p>Die NAJU fordert eine dynamische Totholzbewirtschaftung mit einem Mindestvorrat von 30 m³/ha Totholz, mindestens jedoch 10% des gesamten Holzvorrats in unterschiedlichen Ausprägungen, das heißt: liegend/stehend, verschiedene Expositionen (z.B. am Boden und in Baumkronen), unterschiedliche Volumen, unterschiedliche Baumarten. Dabei ist es wichtig, dass nicht nur bestehendes Totholz erhalten bleibt, sondern regelmäßig neues nachgeliefert wird.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Totholz spielt eine entscheidende Rolle in Wäldern, indem es maßgeblich zur biologischen Vielfalt beiträgt und als CO2-, Nährstoff- und Wasserspeicher dient (BMEL 2024). Es bietet zahlreichen Organismen wie Pilzen, Insekten, Vögeln und Fledermäusen einen Lebensraum und eine Nahrungsquelle (Müller und Bütler 2010; Jonsson und Siitonen 2012; Lachat et al. 2014). Mit steigendem Totholzvolumen steigt auch die Zahl und Dichte von (totholzabhängigen) Arten, da dies zu mehr Totholzoberfläche und höherer Ressourcenverfügbarkeit führt (Müller und Bütler 2010). Bäume mit größerem Durchmesser und höheren Alter bieten eine höhere Anzahl diverser Habitatstrukturen (Lorenz 2005; Müller und Bütler 2010). Die Zersetzung erfolgt bei stehendem Totholz langsamer als bei liegendem Holz. Zudem bietet es durch Äste, Baumhöhlen und Holzpilze in Kombination mit Feuchte- und Lichteinflüssen vielfältige Mikrohabitate (Lorenz 2005). Die Mischung von Laub- und Nadelbäumen fördert die Produktivität und Biodiversität totholzassoziierter Pilze (Purahong et al. 2018). Kronentotholz ist ein besonderer Lebensraum für bspw. wärmeliebende Arten, wie Bock- und Prachtkäfer. Auch Mittel- und Kleinspecht bauen dort gerne ihre Höhlen. Außerdem dient es Spechten während der Balz zum Trommeln.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="8"><li><p>Die Bildung von Mikrohabitaten ist ein langsamer Prozess, der oft über mehrere Jahrzehnte andauert (Manning et al. 2013). Durch vorausschauende Planung können Verzögerungseffekte zwischen Habitatverfügbarkeit und Artenrückgang vermieden werden.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="9"><li><p>Künstliche Nisthilfen sind als Ergänzung anzusehen. Beim Einsatz ist auf eine regelmäßige Wartung, Säuberung und Kontrolle zu achten.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Natürliche Höhlen sind wichtiger für die Biodiversität, künstliche Nistkästen stellen nur eine Ergänzung dar. Sie können nicht die ökologischen Funktionen großer, natürlicher Bäume ersetzen (Bovyn et al. 2019). Daher sollten lieber Höhlenbäume statt Nistkästen gefördert werden, wobei Nistkästen nicht zwangsläufig unnötig sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="10"><li><p>Waldrefugien sind kleine, im bewirtschafteten Bestand, ausgewiesene Prozessschutzflächen. Als Habitatbaumgruppen werden mehrere, nahe aneinander stehende Habitatbäume (siehe oben) bezeichnet, welche nicht mehr Teil der Forstwirtschaft sind (Daur et al. 2023a). Einige Flächen sind nicht effizient zu bewirtschaften, da z.B. in Gebieten mit sehr steilen Hängen die land- oder forstwirtschaftliche Nutzung oft mit hohen Erosionsrisiken und immensen Kosten verbunden ist oder teilweise es auch gar nicht möglich ist, Maschinen dort einzusetzen. Prozessschutz dient hier v.a. dem Erosionsschutz und es sind keine finanziellen Verluste, durch die Entnahme aus der Bewirtschaftung zu erwarten. Die Wurzeln der Bäume helfen, den Boden zu halten und verhindern, dass er abgetragen wird (Vallaster 2015; Sturm 2011). Auch Nass- und Feuchtgebiete sind schwer zu bewirtschaften und können zu hohen Verlusten führen, wobei der Prozessschutz hier zudem eine Wasserfiltration, Verbesserung der Wasserqualität und einen Hochwasserschutz bietet. Brachen (aufgrund schlechter Bodenqualität oder anderen ungünstigen Bedingungen) können oft nicht wirtschaftlich genutzt werden. Der Prozessschutz geht hier mit der Renaturierung von Lebensräumen einher (Sturm 2011).</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="11"><li><p>Die freizeitliche Nutzung des Waldes sorgt für Erholung und hilft nachweislich bei der psychischen Regeneration (Galliker 2022). Gleichzeitig sorgt eine übermäßige Nutzung, vor allem abseits der angelegten Wege für Bodenverdichtung bzw. für Erosion (Quinn und Chemoff 2010; Evju et al. 2021). Außerdem haben vor allem frei laufende Hunde einen störenden Effekt auf das Wild (auch wenn sie nicht bewusst jagen), weshalb Hunde auch im Wald, vor allem in der Brut- und Setzzeit, angeleint bleiben müssen (Bruns 2025; Bateman und Gilson 2025).</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Damit die freizeitliche Waldnutzung auch in dicht besiedelten Gebieten wie Deutschland wieder mit der Waldnatur in Einklang gebracht werden kann, muss umfassender über die Effekte von freizeitlicher Waldnutzung aufgeklärt werden. Außerdem müssen Vorschriften wie die Anleinpflicht von Hunden in der Brut- und Setzzeit, oder Wegepflichten stärker kontrolliert und Verstöße geahndet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="12"><li><p>Naturverjüngung bedeutet, dass sich Bäume auf natürliche Weise etablieren, indem der Samen durch Tiere, Luft oder Wasser verbreitet wird, anschließend dort, wo er zu Boden fällt, keimt und am Ende zu einem Baum heranwächst. Dies ist die ökologischste und kostengünstigste Form des Waldaufbaus und stellt keinen Störfaktor für bestehende Ökosysteme dar. Die Keimlinge passen sich von Beginn an die Standortbedingungen an, entwickeln tiefere, feinere Wurzelsysteme und zeigen höhere Resilienz gegenüber Trockenstress. Es fördert eine natürliche Selektion und damit die genetische Vielfalt. Naturverjüngung sollte daher Vorrang vor Pflanzungen haben, welche durch den Menschen vorgenommen werden (Ruppert et al. 2014; Layher 2024).</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Pflanzungen sind nötig, wenn bspw. eine Monokultur vorliegt, die keine stabile Waldkultur durch Naturverjüngung aufrechterhalten kann. Bei der Pflanzung ist auf die Klimaresilienz und Ökologie der zukünftigen Kultur zu achten (Layher 2024; Ruppert et al. 2014). Der Schutz gegen Verbiss darf nicht auf Basis von nicht biologisch abbaubaren Wuchshülsen geschehen, da auch, wenn die Wuchshülsen eingesammelt werden, Kunststoff im Wald zurückbleibt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="13"><li><p>Natürliche Mischwälder sind aufgrund ihrer Vielfalt am resilientesten gegen die Klimawandelbedingten verstärkten Gefahren wie Insektenbefall und Dürreperioden (NABU 2019). Sie bieten aufgrund zahlreicher unterschiedlicher Nischen eine hohe Artenvielfalt. Gebietsfremde Arten sollten nur nach einer Risikobewertung und in Ausnahmefällen eingesetzt werden, um die Wahrscheinlichkeit zu verringern, invasive Arten (solche, die heimische Arten verdrängen) einzubringen. Diese fremdländischen Arten sollten vor dem Hintergrund der zunehmenden Dürreperioden aus südeuropäischen Ländern mit einem trockenen Klima stammen.</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ol start="14"><li><p>Die Landschaft ist durch Autobahnen, Siedlungen, etc. zerschnitten. Werden Wälder über kleine Waldgebiete, Hecken, Böschungen oder Flüsse mit einer ausgeprägten Ufervegetation (zusammengefasst als „Trittsteinbiotope“) miteinander verbunden, können Tierarten wandern und neue Habitate erkunden. Dies fördert die genetische Vielfalt, welche wiederum die Basis zur Anpassung an (Klima)-Veränderungen darstellt. Eine Isolierung von Waldarten führt zu genetischer Verarmung und damit zu Fehlbildungen bei Tieren oder fehlender Anpassungsfähigkeit und am Ende zum Aussterben der Art. (NABU 2019; Jonsson und Siitonen 2012).</p></li></ol></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Literaturverzeichnis:</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Asbeck, Thomas; Großmann, Josef; Paillet, Yoan; Winiger, Nathalie; Bauhus, Jürgen (2021): The Use of Tree-Related Microhabitats as Forest Biodiversity Indicators and to Guide Integrated Forest Management. In: Curr Forestry Rep 7 (1), S. 59–68. DOI: 10.1007/s40725-020-00132-5.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Asbeck, Thomas; Pyttel, Patrick; Frey, Julian; Bauhus, Jürgen (2019): Predicting abundance and diversity of tree-related microhabitats in Central European montane forests from common forest attributes. In: Forest Ecology and Management 432, S. 400–408. DOI: 10.1016/j.foreco.2018.09.043.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bateman, Philip W.; Gilson, Lauren N. (2025): Bad dog? The environmental effects of owned dogs. In: Pac. Conserv. Biol. 31 (3). DOI: 10.1071/PC24071.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BfN (2020): Positionspapier Wälder im Klimawandel. Bonn.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>BMEL (2024): Der Wald in Deutschland - Ausgewählte Ergebnisse der vierten Bundeswaldinventur. Hg. v. Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Online verfügbar unter <a href="https://www.bundeswaldinventur.de/fileadmin/Projekte/2024/bundeswaldinventur/Downloads/BWI-2022_Broschuere_bf-neu_01.pdf">https://www.bundeswaldinventur.de/fileadmin/Projekte/2024/bundeswaldinventur/Downloads/BWI-2022_Broschuere_bf-neu_01.pdf</a>, zuletzt geprüft am 01.03.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bovyn, Ryan A.; Lordon, Michael C.; Grecco, Allison E.; Leeper, Abigail C.; LaMontagne, Jalene M. (2019): Tree cavity availability in urban cemeteries and city parks. In: Journal of Urban Ecology 5 (1). DOI: 10.1093/jue/juy030.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bruns, D. (2025): Hunde im Wald: Wie sehr stören unsere Haustiere die Natur? In: forstpraxis, 04.05.2025. Online verfügbar unter <a href="https://www.forstpraxis.de/hunde-im-wald-wie-sehr-stoeren-unsere-haustiere-die-natur-23686">https://www.forstpraxis.de/hunde-im-wald-wie-sehr-stoeren-unsere-haustiere-die-natur-23686</a>, zuletzt geprüft am 12.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bütler, R.; Lachat, Thibault; Krumm, Frank; Kraus, Daniel; Larrieu, Laurent (2020): Taschenführer der Baummikrohabitate. Beschreibung und Schwellenwerte für Feldaufnahmen. Birmensdorf: Eidg. Forschungsanstalt WSL.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Bütler, Rita; Lachat, Thibault; Larrieu, Laurent; Paillet, Yoan (2013): Habitat trees: Key elements for forest biodiversity Focus - Managing Forest in Europe, S. 84–91.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Daur, N.; Schmitz, F.; Volz, H.-A.; Emde, F. A.; Großheim, C.; Bolte, A. et al. (2023a): Wälder und ihre Bewirtschaftung im Klimawandel: Handlungsempfehlungen auf Grundlage des Maßnahmenprogramms zur Umsetzung der Agenda Anpassung von Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei und Aquakultur an den Klimawandel; Bericht der BLAG ALFFA. Online verfügbar unter <a href="https://agris.fao.org/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5e">https://agris.fao.org/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5e</a>.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Daur, N.; Schmitz, F.; Volz, H.-A.; Emde, F. A.; Großheim, C.; Bolte, A. et al. (2023b): Wälder und ihre Bewirtschaftung im Klimawandel: Handlungsempfehlungen auf Grundlage des Maßnahmenprogramms zur Umsetzung der Agenda Anpassung von Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei und Aquakultur an den Klimawandel; Bericht der BLAG ALFFA. Online verfügbar unter <a href="https://agris.fao.org/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5e">https://agris.fao.org/search/en/providers/125098/records/67a0c56d20478411b0270e5e</a>.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dietz, M.; Krannich, A. (2019): Die Bechsteinfledermaus Myotis bechsteinii - Eine Leitart für den Waldnaturschutz. Handbuch für die Praxis. Hg. v. Naturpark Rhein-Taunus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Evju, Marianne; Hagen, Dagmar; Jokerud, Mari; Olsen, Siri Lie; Selvaag, Sofie Kjendlie; Vistad, Odd Inge (2021): Effects of mountain biking versus hiking on trails under different environmental conditions. In: Journal of Environmental Management 278 (Pt 2), S. 111554. DOI: 10.1016/j.jenvman.2020.111554.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Galliker, F. (2022): Erholsamer Wald – eine wissenschaftliche Betrachtung. Hg. v. WSL. Eig. Forschungsanstalt. Online verfügbar unter <a href="https://www.waldwissen.net/de/lebensraum-wald/freizeit-und-erholung/erholsamer-wald-eine-wissenschaftliche-betrachtung">https://www.waldwissen.net/de/lebensraum-wald/freizeit-und-erholung/erholsamer-wald-eine-wissenschaftliche-betrachtung</a>.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Güthler, W.; Market, R.; Häusler, A.; Dolek, A. (2005): Vertragsnaturschutz im Wald Bundesweite Bestandsaufnahme und Auswertung. Hg. v. BfN. Bundesamt für Naturschutz. Bonn. Online verfügbar unter <a href="https://www.researchgate.net/profile/matthias-dolek/publication/265184426_vertragsnaturschutz_im_wald_bundesweite_bestandsaufnahme_und_auswertung">https://www.researchgate.net/profile/matthias-dolek/publication/265184426_vertragsnaturschutz_im_wald_bundesweite_bestandsaufnahme_und_auswertung</a>.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Hegg, C.; Waldner, P.; Jeisy, M. (2004): Zusammenhänge zwischen Wald, Wasser und Wasserqualität. In: Thema Umwelt 3 (4). Online verfügbar unter <a href="https://www.researchgate.net/profile/peter-waldner/publication/238702459_wald_und_trinkwasser_eine_literaturstudie">https://www.researchgate.net/profile/peter-waldner/publication/238702459_wald_und_trinkwasser_eine_literaturstudie</a>.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Hubo, C. (2024): Wald und Krisen: Sozialwissenschaftliche, philosophische und ökologische Perspektiven. In: BfN (Hg.): Wälder im Stress: Naturschutz im Wald unter sich radikal ändernden Bedingungen. Unter Mitarbeit von C. Müller, Meisch, S.P., Ott, K., J. Stadler, L. Voget Kleschin und T. Potthast. Vilm. Bundesamt für Naturschutz. Bonn, S. 9–26.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Jochem, D.; Weimar, H. (2024): Thuenen: Holzeinschlag und Rohholzverwendung. Online verfügbar unter <a href="https://www.thuenen.de/de/fachinstitute/waldwirtschaft/zahlen-fakten/holzeinschlag-und-rohholzverwendung">https://www.thuenen.de/de/fachinstitute/waldwirtschaft/zahlen-fakten/holzeinschlag-und-rohholzverwendung</a>, zuletzt aktualisiert am 09.06.2025, zuletzt geprüft am 09.06.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Jonsson, Bengt Gunnar; Siitonen, Juha (2012): Dead wood and sustainable forest management. In: Biodiversity in Dead Wood. 1. Aufl.: Cambridge University Press, S. 302–337.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Lachat, Thibault; Brang, Peter; Bolliger, Markus; Bollmann, Kurt; Brändli, Urs-Beat; Bütler, Rita et al. (2014): Totholz im Wald Entstehung, Bedeutung und Förderung. In: Merkblatt für die Praxis 52.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Larrieu, Laurent; Cabanettes, Alain (2012): Species, live status, and diameter are important tree features for diversity and abundance of tree microhabitats in subnatural montane beech–fir forests 1 This article is one of a selection of papers from the International Symposium on Dynamics and Ecological Services of Deadwood in Forest Ecosystems. In: Can. J. For. Res. 42 (8), S. 1433–1445. DOI: 10.1139/x2012-077.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Larrieu, Laurent; Paillet, Yoan; Winter, Susanne; Bütler, Rita; Kraus, Daniel; Krumm, Frank et al. (2018): Tree related microhabitats in temperate and Mediterranean European forests: A hierarchical typology for inventory standardization. In: Ecological Indicators 84, S. 194–207. DOI: 10.1016/j.ecolind.2017.08.051.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Layher, M.G.R. (2024): Der Einfluss verschiedener Standortvariablen auf den Rehverbiss an der Naturverjüngung im durch den Klimawandel veränderten Wald. Masterthesis. Universität für Bodenkultur (Boku), Wien. Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Lorenz, Jörg (2005): Schnellmethode der Totholz-Strukturkartierung. Eine Methode zur Bewertung von Waldbeständen in FFH-Gebieten und Naturwaldreservaten. In: Naturschutz und Landschaftsplanung 37, S. 342–349.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Manning, A.D.; Gibbons, B.; Fischer, J.; Oliver, D. L.; Lindenmayer, D. B. (2013): Hollow Futures? Tree decline, lag effects and hollow-dependend species. In: Animal Conversations 16 (4), S. 395–403.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Müller, Jörg; Bütler, Rita (2010): A review of habitat thresholds for dead wood: a baseline for management recommendations in European forests. In: Eur J Forest Res 129 (6), S. 981–992. DOI: 10.1007/s10342-010-0400-5.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>NABU (Hg.) (2019): Wald und Forstwirtschaft im Klimawandel. Natur für sich arbeiten lassen. Stabilisieren – Wiederherstellen. Online verfügbar unter <a href="https://rlp.nabu.de/imperia/md/content/nabude/wald/190829-nabu-">https://rlp.nabu.de/imperia/md/content/nabude/wald/190829-nabu-</a>.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Purahong, Witoon; Wubet, Tesfaye; Krüger, Dirk; Buscot, François (2018): Molecular evidence strongly supports deadwood-inhabiting fungi exhibiting unexpected tree species preferences in temperate forests. In: The ISME journal 12 (1), S. 289–295. DOI: 10.1038/ismej.2017.177.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Quinn, M.; Chemoff, G. (2010): Mountain Biking: A Review of the Ecological Effects. A Literature Review for Parks Canada – National Office (Visitor Experience Branch). Final Report. University of Calgary, Calgary. Miistakis Institute.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Riedel, T. (2024): Ergebnisse der Bundeswaldinventur 2022. Hg. v. Johann Heinrich von Thünen-Institut. Online verfügbar unter <a href="https://www.thuenen.de/de/themenfelder/waelder/die-bundeswaldinventur/ergebnisse-der-bundeswaldinventur-2022">https://www.thuenen.de/de/themenfelder/waelder/die-bundeswaldinventur/ergebnisse-der-bundeswaldinventur-2022</a>, zuletzt aktualisiert am 07.06.2025, zuletzt geprüft am 07.06.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>rigling et al (2015): genaue Quelle wird nachgereicht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ruppert, O.; Rothkegel, W.; Holly, L. (2014): Zielgerichtet natürlich verjüngen. In: LWF aktuell (99). Online verfügbar unter <a href="https://www.waldwissen.net/de/waldwirtschaft/waldbau/waldverjuengung/gezielt-natuerlich-verjuengen">https://www.waldwissen.net/de/waldwirtschaft/waldbau/waldverjuengung/gezielt-natuerlich-verjuengen</a>, zuletzt geprüft am 15.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Schulz, R.; Wolfram, J.; Stehle, S.; Bub, S.; Hermann, L.; Petschick, L. L. (2022): Pestizide in Schutzgebieten: Vorkommen, Bewertung, Maßnahmen. Abschlussbericht, Landau. iES, Institut für Umweltwissenschaften.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Smidt (2000): genaue Quelle wird nachgereicht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Spathelf, P.; Ammer, C.; Anninghöfer, P.; Bolte, A.; Seifert, T.; Weimar, H. (2022): Fakten zum Thema: Wälder und Holznutzung. Der Deutsche Verband Forstlicher Forschungsanstalten (DVFFA) beleuchtet in seinem zweiten Beitrag der Serie „Fakten zum Thema: …“ die Rolle der Wälder in Bezug zur Holznutzung. In: Forschung Faktencheck.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Sturm, K. (2011): Grundlagen und Ziele des integrativen Prozessschutz-Waldbaus - Ein Zwischenbericht des seit 1992 laufenden Projektes. In:. Tagung zu NATURA 2000 Gebieten auf Hof Möhr - NNA - vom BfN. Online verfügbar unter <a href="https://www.researchgate.net/profile/knut-sturm-2/publication/319664197_grundlagen_und_ziele_des_integrativen_prozessschutz-waldbaus_-_ein_zwischenbericht_des_seit_1992_laufenden_projektes">https://www.researchgate.net/profile/knut-sturm-2/publication/319664197_grundlagen_und_ziele_des_integrativen_prozessschutz-waldbaus_-_ein_zwischenbericht_des_seit_1992_laufenden_projektes</a>.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Thünen-Institut (2025): Für die Erholung der Bäume reicht der Regen nicht mehr aus. Wellbrock, N. Online verfügbar unter <a href="https://www.thuenen.de/de/newsroom/presse/pressemitteilungen/detailansicht/fuer-die-erholung-der-baeume-reicht-der-regen-nicht-mehr-aus">https://www.thuenen.de/de/newsroom/presse/pressemitteilungen/detailansicht/fuer-die-erholung-der-baeume-reicht-der-regen-nicht-mehr-aus</a>, zuletzt geprüft am 13.08.2025.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Vallaster, C. (2015): Ökonomische Bewertung der Schutzwirkung des Waldes (Erosionsschutz) auf Flächen der Österreichischen Bundesforste (Infrastrukturen, Siedlungsgebiete). Technische Universität Wien. Online verfügbar unter <a href="https://repositum.tuwien.at/handle/20.500.12708/3664">https://repositum.tuwien.at/handle/20.500.12708/3664</a>.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Tue, 26 Aug 2025 11:23:00 +0000</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A10: Positionspapier der NAJU zum Schutz der Alpen</title>
                        <link>https://naju.antragsgruen.de/naju/motion/55529</link>
                        <author>Bundesvorstand (Bundesvorstand NAJU)</author>
                        <guid>https://naju.antragsgruen.de/naju/motion/55529</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Positionspapier der NAJU zum Schutz der Alpen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Alpen sind neben dem Wattenmeer der größte zusammenhängende Naturraum Europas, der verhältnismäßig unzerschnitten und gering beeinflusst ist. Obwohl sie nur 2 % der Fläche des Kontinents bedecken, beherbergen sie rund 40 % der Pflanzen- und Tierarten Europas [1]. Darunter sind viele an die Standortbedingungen im Hochgebirge speziell angepasste Arten. Mindestens 450 Pflanzenarten und noch viel mehr Tierarten sind sogar (sub)endemisch, d. h. sie kommen (fast) ausschließlich in den Alpen vor [2]. Zudem stellen die Alpen für eine Reihe von ursprünglich auch in tieferen Lagen verbreiteten Tierarten (z. B. Raufußhühner und Spechte, v. a. aber Arten mit großen Raumansprüchen wie Große Beutegreifer und große Greifvögel) ein wichtiges Rückzugsgebiet dar [1, 3]. Obwohl die Alpen das am besten erforschte Gebirge der Erde sind, zeigen Neuentdeckungen von Organismen in jüngerer Zeit, dass das Arteninventar noch nicht vollständig bekannt ist, und unterstreichen die europaweite Bedeutung der Alpen für die biologische Vielfalt [4]. Rund ein Drittel des deutschen Anteils der Alpen steht in Form von sogenannten Natura-2000-Gebieten<a href="#_ftn1">[1]</a> unter europarechtlichem Schutz. Die Zone „C“ des „Bayerischen Alpenplans“, ein seit 1972 gültiges landesplanerisches Instrument, umfasst etwa 43 % des deutschen Alpenanteils und schützt somit zusätzliche 10 % Fläche vor Eingriffen durch u. a. Bauvorhaben [5].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die vielen verschiedenen natürlichen Ökosystemen sowie Landnutzungssysteme im Alpenraum erbringen zahlreiche wertvolle Ökosystemleistungen, darunter die Regulierung von Klima und Wasserhaushalt, die Bindung von Kohlendioxid in Böden, Mooren und Wäldern, der Schutz vor alpinen Naturgefahren<a href="#_ftn2">[2]</a> und die Bereitstellung von natürlichen Ressourcen wie Holz und hochwertigem Trinkwasser. Was die Alpen jedoch zu einem der bekanntesten Gebirge der Welt macht, sind ihre zugänglichen und ästhetisch reizvollen Natur- und Kulturlandschaften, die einzigartige Naturerlebnisse ermöglichen und von hohem Wert für menschliche Gesundheit, Wohlbefinden, Erholungs- und Freizeitnutzung sind – die Basis für vielfältige Tourismusangebote. Aus den Ökosystemleistungen ziehen sowohl die Gesellschaft allgemein als auch unterschiedliche wirtschaftliche Sektoren wie Tourismus, Forst- und Landwirtschaft sowie Energie und Transport Nutzen, und das nicht nur im Alpenraum und dessen Vorland, sondern auch in weit entfernten Regionen in Europa [6].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Der hohen Bedeutung der Alpen für den Naturschutz und für die natürlichen Ressourcenkreisläufe stehen vielfältige, durch menschliche Aktivitäten bedingte Nutzungsansprüche, Belastungen und Bedrohungen gegenüber: Durch die kontinuierliche Ausweitung von Verkehrswegen, Siedlungs- und Gewerbegebieten sowie von großtechnischer Infrastruktur für Tourismus, Energieproduktion und - transport und durch ungezügelten Verbrauch natürlicher Ressourcen gehen naturbelassene Landschafts- und Naturräume zusehends und unwiederbringlich verloren oder werden wesentlich beeinträchtigt. Folgende Zahlen und Fakten zur Verdeutlichung:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Die Bevölkerungszahl im Alpenraum hat sich seit 1900 von 8,5 Millionen auf aktuell rund 14 Millionen vergrößert, dazu kommen jährlich rund 95 Millionen Mehrtagesgäste und 60 Millionen Tagesgäste für Erholung, Freizeit und Sport hinzu [7]. Entsprechend ist seit vielen Jahren ein unstillbarer Hunger nach bebaubarer Fläche zur Errichtung von Wohnraum, Gewerbebauten, Infrastruktur- sowie Ver- und Entsorgungsanlagen festzustellen [vgl. 8].</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Mindestens 3,5 % der Gebirgsfläche der Alpen sind in Wintersportgebiete umgewandelt worden [9]. Der schneegebundene Tourismus bzw. Sport erzeugt besonders große Eingriffe in und Belastungen für die Natur, u. a. durch den Bau und die Präparierung von Pisten (Geländeanpassungen und Beschneiung), sowie die Einrichtung der zugehörigen Infrastruktur (z. B. Speicherteiche, Leitungen, Aufstiegshilfen sowie Lawinenschutz) [vgl. 10]. Obendrein verschlingt der Betrieb Unmengen an Ressourcen: Alpenweit sind derzeit mehr als 80.000 Schneekanonen in Betrieb und beschneien knapp 100.000 Hektar Skipisten. Der jährliche Wasserverbrauch liegt bei rund 280 Millionen Kubikmetern, was der dreifachen Menge von München entspricht; und der Stromverbrauch erreicht rund 2.100 Gigawattstunden, so viel wie 500.000 Haushalte jährlich verbrauchen [11]. Damit sind die Alpen das am dichtesten erschlossene Gebirge der Welt, auf das mit jährlich rund 158 Mio. Skifahrtagen 45 Prozent des weltweiten Anteils am Skisport entfallen [12].</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Der Wintermassentourismus hat darüber hinaus einen wesentlichen Anteil an der Verkehrsproblematik: Denn eine Besonderheit der Alpenregion ist das hohe Aufkommen im Freizeit- und Reiseverkehr, das in den Hauptferienzeiten regelmäßig zu Verkehrsüberlastungen und Staus führt. Durchschnittlich 84 Prozent der Urlaubsreisen in die Alpen werden mit dem Auto unternommen [13]. Obendrein kommt der alpenquerende Transitgüterverkehr auf der Straße, dessen Transportaufkommen sich in den letzten Jahrzehnten vervielfacht hat: Von knapp 15 Millionen Tonnen im Jahr 1980 stieg dieses bis 2023 auf rund 158 Millionen Tonnen, welches sich auf mehr als 11 Millionen schwere Güterfahrzeuge verteilt [vgl. 14, 15].</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Tier- und Pflanzenarten in den Alpen sind jedoch nicht nur dem direkten Verlust an Lebensraum, sondern auch den von menschlichen Nutzungsformen (v. a. Freizeit und Sport) ausgehenden Stör- und Barrierewirkungen ausgesetzt, die den nutzbaren Anteil des geeigneten Lebensraums zusätzlich verringern und somit zu ihrer Verdrängung bis hin zu lokalem Aussterben führen [vgl. 9, 16, 17, 18].</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Zu den großen Landschaftsveränderungen zählt außerdem, dass im letzten Jahrhundert die meisten großen alpinen Flüsse eingedeicht und kanalisiert worden sind und bis heute große Mengen Wasser abgeleitet werden. Alpenweit sind 77 bzw. 42 % der Flüsse in ihrer Hydrologie bzw. Morphologie beeinträchtigt, nur 14 % in einem hervorragenden ökologischen Zustand [19].</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><ul><li>Schließlich zeigen sich die Auswirkungen der durch den Menschen verursachten Erderwärmung in den Alpen viel stärker als in niedrigeren Höhenlagen, etwa am rapiden Rückgang der Gletscher, dem Auftauen von Permafrostboden und der Verkürzung der Schneebedeckungsdauer [20]. Die vergleichsweise schnellen Veränderungen der Lebensräume und klimatischen Bedingungen sowie die daraus resultierenden Veränderungen der zwischenartlichen Konkurrenzverhältnisse setzen Arten unter Druck und veranlassen diese zu vertikalen Ausbreitungs- bzw. Rückzugsbewegungen [vgl. 21, 22]. Insbesondere für in der alpinen und nivalen Höhenstufe lebende (teils endemische) Arten wird das Gefährdungs- und Aussterberisiko durch den klimawandelbedingten Lebensraumverlust als besonders hoch eingeschätzt [23]. Modellrechnungen zufolge könnten zwischen 19 und 55% der alpinen, subalpinen und montanen Pflanzenarten bis 2100 mehr als 80 % des derzeit für sie noch geeigneten Lebensraums verlieren [24].</li></ul></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In den Alpen zeigen sich allgemein gegenwärtige Trends in den Bereichen Verkehr, Flächenverbrauch und Ressourcennutzung teilweise stärker als in den übrigen Regionen Deutschlands; und aufgrund der hohen Sensibilität des Naturraums sind deren negativen Wirkungen auf den Naturhaushalt umso schwerer wiegend. Aus diesem Grund wird hiermit nicht nur auf die Forderungen der Positionspapiere zu Mobilitätswende, Verkehrspolitik sowie Biologischer Vielfalt verwiesen, sondern mit den folgenden Forderungen auch explizit die sektorspezifische Problemlage in den Alpen aufgegriffen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>NAJU-Kernforderungen: </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>1. Schutzgebietskulisse: Eine konsequente und kompromisslose Erhaltung und Erweiterung der Schutzgebietskulisse und Gewährleistung einer hohen Schutzqualität </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1.1. Die NAJU begrüßt die bisherigen Schritte und derzeitigen Bemühungen von Politik und Verwaltung der Bundesrepublik Deutschland und vom Freistaat Bayern rund um die Alpenkonvention und die Europäische Alpenstrategie (EUSALP), insbesondere auch die eingeführten Formate zur Beteiligung junger Menschen [25]. Zugleich erwartet die NAJU von den politischen Entscheidungsträger*innen in allen Gebietsebenen, dass sie bestehende gesetzliche Instrumente zum Schutz der Alpen – v. a. den bayerischen Alpenplan in seiner ursprünglichen Fassung [26] – ausnahmslos beachten und erhalten und sich für die Umsetzung sowie Weiterentwicklung und Stärkung der Alpenkonvention und der EUSALP einsetzen [27]. Die Ziele der Alpenkonvention und die ihrer Protokolle und Erklärungen [28, 29, 30] sind entsprechend vollständig in nationale Pläne und Programme zu übernehmen und zu konkretisieren [vgl. 3].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1.2. Die derzeitige Gebietskulisse zum Schutz von Lebensräumen und Arten deckt die aus Naturschutzsicht schutzwürdigen Teile der Alpen nicht vollständig ab [31]; daher sind im deutschen Anteil des Perimeters der Alpenkonvention zusätzliche Natura-2000-Gebiete und Naturschutzgebiete, mindestens ein strenges Naturreservat (IUCN-Kategorie Ia) oder Wildnisgebiet (IUCN-Kategorie Ib) sowie mindestens ein weiterer Alpen-Nationalpark und ein Biosphärengebiet auszuweisen (auch unter Berücksichtigung von infolge des Klimawandels stattfindenden bzw. zu erwartenden Arealverschiebungen von Arten) und zudem wichtige Wanderachsen zwischen Schutzgebieten bzw. für den Biotopverbund geeignete Flächen unter Schutz zu stellen, eigentumsrechtlich zu sichern und ggf. zu renaturieren [vgl. 3, 21, 22, 23, 31, 32]. Letzteres ist vor allem für die verbliebenen und ehemaligen Wildflusslandschaften sowie alpinen Moore anzustreben. Die Kernlebensräume störungsempfindlicher Tierarten (v. a. Haarwild, Greifvögel und Raufußhühner) sind als Ruhezonen mit entsprechenden gesetzlichen Regelungen und Sanktionsmöglichkeiten für Verstöße auszuweisen [vgl. 33].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1.3. Durch den bisherigen und weiter stattfindenden Strukturwandel in der Landwirtschaft kommt es zum Rückzug der Grünlandnutzung in „Ungunstlagen“ (ertragsarme, steile und / oder hoch gelegene Standorte), während die Nutzung in alpinen „Gunstlagen“ (ertragreiche Standorte) tendenziell intensiviert wird [9]. Beides führt zum Verlust naturschutzfachlich wertvoller Lebensräume der offenen Kulturlandschaft und ihrer daran gebundenen Flora und Fauna. Daher kommt der finanziellen Förderung der Berglandwirtschaft nach naturschutzfachlichen Kriterien, insbesondere der Almbewirtschaftung, inklusive aktiver Behirtung und Weideführung, eine wichtige Bedeutung zu [vgl. 4 und 29: Protokolle „Berglandwirtschaft“ sowie „Naturschutz und Landschaftspflege“ der Alpenkonvention]. Es gilt daher, einen möglichst großen Anteil der zahlreichen zugewachsenen Almen wieder beweidbar zu machen und ihre Offenhaltung dauerhaft zu sichern und außerdem überall, wo es aus naturschutzfachlicher Sicht sinnvoll ist und Schutzfunktionen des Waldes nicht beeinträchtigt werden, die bedrohte Nutzungsform Waldweide zu stärken [vgl. 34, 35].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1.4. Um innerhalb der Schutzgebietskulisse eine hohe Qualität der Ökosysteme und des Schutzstatus zu erreichen sowie dauerhaft und ohne Abstriche zu gewährleisten, müssen auf mehreren Ebenen folgende Maßnahmen konsequent umgesetzt werden:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1.4.1. Die Wissenslücken über die biologische Ausstattung sind durch entsprechende Kartierungen zu schließen und der Zustand der biologischen Vielfalt in einem mehrjährigen Intervall regelmäßig zu erfassen. Zudem ist es wichtig, die Auswirkungen von verschiedenen Arten der Freizeitnutzung und des Sports (insbesondere neu aufgekommene Trends) sowie des Klimawandels auf sensible Arten detailliert zu untersuchen, um auf solider Datengrundlage Schutzmaßnahmen ableiten zu können [vgl. 18, 23, 29: Protokoll „Naturschutz und Landschaftspflege“ der Alpenkonvention; 33].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1.4.2. Vorliegende naturschutzfachliche Planungen (z. B. Management- sowie Pflege- und Entwicklungspläne) und Programme (Artenhilfsprogramme, Arten- und Biotopschutzprogramm Bayern) sind zeitnah umzusetzen und auf Basis neu gewonnener Daten und Erfahrungen regelmäßig zu aktualisieren [vgl. 3].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>1.4.3. Dem stark gestiegenen und weiter steigenden Nutzungsdruck für Freizeit, Sport und Erholung (an Land, auf Gewässern und in der Luft) muss mit Lenkungskonzepten bzw. Nutzungsvereinbarungen sowie personellem Ausbau, Entfristung und Verstärkung der Schutzgebietsbetreuung / Ranger*innen begegnet werden [vgl. 3, 18, 33, 36]. Wo es die Sensibilität der zu schützenden Lebensräume und Arten erfordert, sind bestimmte Nutzungsformen auch per Verordnung zeitlich und räumlich rechtlich wirksam einzuschränken oder komplett zu verbieten [vgl. 29: Protokoll „Tourismus“ der Alpenkonvention; 33]. Insbesondere in sensiblen Gebieten, in denen die Tragekapazität durch den Andrang der Besucher*innen mehrfach im Jahr ausgereizt oder überschritten wird und sanfte Lenkungskonzepte (Wegbegrenzung, Hinweisschilder, persönliche Aufklärung und Sensibilisierung durch Gebietsbetreuung, „Nudging“ etc.) mehrheitlich ignoriert und willentlich missachtet werden, müssen zusätzlich konsequente und wirksame Gegenmaßnahmen (z. B. Beschränkung der Personenanzahl pro Zeiteinheit oder monetäre Zugangshürden, Kameraüberwachung) ergriffen werden, um nachhaltige Störungen, Beeinträchtigungen und Zerstörungen der Schutzgüter zu unterbinden [vgl. 37, 38, 39, 40, 41]. Vor allem derartig schwere Fälle verdeutlichen die Notwendigkeit, die Vollzugsdefizite im hoheitlichen Naturschutz zügig zu beheben: In solchen übernutzten sensiblen Gebieten sind Verstöße gegen Schutzgebietsverordnungen sowie das allgemeine Naturschutz-, Artenschutz-, Tierschutz-, Jagd- und Umweltschadensrecht konsequent und ausnahmslos polizeilich und gerichtlich zu verfolgen, wofür entsprechende spezielle hauptamtliche Stellen sowie Einheiten / Strukturen zu schaffen sind. Zur Erhöhung der Abschreckungswirkung sind die Bußgeldsätze und Strafmaße entsprechend deutlich anzuheben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>2. Raumplanung: Eine konsequente Berücksichtigung von Naturschutzinteressen bei der alpinen Raumplanung, insbesondere hinsichtlich der Infrastruktur zur Energieerzeugung und zum Schutz vor Naturgefahren </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>2.1. Die alpine Raumplanung muss einem Gesamtkonzept auf wissenschaftlichen, objektiven Grundsätzen folgen (vgl. Europäische Alpenstrategie). Dabei müssen Naturschutzinteressen an erster Stelle berücksichtigt werden und sind im Rahmen von Abwägungen hoch zu gewichten, denn die alpine Naturlandschaft ist weder kompensierbar noch erneuerbar [vgl. 9]. Die vielfach bestehenden Defizite bei der Überwachung naturschutzfachlicher Auflagen in Genehmigungsbescheiden einzelner Projekte und Maßnahmen sind durch entsprechende Ressourcen in den zuständigen Behörden (Personalstärke und Fachkompetenz) zu beheben [vgl. 3, 33].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>2.2. Nutzbarer Boden in den Alpen ist, bedingt durch die Topografie, mehr noch als in den tieferen Lagen ein kostbares Gut. Flächenverbrauch bzw. Bodenversieglung sind daher sowohl auf lokaler als auch auf regionaler Ebene durch rechtlich verankerte quantitative Vorgaben zu begrenzen sowie auch durch eine Priorisierung der Nutzungen nach qualitativen Aspekten („Bodenfunktionen“) räumlich zu steuern und zu minimieren. Die Umsetzung Flächen sparender Ansätze ist durch Anreize bzw. bessere rechtliche Rahmenbedingungen zu fördern [vgl. 29: Protokoll „Bodenschutz“ der Alpenkonvention; 42, 43].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>2.3. Die Errichtung von Wasserkraft- und Pumpspeicherkraftanlagen im Alpenraum ist vom überwiegenden öffentlichen Interesse auszunehmen. Die letzten verbliebenen Abschnitte von alpinen Wildflüssen sind unbedingt zu erhalten und vor Beeinträchtigungen durch Wasserkraftwerke und Ausleitungen für sonstige Zwecke zu bewahren bzw. zu renaturieren. Bei Ausleitungskraftwerken muss so viel Wasser im Fluss verbleiben, dass der gute ökologische Zustand des Gewässers erhalten oder erreicht wird. Neue Pumpspeicherkraftwerke in den Alpen sollten nur dort zulässig sein, wo bestehenden Stauseen genutzt werden können. Querungsbauwerke und andere Barrieren der Gewässerdurchgängigkeit, die keinen Zweck mehr erfüllen, sind rückzubauen. Kleinwasserkraftwerke mit einer Leistung von weniger als 10 MW, deren Konzession<a href="#_ftn3">[3]</a> ausläuft, sollten ebenfalls großenteils zurückgebaut werden und nur noch in abgelegenen Lagen zur Deckung des lokalen Energiebedarfs verbleiben, wo sonst kein Netzanschluss oder auf keine andere Art Energieerzeugung möglich ist [vgl. 44, 45].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>2.4. Zum Schutz vor alpinen Naturgefahren sind nach Möglichkeit naturbasierte Lösungen technischen Lösungen vorzuziehen. Um steigenden Risiken durch Massenbewegungen und Lawinen vorzubeugen, sollten die in den Waldfunktionsplänen als Boden- und Lawinenschutzwald ausgewiesenen Bereiche vollständig in die Zone C des „Bayerischen Alpenplans“ aufgenommen werden [vgl. 5].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>3. Belastungen durch Tourismus, Sport und Freizeit verringern, Eingriffe für deren Infrastruktur verhindern </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3.1. Das Kapital des Tourismus in den Alpen ist die intakte und unzerschnittene Natur- und Kulturlandschaft. Der klimabedingte Anstieg der Schneefallgrenze und die verminderte Schneesicherheit dürfen nicht dazu führen, dass weitere Gletscher und noch unberührte Landschaftskammern mit neuen Wintersportgebieten erschlossen und für den Tourismus intensiv genutzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3.2. Die NAJU fordert vielmehr, Förderprogramme für Gemeinden und Regionen überwiegend anhand von Kriterien für – vor allem im ökologischen Sinne – nachhaltigen und sanften Tourismus umzugestalten und umweltschädliche Subventionen, z. B. für Skilifte und die Pisten-Beschneiung einzustellen [vgl. 11]. Überwiegend auf schneegebundenen Wintertourismus ausgerichtete Gemeinden, in denen der Weiterbetrieb der Wintersport-Infrastruktur ohne Subventionen und ohne Pistenbeschneiung im Zuge der Klimaerwärmung unrentabel ist oder dies absehbar wird, sind bei der Transformation zu sanften, Natur schonenden Tourismusangeboten (z. B. als zertifiziertes Bergsteigerdorf oder Mitglied im Netzwerk „Alpine Pearls“) zu unterstützen [vgl. 46]. Stillgelegte touristische Infrastrukturen sind zurückzubauen und zu entsiegeln, wo eine Umnutzung nicht möglich oder erwünscht ist [vgl. 9 und 29: Protokoll „Tourismus“ der Alpenkonvention].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>3.3. Die Alpen sind ein sensibler Natur- und Kulturraum, der durch Sportgroßveranstaltungen wie die Olympischen Winterspiele mit ihren hohen Anforderungen an Verkehrsinfrastruktur, Sportanlagen sowie Transport- und Beherbergungskapazität und den damit verbundenen gigantischen Eingriffen in Landschaft und natürliche Ressourcen erheblichen Schaden nehmen würde [vgl. 11, 47, 48]. Gemeinden und Regionen der Alpen sollten daher darauf verzichten, sich zukünftig für Olympische Winterspiele zu bewerben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>4. Mobilitätswende: Belastungen durch motorisierten Individualverkehr und Gütertransport im Rahmen einer konsequenten Verkehrswende verringern und ÖV-Angebot ausbauen </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>4.1. Um den Trend der zunehmenden Belastung durch den motorisierten Individualverkehr und Gütertransport in den Alpen zu stoppen und besser noch umzukehren, ist eine konsequente Mobilitätswende dringend erforderlich: Konzepte bzw. rechtliche bindende Abkommen zur Reduktion und Verlagerung auf umweltverträgliche Verkehrsträger sowie zur Dekarbonisierung [15 und 29: Protokoll „Verkehr“ der Alpenkonvention] sind umzusetzen und weiterzuentwickeln und Fachplanungen (z. B. der Bundesverkehrswegeplan) nach diesen auszurichten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>4.2. Infrastruktur und Transportangebot des Öffentlichen Personennahverkehrs und -fernverkehrs sowie Ausstattung und Beförderungskapazität der Fahrzeuge sind auszubauen bzw. zu verbessern und besser sowohl an die Bedürfnisse der einheimischen Bevölkerung als auch der Gäste anzupassen. Wo ein Ausbau nicht zielführend ist, sollen bedarfsgerechte „On-Demand“-Beförderungsmodelle wie Rufbusse angeboten werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>4.3. Zudem braucht es (mehr) attraktive grenz- / verbundübergreifende Ticket-Angebote für junge Menschen, mit denen bestenfalls im gesamten Alpenraum alle Bahnen und Busse genutzt werden können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>5. Strategie für klimaneutrale und klimaresiliente Alpen konkretisieren und umsetzen</strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>5.1. Um die Treibhausgasemissionen im Alpenraum entsprechend den rechtlich verbindlichen Reduktionszielen bis 2050 zu verringern, sind in allen Sektoren Maßnahmen zur Energieeinsparung und Transformation hin zur Klimaneutralität erforderlich [vgl. 49], wobei diese jedoch nicht gegen Ziele des Naturschutzes ausgespielt werden dürfen (siehe Nr. 1 und 2). Um unerwünschte Auswirkungen auf empfindliche Alpenlandschaften und deren biologische Vielfalt zu vermeiden, sind somit eine gute Abstimmung und eine sorgfältige Abwägung von Zielkonflikten erforderlich [vgl. 50].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>5.2. Zugleich müssen die Risiken und Folgen des Klimawandels bei langfristigen Entscheidungen mitberücksichtigt werden, um die negativen Auswirkungen auf die Ökosysteme, die Gemeinschaften und die lokale und regionale Wirtschaft so gering wie möglich zu halten [49].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><strong>Zitierte Quellen: </strong></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[1] Generaldirektion Umwelt der Europäische Kommission (2010): Natura 2000 in der alpinen Region. Herausgegeben vom Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften, Luxemburg, 16 S. URL: <a href="https://op.europa.eu/de/publication-detail/-/publication/9a738f76-c937-478d-b720-1562a53385e4">https://op.europa.eu/de/publication-detail/-/publication/9a738f76-c937-478d-b720-1562a53385e4</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[2] Ozenda, P., &amp; Borel, J. (2003): The Alpine Vegetation of the Alps. In: Nagy, L., Grabherr, G., Körner, C., &amp; Thompson, D. B. (Hrsg., 2012): Alpine biodiversity in Europe. Ecological studies 167: 53 – 64. Springer, Berlin.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[3] Wessely, H. &amp; Güthler, A. (2015): Alpenpolitik in Deutschland – Anspruch und Realität. Im Auftrag des Bundes Naturschutz in Bayern e.V., Nürnberg. Bund Naturschutz Forschung, Heft 8, 151 S. URL: <a href="https://www.bund-naturschutz.de/fileadmin/Bilder_und_Dokumente/Themen/Alpen/BN_Forschung_Alpenpolitik_in_Deutschland.pdf">https://www.bund-naturschutz.de/fileadmin/Bilder_und_Dokumente/Themen/Alpen/BN_Forschung_Alpenpolitik_in_Deutschland.pdf</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[4] Ringler, A. (2010): Nagoya Alpin – Biodiversitätsimpulse für die Alpen. Konsequenzen aus der Nagoya-Weltkonferenz und EU-Biodiversitätsstrategie. Jahrbuch des Vereins zum Schutz der Bergwelt (74/75): 71 – 210.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[5] Mayer, M., Strubelt, N., Kraus, F. &amp; Job, H. (2017): Der bayerische „Alpenplan“ – viele Stärken und wenige Schwächen – Jahrbuch des Vereins zum Schutz der Bergwelt (81/82): 177 – 218.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[6] Marzelli, S., Riedel, M., Savaşçı, G., Neumann, C. &amp; Szücs, L. (2018): Ökosystemleistungen – Ein Konzept für den Alpenraum. Studie im Rahmen des INTERREG-Projekts „Alpine Space – AlpES“. München, 51 S. URL: <a href="https://www.alpine-space.eu/wpcontent/uploads/2022/09/Alpine_ecosystem_services_concept.zip">https://www.alpine-space.eu/wpcontent/uploads/2022/09/Alpine_ecosystem_services_concept.zip</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[7] Bragin, L., &amp; Spiegel, L. (2021): Das Alpenbuch. Zahlen, Fakten und Geschichten in über 1000 Infografiken, Karten und Illustrationen. Marmota Maps, Hamburg, 290 S.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[8] Bätzing, W. (2017): Die Alpen – tiefgreifende Nutzungsveränderungen als Herausforderung für den Naturschutz. Natur und Landschaft 92(9/10), 389 – 406.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[9] Ringler, A. (2017): Skigebiete der Alpen: landschaftsökologische Bilanz, Perspektiven für die Renaturierung. Jahrbuch des Vereins zum Schutz der Bergwelt (81/82): 29 – 130.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[10] de Jong, C. (2020): Umweltauswirkungen der Kunstschneeproduktion in den Skigebieten der Alpen. Geographische Rundschau 72(6): 34 – 39.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[11] Hamberger, S. &amp; Doering, A. (2015): Der gekaufte Winter – Eine Bilanz der künstlichen Beschneiung in den Alpen. Gesellschaft für ökologische Forschung und BUND Naturschutz in Bayern, 123 S. URL: <a href="https://www.oekologische-forschung.de/veroeffentlichungen/paper/dergekaufte-winter/">https://www.oekologische-forschung.de/veroeffentlichungen/paper/dergekaufte-winter/</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[12] Roth, R., Schiefer, D., Siller, H. J., Beyer, J., Fehringer, A., Bosio, B., Pechlaner, H., Volgger, M. &amp; Erschbamer, G. (2016): The future of winter travelling in the Alps – Executive summary. Studie erarbeitet durch MCI Tourismus, Deutscher Sporthochschule Köln und EURAC Research im Auftrag von Future Mountain International. Innsbruck, 11 S. URL: <a href="https://www.researchgate.net/publication/340384893_The_Future_of_Winter_Travelling_in_the">https://www.researchgate.net/publication/340384893_The_Future_of_Winter_Travelling_in_the</a> _Alps [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[13] Abegg, B. (2011): Tourismus im Klimawandel: Ein Hintergrundbericht der CIPRA. CIPRA compact No. 08/2011. Schaan, 32 S. URL: <a href="https://www.cipra.org/de/publikationen/4606">https://www.cipra.org/de/publikationen/4606</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[14] Puwein, W. (2007): Der alpenquerende Transitverkehr-das Problem und die Lösungsversuche. Zeitschrift für Verkehrswissenschaft, 68(1): 35 – 57. 11</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[15] Generaldirektion Mobilität und Verkehr (GD MOVE) der Europäischen Kommission &amp; Schweizerisches Bundesamt für Verkehr (Hrsg., 2024): Observation et analyse des flux de transports de marchandises transalpins. Rapport annuel 2023. 77 S. + Anhang. URL: <a href="https://www.bav.admin.ch/dam/bav/de/dokumente/themen/verlagerung/alpenobservatorium-2023.pdf.download.pdf/RA_2023_V2_0.pdf">https://www.bav.admin.ch/dam/bav/de/dokumente/themen/verlagerung/alpenobservatorium-2023.pdf.download.pdf/RA_2023_V2_0.pdf</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[16] Paul, I. (Hrsg., 2004): Freizeitaktivitäten im Lebensraum der Alpentiere – Konfliktbereiche zwischen Mensch und Tier. Mit einem Ratgeber für die Praxis. Haupt, Bern, 516 S.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[17] Thiel, D., Ménoni, E., Brenot, J.-F. &amp; Jenni, L. (2007): Effects of recreation and hunting on flushing distance of Capercaillie. Journal of Wildlife Management 71 (6): 1784 – 1792.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[18] Cremer-Schulte, D., Rehnus, M., Duparc, A., Perrin-Malterre, C. &amp; Arneodo, L. (2017): Wildlife disturbance and winter recreational activities in Alpine protected areas: recommendations for successful management. eco. mont-Journal on Protected Mountain Areas Research 9(2): 66 – 73.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[19] Muhar, S., Schinegger, R., Fleck, S., Schülting,L., Preis, S., Trautwein, C., Schmutz, S. (2013): Scientific foundations for identifying ecologically sensitive river stretches in the Alpine Arc. Studie im Auftrag von MAVA und WWF im Rahmen des Projekts „Save the Alpine Rivers“. Wien, 67 S.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[20] Task Force Schutzgebiete des Ständigen Sekretariats der Alpenkonvention (Hrsg., 2007): Die Alpen unter Druck. Vorbeugung und Anpassung der alpinen Schutzgebiete an den Klimawandel. Chambery, 12 S. URL: <a href="https://www.alparc.org/alpineresources/brochureclimatde">https://www.alparc.org/alpineresources/brochureclimatde</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[21] Erschbamer B. (2006): Klimawandel – Risiko für alpine Pflanzen? In: alpine space – man &amp; environment, vol. 1. Die Alpen im Jahr 2020: 15 – 22.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[22] Spehn, E. &amp; Körner, C. (2017): Auswirkungen des Klimawandels auf die Natur in den Alpen. Natur und Landschaft (9/10): 407 – 411.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[23] Streitberger, M., Ackermann, W., Fartmann, T., Kriegel, G., Ruff, A., Balzer, S., &amp; Nehring, S. (2017): Eckpunkte eines Handlungskonzepts für den Artenschutz in Deutschland unter Klimawandel: Zusammenfassung der Ergebnisse aus dem F+ E-Vorhaben „Strategie und Handlungskonzept für den Artenschutz in Deutschland unter Klimawandel“ (FKZ 3513 86 0800). BfN-Skripten 466: 1 – 71.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[24] Engler, R., Randin, C., Thuiller, W., Dullinger, S., Zimmermann, N., Araújo, M.B., Pearman, P., Le Lay, G., Piedallu, C., Albert, C., Choler, P., Coldea, G., De Lamo, X., Dirnböck, T., Gégout, J.-C., Gómez-García, D., Grytnes, J.-A., Heegaard, E., Høistad, F., Nogués-Bravo, D., Normand, S., Puşcaş, M., Sebastià, M.-T., Stanisci, A., Theurillat, J.-P., Trivedi, M., Vittoz, P. &amp; Guisan, A. (2011): 21st century climate change threatens mountain flora unequally across Europe. Global Change Biology 17 (7): 2330 – 2341.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[25] Jugendbeteiligung an der Europäische Strategie für den Alpenraum. URL: <a href="https://alpineregion.eu/alpine-youth/the-journey">https://alpineregion.eu/alpine-youth/the-journey</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[26] Verordnung über den Teilabschnitt „Erholungslandschaft Alpen“ des Landesentwicklungsprogramms vom 22.August 1972. Bayerisches Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 17/1972: 324 – 327.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[27] COM/2015/0366 final: Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen zu einer Strategie der Europäischen Union für den Alpenraum vom 28.07.2015. URL: <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/ALL/?uri=CELEX:52015DC0366">https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/ALL/?uri=CELEX:52015DC0366</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[28] Gesetz zu dem Übereinkommen vom 7. November 1991 zum Schutz der Alpen (Alpenkonvention) vom 29. September 1994. BGBl. 1994, Teil. II, Nr. 46 vom 08.10.1994: 2538 – 2564, in Kraft getreten am 06.03.1995.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[29] Gesetz zu den Protokollen zum Übereinkommen vom 7. November 1991 zum Schutz der Alpen (Alpenkonvention) vom 16. August 2002, BGBl. 2002, Teil II, Nr. 30: 1785 – 1864, in Kraft getreten am 18.12.2002. Protokolle zur Durchführung der Alpenkonvention von 1991 in den Bereichen − Raumplanung und nachhaltige Entwicklung − Naturschutz und Landschaftspflege − Berglandwirtschaft − Bergwald − Tourismus − Energie − Bodenschutz − Verkehr.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[30] Ständiges Sekretariat der Alpenkonvention (2018): Alpenkonvention – Textsammlung. Alpensignale – Serie 1, Innsbruck, 192 S. URL: <a href="https://www.alpconv.org/fileadmin/user_upload/Publications/AS/AS1_v3_DE.pdf">https://www.alpconv.org/fileadmin/user_upload/Publications/AS/AS1_v3_DE.pdf</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[31] Broggi, M. F., Jungmeier, M., Plassmann, G., Solar, M., &amp; Scherfose, V. (2017): Die Schutzgebiete im Alpenbogen und ihre Lücken. Natur und Landschaft 92(9/10): 432 – 439.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[32] Rosenthal, G., Mengel, A., Reif, A., Opitz, S., Schoof, N., Reppin, N. &amp; Gärtner, S. (2015): Umsetzung des 2-%-Ziels für Wildnisgebiete aus der Nationalen Biodiversitätsstrategie: Abschlussbericht des gleichnamigen F+ E-Vorhabens (FKZ 3512 85 0300 unter Integration von Zusatzauswertungen, FKZ 3515 85 0900). BfN-Skripten 422: 1 – 207. Bundesamt für Naturschutz, Bonn-Bad Godesberg.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[33] Stadler, K. (1996): Naturschutz und Erholung – Rechtsprobleme im Spannungsfeld zwischen Naturschutz und Erholung unter besonderer Berücksichtigung der bayerischen Rechtslage. Schriften zum Umweltrecht (72): 1 – 378 S. Duncker &amp; Humblot, Berlin.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[34] Sachteleben, J. (1995): Waldweide und Naturschutz – Vorschläge für die naturschutzfachliche Beurteilung der Trennung von Wald und Weide im bayerischen Alpenraum. Forstwissenschaftliches Centralblatt 11: 375 – 387.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[35] Königer, J., Schleicher, A. &amp; Mosandl, R. (2005): Die Waldweide im Bergwald des nördlichen Alpenraums: Interessenkonflikte, wissenschaftliche Erkenntnisse und Konfliktlösungsansätze. Jahrbuch des Vereins zum Schutz der Bergwelt 70: 151 – 176.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[36] Immoos, U. &amp; Hunziker, M. (2014): Wirkung von Lenkungsmaßnahmen auf das Verhalten von Freizeitaktiven: Theoretische Erkenntnisse und empirische Untersuchungen am Beispiel des Konflikts zwischen Wintersport und Wildtierschutz. Naturschutz und Landschaftsplanung 46 (1): 5 – 9.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[37] Hutter, L. (2020): Naturpark Ammergauer Alpen wehrt sich gegen Wildcamper – „Es bleibt nichts anderes übrig“. Online-Bericht vom 29. Juni 2020. URL: <a href="https://www.merkur.de/lokales/garmisch-partenkirchen/oberammergau-ort29187/ammertal-naturpark-ammergauer-alpen-camping-wandern-berg-instagram-natur-13812668.html">https://www.merkur.de/lokales/garmisch-partenkirchen/oberammergau-ort29187/ammertal-naturpark-ammergauer-alpen-camping-wandern-berg-instagram-natur-13812668.html</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025]. 13</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[38] Welte, J. &amp; Neumann, M. (2020): Königssee: Traumkulisse als Müllkippe – Zugang zu Instagram-Hotspot soll gesperrt werden – es gab bereits Todesfälle. Online-Bericht vom 7. Juni 2020, aktualisiert am 28. Juli 2020 und am 8. September 2020. URL: <a href="https://www.merkur.de/bayern/koenigssee-instagram-hotspot-wasserfall-influencer-foto-nationalpark-berchtesgaden-bayern-zr-13790172.html">https://www.merkur.de/bayern/koenigssee-instagram-hotspot-wasserfall-influencer-foto-nationalpark-berchtesgaden-bayern-zr-13790172.html</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[39] Masengarb, C. (2020): Am Spitzingsee: Mountainbiker rastet aus – er verprügelt Naturschutz-Beauftragten. Online-Bericht vom 2. Juli 2020. URL: <a href="https://www.merkur.de/lokales/region-miesbach/schliersee-ort29415/mountainbiker-spitzingsee-rotwandgebirge-ausfluegler-naturschutz-bayern-polizei-pruegel-13816597.html">https://www.merkur.de/lokales/region-miesbach/schliersee-ort29415/mountainbiker-spitzingsee-rotwandgebirge-ausfluegler-naturschutz-bayern-polizei-pruegel-13816597.html</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[40] Hank, S. (2020): Alpen-Touristen sorgen für Ärger: Lage droht zu eskalieren – Ranger sollen jetzt hart durchgreifen. Online-Bericht vom 26.10.2020. URL: <a href="https://www.merkur.de/lokales/region-miesbach/miesbach-ort29062/schliersee-tegernsee-alpen-tourismus-eskalation-kontrolle-ranger-aerger-90077745.html">https://www.merkur.de/lokales/region-miesbach/miesbach-ort29062/schliersee-tegernsee-alpen-tourismus-eskalation-kontrolle-ranger-aerger-90077745.html</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[41] Bohrer-Glas, D.; Parschan, A. &amp; Rehm, G. (2023): Sommer in den Bergen – Mangfallgebirge unter Druck. Reportage von BR24live am 29.06.2023 um 11:00 Uhr. URL: <a href="https://www.br.de/nachrichten/bayern/br24live-11-uhr-wandern-im-sommer-mangfallgebirgeunter-druck,TiGpIPL">https://www.br.de/nachrichten/bayern/br24live-11-uhr-wandern-im-sommer-mangfallgebirgeunter-druck,TiGpIPL</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[42] Ständiges Sekretariat der Alpenkonvention (2020): Vertiefte Prüfung des Überprüfungsausschusses der Alpenkonvention zum Thema „Flächensparende Bodennutzung“. Innsbruck, 19 S. URL: <a href="https://www.alpconv.org/de/startseite/news-publikationen/publikationen-multimedia/detail/vertiefte-pruefung-des-ueberpruefungsausschusses-der-alpenkonvention-zum-thema-flaechensparende-bodennutzung/">https://www.alpconv.org/de/startseite/news-publikationen/publikationen-multimedia/detail/vertiefte-pruefung-des-ueberpruefungsausschusses-der-alpenkonvention-zum-thema-flaechensparende-bodennutzung/</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[43] CIPRA International (Hrsg., 2022): Flächen sparen, Boden retten: Was brauchen wir für eine Trendwende im Umgang mit stadtnahen Gebieten? Schaan, 43 S. URL: <a href="https://www.ifuplan.de/aktuelles-neue-broschuere-zum-eureni-projekt-flaechen-sparen-veroeffentlicht/images/ifuplan/referenzen/Eureni_de_Flaechensparen.pdf">https://www.ifuplan.de/aktuelles-neue-broschuere-zum-eureni-projekt-flaechen-sparen-veroeffentlicht/images/ifuplan/referenzen/Eureni_de_Flaechensparen.pdf</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[44] Witty, S. (2013): Naturverträgliche Umsetzung der Energiewende in den bayerischen Alpen. Ein Positionspapier der deutschen Vertretung der Internationalen Alpenschutzkommission e. V. (CIPRA Deutschland). Eching am Ammersee, 20 S. URL: <a href="https://www.cipra.org/de/positionen/119/dateien/1149_de/download?inline=true">https://www.cipra.org/de/positionen/119/dateien/1149_de/download?inline=true</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[45] CIPRA International (Hrsg., 2021): Wasserläufe und Wasserkraft im Alpenraum – CIPRAPosition zur Nutzung der Alpenflüsse für die Wasserkraft. Schaan, 33 S. URL: <a href="https://www.cipra.org/de/positionen/wasserkraft-im-alpenraum/pdf/position-wasserkraft-cipraint-de-2021-korr.pdf">https://www.cipra.org/de/positionen/wasserkraft-im-alpenraum/pdf/position-wasserkraft-cipraint-de-2021-korr.pdf</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[46] Ständiges Sekretariat der Alpenkonvention (2013): Nachhaltiger Tourismus in den Alpen. Alpensignale – Serie 4, Innsbruck, 145 S. URL: <a href="https://www.alpconv.org/de/startseite/news-publikationen/publikationen-multimedia/detail/4-alpenzustandsbericht-nachhaltiger-tourismus-in-den-alpen/">https://www.alpconv.org/de/startseite/news-publikationen/publikationen-multimedia/detail/4-alpenzustandsbericht-nachhaltiger-tourismus-in-den-alpen/</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[47] Fickert, T. (2023): Sport und seine ökologischen Auswirkungen – ein Überblick. In: Gans, P., Horn, M. &amp; Zemann, Ch. (Hrsg.). Sportgeographie: Ökologische, ökonomische und soziale Perspektiven: 83 – 99. Springer Spektrum, Berlin.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[48] de Jong, C. (2023): Umweltauswirkungen von Skigebieten und Olympischen Winterspielen. In: Gans, P., Horn, M. &amp; Zemann, C. (Hrsg.). Sportgeographie: Ökologische, ökonomische und soziale Perspektiven: 101 – 117. Springer Spektrum, Berlin.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[49] Ständiges Sekretariat der Alpenkonvention (Hrsg., 2022): Klimaneutrale und klimaresiliente Alpen 2050 – Deklaration von Innsbruck. Alpines Klimazielsystem 2050. 7. Alpenzustandsbericht „Naturgefahren Risiko-Governance“. Innsbruck, 27 S. URL: [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>[50] Ständiges Sekretariat der Alpenkonvention (Hrsg., 2022): MAP – Das mehrjährige Arbeitsprogramm der Alpenkonferenz 2023 – 2030. Innsbruck, 12 S. URL: <a href="https://www.alpconv.org/de/startseite/konvention/mehrjaehriges-arbeitsprogramm/">https://www.alpconv.org/de/startseite/konvention/mehrjaehriges-arbeitsprogramm/</a> [letzter Aufruf am 17.08.2025].</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref1">[1]</a> „Natura 2000“ bezeichnet ein Netzwerk von Schutzgebieten innerhalb der Europäischen Union, das seit 1992 nach den Maßgaben der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und der Vogelschutzrichtlinie eingerichtet worden ist.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref2">[2]</a> Dazu zählen u. a. Lawinen, Hochwasser in Wildbächen, Muren, Schuttströme, Rutschungen, Steinschlag und Felsstürze.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p><a href="#_ftnref3">[3]</a> Bezeichnet hier eine auf eine bestimmte zeitliche Dauer beschränkte wasserrechtliche Zulassung zur Wasserkraftnutzung.</p></div></div><h2>Begründung</h2>]]></description>
                        <pubDate>Mon, 25 Aug 2025 13:41:41 +0000</pubDate>
                    </item></channel></rss>